George Henry Hamilton Tate

George Henry Hamilton Tate (* 30. April 1894 in London, England; † 24. Dezember 1953 in Morristown, New Jersey) war ein US-amerikanischer Zoologe englischer Herkunft.

Leben und Wirken

1912 zog Tate mit seiner Familie von England nach New York City. Von 1912 bis 1914 arbeitete er als Telegrafist in Long Island. 1914 wurde er in die British Army einberufen. Zwischen 1918 und 1919 studierte er am Imperial College of Science and Technology in London. 1921 erhielt er eine Assistentenstelle in der Säugetierabteilung des American Museum of Natural History. Von 1921 bis 1929 nahm er an mehreren Sammelexpeditionen des Museums in Südamerika teil. 1927 erlangte er die US-amerikanische Staatsbürgerschaft. Im selben Jahr graduierte er zum Bachelor of Science und 1931 zum Master of Science an der Columbia University. 1932 wurde er Assistenzkurator, 1942 freier Kurator und 1946 Kurator am American Museum of Natural History. 1938 promovierte er an der University of Montreal zum Ph.D.. In den 1930er-Jahren und 1940er-Jahren unternahm Tate Expeditionen nach Neuguinea (1936–1937), nach Venezuela (1938), nach Westafrika (1939–1940) und nach Australien (1947–1948). 1945 und 1947 erschienen Tates bekannteste Publikationen Mammals of the Pacific World und Mammals of Eastern Asia. Zu Tates Erstbeschreibungen, von denen einige in Zusammenarbeit mit Richard Archbold verfasst wurden, zählen Paramurexia rothschildi, Micromurexia habbema, die Fettschwanz-Beutelmäuse, die Ferkelhörnchen, die Gattung Microhydromys, der Guam-Flughund und Abeomelomys sevia.

Ehrentaxa

Bassett Maguire benannte 1972 die Pflanzengattung Neotatea zu Ehren von George Henry Hamilton Tate.

Werke (Auswahl)

  • 1933: A systematic revision of the marsupial genus Marmosa
  • 1935: The taxonomy of the genera of neotropical hystricoid rodents
  • 1937: Some marsupials of New Guinea and Celebes
  • 1944: A List of the Mammals of the Japanese War Area. 3 Bände
  • 1945: Mammals of the Pacific World
  • 1947: Mammals of Eastern Asia
  • 1948: Studies in the Peramelidae (Marsupialia)
  • 1951: The Rodents of Australia and New Guinea
  • 1953: Summary of the 1948 Cape York (Australia) Expedition

Weblinks

Die News der letzten Tage

17.05.2022
Ethologie | Primatologie
Schimpansen kombinieren Rufe zu einer Vielzahl von Lautsequenzen
Verglichen mit dem menschlichen Sprachgebrauch erscheint Tierkommunikation einfach, doch unklar blieb bisher, wie sich unsere Sprache aus einem so einfachen System entwickelt haben könnte.
17.05.2022
Anatomie | Taxonomie | Paläontologie
Unbekannte Delfinarten aus dem Schweizer Mittelland identifiziert
Vor 20 Millionen Jahren schwammen Delfine dort, wo heute das Schweizer Mittelland liegt.
12.05.2022
Physiologie | Neurobiologie
Das bewusstlose Gehirn ist alles andere als stumm
Die Grosshirnrinde gilt als zentrale Hirnregion für bewusste Verarbeitung: Während einer Vollnarkose wird dieser Bereich jedoch nicht lahmgelegt.
12.05.2022
Ökologie | Insektenkunde
Was Heuschrecken fressen
Über die Nahrungsnetze pflanzenfressender Insekten ist nicht viel bekannt: Ein Team vom Biozentrum forscht nach – in Unterfranken ebenso wie in den Berchtesgadener Alpen.
12.05.2022
Mykologie | Biodiversität
Artenschutz für Pilze
Eines vorweg: Es geht nicht um die großen Speisepilze, sondern um die mikroskopisch kleinen Vertreter im Wasser.
11.05.2022
Evolution | Biochemie
Der Ursprung des Lebens: Eine neue Weltsicht
Chemiker schlagen ein neues Konzept vor, eine Mischung aus RNA-Molekülen und Peptiden brachten die Evolution hin zu komplexeren Lebensformen in Gang.
10.05.2022
Genetik
Für Weinliebhaber: Roter Riesling entstand aus Weißem Riesling
Die Erbinformation für die Riesling-Rotfärbung ist auf dem Chromosomensatz des weißbeerigen Elter "Weißer Heunisch" verortet.