Moringa ovalifolia

Moringa ovalifolia
Moringa ovalifolia

Moringa ovalifolia

Systematik
Rosiden
Eurosiden II
Ordnung: Kreuzblütlerartige (Brassicales)
Familie: Bennussgewächse (Moringaceae)
Gattung: Moringa
Art: Moringa ovalifolia
Wissenschaftlicher Name
Moringa ovalifolia
Dint. & A.Berger 1914
Moringa ovalifolia im "Märchenwald"

Moringa ovalifolia ist eine Pflanzenart in der Gattung Moringa aus der monogenerischen Familie der Bennussgewächse (Moringaceae). Der botanische Name bezieht sich auf die ovalen Teilblätter der Art.

Beschreibung

Moringa ovalifolia ist ein Baum von 2 bis 6 m Höhe. Der sukkulente, stark angeschwollene und weichholzige (pachycaule) Stamm erreicht einen Durchmesser von 1 m, der sich flaschenförmig nach oben verjüngt ("Flaschenbaum"). Seine Rinde ist glatt und blassgrau. Jedes Laubblatt ist zweifach gefiedert mit fünf bis sieben Fiederpaaren und sieben bis neun Paaren von Teilblättern je Fieder. Bei 2–5 x 1,4–4 cm großen Teilblättern ist die gesamte Blattstruktur etwa 50–80 x 40–60 cm groß. Die knapp 1 cm lang gestielten Teilblätter sind mit herzförmigen Basen oval, auf der Oberseite kahl, auf der Unterseite filzig behaart. Die Nebenblätter bilden 3 mm lange, sichelförmige Drüsen.

Der Blütenstand ist eine etwa 40 bis 50 cm lange Rispe. Die nur schwach zygomorphen Blüten sind kurz (2 mm) gestielt. Die Kelchblätter sind kronblattartig, etwa 4 x 1 mm groß und weiß mit grünen Basen. Die weißen Kronblätter sind 4–6,5 mm lang. Abwechselnd mit den fünf Staubblättern stehen fünf Staminodien. Wie typisch in Sektion Donaldsonia ist der Blütenbecher kurz tassenförmig und der Fruchtknoten oberständig. Die hängenden, dreikantigen Kapselfrüchte sind etwa 20–25 x 2–2,5 cm groß. Ihre braunen Samen sind etwa 1 cm groß und dreiflügelig.

Verbreitung

Die Art kommt von Zentral-Namibia (Etoscha-Pfanne und Namib-Naukluft-Park) bis ins südwestliche Angola vor und hat damit ein von den anderen Arten der Gattung isoliertes Verbreitungsgebiet. Meist wächst sie in sehr felsigem Gelände und an steinigen Hängen, in Namibia im so genannten "Märchenwald" des Etoscha-Nationalparks auch in der Ebene.

Kultivierung

Die Art ist in Sukkulentensammlungen relativ häufig verbreitet. Eine aus Samen gezogene Pflanze bildet bald einen verdickten Stamm mit knolliger Wurzel und eignet sich, zu einem Bonsai erzogen zu werden.

Literatur

  • Gordon Douglas Rowley: Caudiciform and pachycaul succulents. Pachycauls, bottle-, barrel- and elephant-trees and their kin: A collector's miscellany. Strawberry Press, 1987

Weblinks

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