Nacktsandaal

Nacktsandaal
Systematik
Barschverwandte (Percomorpha)
Ordnung: Barschartige (Perciformes)
Unterordnung: Drachenfische (Trachinoidei)
Familie: Sandaale (Ammodytidae)
Gattung: Gymnammodytes
Art: Nacktsandaal
Wissenschaftlicher Name
Gymnammodytes semisquamatus
Jourdain, 1879

Der Nacktsandaal (Gymnammodytes semisquamatus) ist eine Art der Sandaale (Syngnathidae), der an den europäischen Atlantikküsten heimisch ist.

Merkmale

Der Nacktsandaal hat einen sehr langgezogenen, dünnen Körper und wird bis zu 42 Zentimeter lang. Der Kopf ist ebenfalls verlängert und besitzt eine spitze Schnauze, das oberständige Maul ist unbezahnt. Der Rücken und die Flanken sind grün bis goldfarben, die Bauchseite silbrig gefärbt. Am Kopf befindet sich zudem ein dunkler Fleck. Namensgebend ist der schuppenlose Vorderkörper der Fische.

Die lange Rückenflosse besitzt 56 bis 59 weiche und unterschiedlich lange Flossenstrahlen, wodurch die freie Kante wellenförmig ist. Die Afterflosse besteht aus 28 bis 32 Flossenstrahlen.

Verbreitung

Der Nacktsandaal lebt an den Küsten des östlichen Atlantischen Ozeans von Nordnorwegen bis Portugal sowie der Nordsee.

Lebensweise

Die Fische leben im Bereich des Kontinentalschelfs in Tiefen von 20 bis 200 Metern. Dabei bevorzugen sie sandige Bodengründe mit hohem Anteil an Geröll und Muschelbänken. Sie ernähren sich vor allem von Zooplankton und Jungfischen. Bei Gefahr graben sich die Tiere im Sand ein. Von März bis August laichen die Rogner im Bereich der Geröll- und Muschelflächen.

Systematik

Der Nacktsandaal ist eine von drei Arten der Gattung Gymnammodytes[1] innerhalb der Sandaale (Ammodytidae).

Belege

Einzelnachweise

  1. Nach ITIS

Literatur

Weblinks

Diese Artikel könnten dir auch gefallen

Die News der letzten 7 Tage

21.06.2021
Neurobiologie
Wählerische Nervenzellen
Der visuelle Thalamus ist klassischerweise dafür bekannt, die von der Netzhaut kommenden visuellen Reize an die Großhirnrinde weiterzuleiten.
21.06.2021
Botanik | Genetik | Klimawandel
Gene für Dürreresistenz in Buchen: Hitzesommer überleben oder austrocknen?
Forscherinnen identifizieren Gene für Dürreresistenz in Buchen, aber nicht jeder Baum hat das genetische Rüstzeug für einen Klimawandel.
21.06.2021
Anthropologie | Neurobiologie
Mimik-Erkennung: Warum das Gehirn dem Computer (noch) überlegen ist
Die Corona-Maskenpflicht macht uns derzeit bewusst: Mimik ist eines unserer wichtigsten Kommunikationssignale.
20.06.2021
Physiologie | Paläontologie
Kleiner Elefant hörte tiefe Töne
Der ausgestorbene Zwergelefant Palaeoloxodon tiliensis von der griechischen Insel Tilos besaß offenbar ein ähnliches Hörspektrum wie seine großen, heute lebenden Verwandten.
20.06.2021
Biodiversität | Insektenkunde
In Deutschland Gewinner und Verlierer: Libellen
In den letzten 35 Jahres hat sich die Verteilung der Libellenarten in Deutschland stark verändert.
18.06.2021
Ethologie | Insektenkunde
Die komplexe Organisation einer Ameisenkolonie
Eine vom Schweizerischen Nationalfonds unterstützte Studie über räuberische Ameisen erklärt, wie kleine Unterschiede zwischen Einzeltieren die kollektive Organisation der Kolonie verändern.
18.06.2021
Ethologie | Primatologie
Schimpansen-Waisen erholen sich vom Verlust der Mutter
Chronischer Stress könnte ein Grund dafür sein, warum manche Tierwaisen eine kürzere Lebenserwartung haben und weniger Nachkommen bekommen.
18.06.2021
Ökologie | Insektenkunde
Stickstoffüberschuss gefährdet Schmetterlinge
Stickstoff aus Landwirtschaft, Verkehrsabgasen und Industrie bringt Schmetterlinge in der Schweiz in Bedrängnis.
18.06.2021
Insektenkunde | Entwicklungsbiologie
Steinfliegen: Jugend beeinflusst Erwachsenenleben
Die Metamorphose führt bei Insekten meist zu völlig verschieden aussehenden Larven- und Erwachsenenstadien: Schmetterlinge unterscheiden sich etwa drastisch von ihren Jungstadien, den Raupen.
18.06.2021
Ökologie | Vogelkunde
Dramatische Veränderung der Brutvogelgemeinschaft
Im Bonner Stadtteil Dottendorf hat die Zahl der Brutvogelarten in den vergangenen 50 Jahren deutlich abgenommen.
16.06.2021
Genetik
Genome aus ihren Puzzleteilen wieder zusammensetzen
Ein Forscherteam des Friedrich-Miescher-Labors für biologische Arbeitsgruppen hat eine neue Methode zur DNA-Sequenzierung entwickelt, die schnelles und effizientes Aufspüren von genetischer Information ermöglicht.
16.06.2021
Ökologie | Land-, Forst- und Viehwirtschaft
Kleingewässer in Agrarlandschaften stark mit Pestiziden belastet
Pestizide sichern die Erträge in der Landwirtschaft, indem sie schädliche Insekten, Pilze und Unkräuter bekämpfen.