Harziger Sägeblättling

Harziger Sägeblättling
Lentinus adhaerens.JPG

Harziger Sägeblättling (Lentinus adhaerens)

Systematik
Klasse: Agaricomycetes
Unterklasse: unsichere Stellung (incertae sedis)
Ordnung: Stielporlingsartige (Polyporales)
Familie: Stielporlingsverwandte (Polyporaceae)
Gattung: Sägeblättlinge (Lentinus)
Art: Harziger Sägeblättling
Wissenschaftlicher Name
Lentinus adhaerens
(Alb. & Schwein.) Fr.

Der Harzige Sägeblättling (Lentinus adhaerens) ist ein Pilz aus der Gattung der Sägeblättlinge (Lentinus).

Beschreibung

Der Harzige Sägeblättling bildet 3–6 cm breite Fruchtkörper von variabler Form, die gewölbt, gebuckelt, genabelt oder trichterförmig ausgebildet sein können. Die Hutoberfläche ist samtig-feinfilzig, mit einem zuerst bernsteinbraunem, später rötlichem, harzig-klebrigen Überzug. Die Farbe der Oberseite ist zuerst ein schmutziges Weiß, oder Hellbeige, das bei älteren Exemplaren zu nussbraun nachdunkelt. Die anfangs weißlichen später stroh- bis ledergelben Lamellen sind breit, sind am Stiel buchtig ausgerandet und laufen strichartig am Stiel herab. Die im Alter braunrandige Lamellenscheide ist feingesägt bis schartig und sondert harzige Tropfen ab. Der Stiel ist 2–5 cm lang und 0,5 bis 1,2 cm dick, er steht zentral oder etwas exzentrisch und mit einer Art „Wurzel“ im Substrat verankert, er ist feinfilzig, klebrig und blass ocker gefärbt. Das Sporenpulver ist weiß.

Lebensweise

Der Harzige Sägeblättling ist ein saprophytischer Holzbewohner, der Nadelholz in Mitteleuropa, bevorzugt Fichte und Weißtanne, besiedelt. Die Art tritt gesellig an morschen Stubben und liegenden Stämmen auf. Die Art kommt in schattigen Tannen-, Fichten-Buchen-, Fichten-Tannen- und Fichtenwäldern auf frischen, meist sauren Böden vor. Die Fruchtkörper erscheinen hauptsächlich von Juli bis Dezember, bei geeignetem Wetter auch in der übrigen Zeit.

Verbreitung

Der Harzige Sägeblättling tritt in Nordamerika, Nordafrika (in Marokko in einer nichtharzenden Variante Lentinus adhaerens var. inadhaerens gefunden) und Europa auf, er ist überall selten. In Europa ist die Art aus Süd- und Südost-, Mittel- und Westeuropa bekannt, sie kommt hier in mediterranen bis gemäßigten, subozeanischen Gebieten vor. In Deutschland ist sie vor allem in Süden verbreitet und wird nördlich des 51. Breitengrades sehr selten.

Bedeutung

Der Harzige Sägeblättling ist nicht essbar, als wirtschaftlich bedeutsamer Holzzerstörer tritt er nicht in Erscheinung.

Literatur

  • G. J. Krieglsteiner, A. Gminder: Die Großpilze Baden-Württembergs. Band 3, Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 2001, ISBN 3-8001-3536-1
  • H. E. Laux: Der große Kosmos-Pilzführer. Franckh-Kosmos-Verlags-GmbH, Stuttgart 2001, ISBN 3-440-08457-4

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