Himalaja-Eibe

Himalaja-Eibe
Systematik
Unterabteilung: Samenpflanzen (Spermatophytina)
Klasse: Coniferopsida
Ordnung: Koniferen (Coniferales)
Familie: Eibengewächse (Taxaceae)
Gattung: Eiben (Taxus)
Art: Himalaja-Eibe
Wissenschaftlicher Name
Taxus wallichiana
Zucc.

Die Himalaja-Eibe (Taxus wallichiana) ist eine in Ostasien heimische Nadelbaumart aus der Gattung der Eiben (Taxus) in der Familie der Eibengewächse (Taxaceae). Sie ist bei vielen Autoren die Unterart Taxus baccata subsp. wallichiana (Zucc.) Pilg..

Verbreitung und Standort

Die Himalaja-Eibe ist in China, Vietnam, Taiwan, Indien, Bhutan, Nepal, Laos (unsicher) und Myanmar heimisch. Die Vorkommen der drei unterschiedenen Varietäten sind nicht deckungsgleich, überlappen sich jedoch teilweise.

In China wächst sie in Höhenlagen von 100 bis 3500 Meter.

Beschreibung

Die Himalaja-Eibe wächst als immergrüner Baum und erreicht Wuchshöhen von bis zu 30 Metern bei Stammdurchmessern bis 1,3 m. Die Borke ist in der Farbtönung variabel; sie ist graubraun oder rötlich bis purpurrot und bricht in Streifen auf, die sich ablösen. Die Nadeln sind auf der Oberseite dunkelgrün, unterseits heller; sie sind 1 bis 4 cm lang und 2 bis 4 mm breit.

Die Himalaja-Eibe ist zweihäusig getrenntgeschlechtig (diözisch). Der von August bis Dezember reifende Same ist 5-8 mal 3-5 mm groß. Der den Samen umschließende Samenmantel (Arillus) wird im reifen Zustand orange bis rot.

Systematik

Innerhalb der Art werden folgende Varietäten unterschieden:

  • Taxus wallichiana var. chinensis (Pilg.) Florin: Heimat Nord-Vietnam sowie in China die Provinzen Anhui, Fujian, Gansu, Guangxi, Guizhou, Hubei, Hunan, Shaanxi, Sichuan, Yunnan und Zhejiang. Syn.: Taxus baccata var. chinensis Pilg., Taxus chinensis (Pilg.) Rehder
  • Taxus wallichiana var. mairei (Lemee & H.Lev.) L.K.Fu & Nan Li: Das Heimatgebiet sind das nordöstlichen Indien, Laos (unsicher), Myanmar, Vietnam und Taiwan sowie in China die Provinzen Anhui, Fujian, Gansu, Guangdong, Guangxi, Guizhou, Henan, Hubei, Hunan, Jiangxi, Shaanxi, Sichuan, Yunnan und Zhejiang. Syn.: sind Taxus chinensis var. mairei (Lemée & H.Lév.) W.C.Cheng & L.K.Fu, Taxus mairei Lemée & H.Lév.
  • Taxus wallichiana var. wallichiana: Heimat sind die chinesischen Provinzen Sichuan, Xizang und Yunnan sowie Bhutan, Indien, Nepal, Myanmar und Vietnam. Syn.: Taxus contorta Griff., Taxus yunnanensis W.C.Cheng & L.K.Fu

Nutzung

Die Himalaja-Eibe wird in ihrer Heimat oft zur Wiederaufforstung genutzt. Ihr Holz wird unter anderem als Bauholz, für Möbel und landwirtschaftliche Geräte verwendet.

Quellen

Weblinks

Die News der letzten Tage

22.06.2022
Bionik, Biotechnologie, Biophysik | Insektenkunde
Forschung mit Biss
Wie stark können Insekten zubeißen?
21.06.2022
Klimawandel | Meeresbiologie
Algenmatten im Mittelmeer als Zufluchtsort für viele Tiere
Marine Ökosysteme verändern sich durch den Klimawandel, auch im Mittelmeer.
21.06.2022
Taxonomie | Meeresbiologie
Korallengärten auf der „Mauretanischen Mauer“ entdeckt
Wissenschaftler*innen haben eine neue Korallenart entdeckt: Die Oktokoralle Swiftia phaeton wurde auf der weltweit größten Tiefwasserkorallenhügelkette gefunden.
20.06.2022
Genetik | Insektenkunde
Was ein Teebeutel über das Insektensterben erzählen kann
Man kennt die Szenerie aus TV-Krimis: Nach einem Verbrechen sucht die Spurensicherung der Kripo bis in den letzten Winkel eines Tatorts nach DNA des Täters.
20.06.2022
Mikrobiologie | Physiologie | Primatologie
Darmflora freilebender Assammakaken wird im Alter einzigartiger
Der Prozess ist vermutlich Teil des natürlichen Alterns und nicht auf eine veränderte Lebensweise zurückzuführen.
20.06.2022
Botanik | Evolution
Das Ergrünen des Landes
Ein Forschungsteam hat den aktuellen Forschungsstand zum Landgang der Pflanzen, der vor rund 500 Millionen Jahren stattfand, untersucht.
17.06.2022
Anatomie | Entwicklungsbiologie
Das Navi im Spermienschwanz
Nur etwa ein Dutzend der Millionen von Spermien schaffen den langen Weg durch den Eileiter bis zur Eizelle.
15.06.2022
Botanik | Klimawandel
Trotz Klimawandel: Keine Verschiebung der Baumgrenze
Die Lebensbedingungen für Wälder in Höhenlagen haben sich in den vergangenen Jahrzehnten infolge des Klimawandels signifikant verändert.