Ciliegiolo

Ciliegiolo ist eine rote Rebsorte, die in den italienischen Weinbauregionen Abruzzen, Basilikata, Emilia-Romagna, Toskana, Latium, Umbrien, Ligurien und Marken verbreitet ist.

Ihre Weine haben meist einen hohen Alkoholgehalt, sind kraftvoll aber mit wenig Säure. Geschmacklich sind Kirschnoten (Ciliegia = ital. für Kirsche) vorherrschend. Der Bestand ist seit langem rückläufig; aktuell belegt sie ca. 5.000 Hektar bestockter Rebfläche.

Die Sorte erbringt ausgezeichnete Weine und wird häufig mit Sangiovese verschnitten. Sie ist im DOCG-Rotwein Torgiano Rosso Riserva und in DOC Regionen Parrina, Colli Lucchesi, Chianti, Val di Cornia (alle Toskana) sowie Golfo del Tigullio und Colli di Luni zugelassen. Außerdem wird sie auch als Tafeltraube verwendet.

Die großen, langgezogenen Blätter sind drei- bis fünflappig. Die Beeren verfügen über eine sehr dicke Schale, sind rund und mittelgroß und haben eine schwarzviolette Farbe. ist eine Varietät der Edlen Weinrebe (Vitis vinifera). Sie besitzt zwittrige Blüten und ist somit selbstfruchtend. Beim Weinbau wird der ökonomische Nachteil vermieden, keinen Ertrag liefernde, männliche Pflanzen anbauen zu müssen.

José Vouillamoz, ein Biologe aus der Schweiz, wies nach, dass die Rebsorte Sangiovese aus einer spontanen Kreuzung der Sorten Ciliegiolo x Calabre Montenuovo entstand.

Siehe auch den Artikel Weinbau in Italien sowie die Liste der Rebsorten.

Synonyme: Aleatico di Spagna, Ciliegino, Ciliegiolo di Spagna, Ciliegiuolo, Ciriegiuolo Dolce

Weblinks

Literatur

  •  Pierre Galet: Dictionnaire encyclopédique des cépages. 1. Auflage. Hachette Livre, 2000, ISBN 2-0123633-18.
  •  Jancis Robinson: Das Oxford Weinlexikon, 3. überarbeitete Ausgabe. 1. Auflage. Gräfe und Unzer Verlag, München, 2007, ISBN 978-3-8338-0691-9.

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