Himalaya-Tanne



Himalaya-Tanne

Himalaya-Tanne (Abies spectabilis)

Systematik
Ordnung: Koniferen (Coniferales)
Familie: Kieferngewächse (Pinaceae)
Unterfamilie: Abietoideae
Gattung: Tannen (Abies)
Sektion: Pseudopicea
Art: Himalaya-Tanne
Wissenschaftlicher Name
Abies spectabilis
(D. Don) Spach
Himalaya-Tannen vor dem Everest View Hotel bei Syangboche

Die Himalaya-Tanne (Abies spectabilis) ist ein Nadelbaum aus der Gattung der Tannen in der Familie der Kieferngewächse. Ihr Verbreitungsgebiet ist der Himalaya von Afghanistan über Kaschmir, Nordwest-Indien und Nepal bis Bhutan.

Beschreibung

Die Himalaya-Tanne ist ein bis zu 50 Meter hoher Baum mit einem Brusthöhendurchmesser von bis zu 1,5 Metern. Sie hat eine breit kegelförmige Krone, weit abstehende Äste und eine raue, schuppige Borke. Die gelblich-grauen, braunen oder rötlich braunen Zweige sind dick, gefurcht und in den Furchen behaart. Die Knospen sind rundlich und stark harzig. Die Nadeln stehen in zwei bis vier Reihen. Sie sind nach vorn und seitwärts gerichtet und mehr oder weniger V-förmig gescheitelt. Sie werden 2,5 bis 6 Zentimeter lang und 2,5 bis 3,5 Millimeter breit. Die Nadeln sind ledrig, steif, abgerundet und haben zwei Spitzen. Die Oberseite ist glänzend dunkelgrün, die Unterseite zeigt zwei breite, weiße Spaltöffnungsbänder. Die Zapfen sind zylindrisch und werden 14 bis 18 Zentimeter lang und 5 bis 6 Zentimeter breit. Sie sind zuerst violett-rötlich und im reifen Zustand braun. Die Schuppen werden 1,5 bis 2 Zentimeter breit, die Deckschuppen sind verborgen. Die Samen werden etwa 1 Zentimeter lang und haben einen breit keilförmigen Flügel.[1][2]

Verbreitung und Ökologie

Das natürliche Verbreitungsgebiet der Himalaya-Tanne ist der Himalaya, man findet sie dort von Afghanistan über Kaschmir, Nordwest-Indien und Nepal bis Bhutan. Dort wächst sie in Bergwäldern auf frischen bis feuchten, sauren bis neutralen, sandig-humosen bis sandig-kiesigen oder felsigen, flachgründigen Böden an absonnigen bis lichtschattigen Standorten. Sie ist mäßig frosthart.[1] Man findet sie in Höhen von 2600 bis 3800 Meter[2] zusammen mit verschiedenen Rhododendron-Arten und mit der Himalaya-Birke (Betula utilis).[3]

In der Roten Liste der IUCN wird die Himalaya-Tanne als nicht gefährdet („Lower Risk/least concern“) geführt. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass eine neuerliche Überprüfung der Gefährdung nötig ist.[4]

Systematik und Forschungsgeschichte

Die Himalaya-Tanne (Abies spectabilis) ist eine Art aus der Gattung der Tannen (Abies) aus der Familie der Kieferngewächse (Pinaceae). Sie wird der Sektion Pseudopicea zugeordnet.[5] Sie wurde von David Don 1824 unter dem Basionym Pinus spectabilis erstbeschrieben[6], bevor sie von Édouard Spach 1841 der Gattung Abies zugeordnet wurde. Weitere Synonyme sind Abies webbiana Lindl. und Pinus webbiana Wall. ex Lamb..[5]

Verwendung

Die Himalaya-Tanne wird sehr selten wegen ihres Holzes genutzt.[1]

Nachweise

Literatur

  • Roloff, Bärtels: Flora der Gehölze. Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2008, ISBN 978-3-8001-5614-6, S. 714.

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 Roloff et al.: Flora der Gehölze, S. 714
  2. 2,0 2,1 Liguo Fu, Nan Li, Thomas S. Elias, Robert R. Mill: Abies spectabilis. In:
  3. Christopher J. Earle: Abies spectabilis. In: The Gymnosperm Database. Abgerufen am 9. Januar 2011 (englisch).
  4. Abies spectabilis in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2010. Eingestellt von: Conifer Specialist Group, 1998. Abgerufen am 9. Januar 2011.
  5. 5,0 5,1 Abies spectabilis. In: Germplasm Resources Information Network (GRIN). United States Department of Agriculture, abgerufen am 9. Januar 2011 (englisch).
  6. Pinus spectabilis. In: Germplasm Resources Information Network (GRIN). United States Department of Agriculture, abgerufen am 9. Januar 2011 (englisch).

Weblinks

Commons: Himalaya-Tanne – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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