Kleines Schönschnabelmoos



Kleines Schönschnabelmoos

Kleines Schönschnabelmoos (Oxyrrhynchium hians)

Systematik
Klasse: Bryopsida
Unterklasse: Bryidae
Ordnung: Hypnales
Familie: Brachytheciaceae
Gattung: Oxyrrhynchium
Art: Kleines Schönschnabelmoos
Wissenschaftlicher Name
Oxyrrhynchium hians
(Hedw.) Loeske

Das Kleine Schönschnabelmoos (Oxyrrhynchium hians, Syn.: Eurhynchium hians (Hedw.) Sande Lac.) ist eine sehr variable, diözische Laubmoos-Art aus der Familie Brachytheciaceae, die in kräftigen, gelbgrünen Rasen wächst.

Merkmale

Das pleurokarpe Laubmoos bildet kriechende Stämmchen aus, die locker bis dicht, verflacht bis schraubig beblättert sind. Seine abstehenden bis locker dachziegelartig anliegenden Blätter sind eilanzettlich geformt, allmählich zugespitzt, nur wenig herablaufend und um 1 mm lang. Der Blattrand ist gesägt oder gezähnt. Die kräftig ausgebildete Mittelrippe erreicht etwa 3/4 der Blattlänge und tritt an der Blattbasis als Dorn aus. Die Laminazellen sind rhombisch bis linealisch geformt. An der Blattbasis sind die rechteckig geformten, dickwandigen, getüpfelten Blattflügelzellen deutlich abgesetzt.

Vorkommen

Das Moos besiedelt nährstoffreiche, mäßig trockene bis feuchte, basenreiche, kalkarme oder -reiche, sonnige bis schattige Standorte. Es wächst auf Erde, selten auf Gestein oder an Baumbasen. Es ist ein häufiges Moos, welches besonders auf Wiesen und an Wegrändern vorkommt. Das Moos ist in fast der gesamten Nordhemisphäre verbreitet. Es fehlt nur in Nordamerika.

Blattform, Vergrößerung: etwa 40x

Literatur

  • Martin Nebel, Georg Philippi (Hrsg.): Die Moose Baden-Württembergs. Band 2: Spezieller Teil, (Bryophytina II, Schistostegales bis Hypnobryales). Ulmer, Stuttgart 2001, ISBN 3-8001-3530-2.
  • Jan-Peter Frahm, Wolfgang Frey: Moosflora (= UTB. 1250). 4., neubearbeitete und erweiterte Auflage. Ulmer, Stuttgart 2004, ISBN 3-8252-1250-5.

Weblinks

Commons: Eurhynchium hians – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

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