Erbsenbein


Zeichnung des linken Erbsensbeins mit Darstellung der Gelenkfläche, die mit dem Dreiecksbein in gelenkiger Verbindung steht.
Handgelenk (schematisch):
A–H = Handwurzelknochen
  • A Kahnbein (Os scaphoideum)
  • B Mondbein (Os lunatum)
  • C Dreiecksbein (Os triquetrum)
  • D Erbsenbein (Os pisiforme)
  • E Großes Vieleckbein (Os trapezium)
  • F Kleines Vieleckbein (Os trapezoideum)
  • G Kopfbein (Os capitatum)
  • H Hakenbein (Os hamatum)
  • 1 Speiche (Radius)
    2 Elle (Ulna)
    3 Mittelhandknochen (Ossa metacarpalia)

    Das rundliche Erbsenbein (lat. Os pisiforme, auch Os carpi accessorium von „zusätzlicher Handwurzelknochen“) ist der kleinste der acht Handwurzelknochen der Wirbeltiere und gehört der körpernahen (proximalen) Reihe dieser kurzen Knochen an.

    Es befindet sich ganz seitlich (lateral) sowie körperfern (distal) der Elle (Ulna). Am körpernahen Ende des Kleinfingerballens ist das Erbsenbein von außen gut durch die Haut tastbar und bei den Drehbewegungen des Unterarmes (Pronation und Supination) lässt es sich auf dem Dreiecksbein (Os triquetrum), mit dem es auf der Handrückseite (dorsal) eine gelenkige Verbindung eingeht, hin und her bewegen. Das Erbsenbein ist in die Sehne des Musculus flexor carpi ulnaris eingebettet und gehört damit zu den so genannten Sesambeinen.


    Quellen

    • J. Fanghänel (Hrsg.): Waldeyer Anatomie des Menschen. de Gruyter 2003, 17. Auflage, S. 666 ff. ISBN 3-11-016561-9
    • W. Platzer: Taschenatlas der Anatomie, Band 1 - Bewegungsapparat. Thieme Verlag, Stuttgart 2005, S. 126. ISBN 3-13-492009-3
    • Hermann Voss, Robert Herrlinger: Taschenbuch der Anatomie, Band 1 - Einführung in die Anatomie, Bewegungsapparat. Gustav Fischer Verlag, Stuttgart 1963, 12. Auflage, S. 55 ff.