PAS-Reaktion

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PAS-gefärbtes Präparat eines Siegelringkarzinom des Magens
PAS-gefärbtes Präparat einer Kandidose der Speiseröhre

Die PAS-Reaktion (Abk. für engl. Periodic acid-Schiff reaction) oder inkorrekt PAS-Färbung ist eine häufig eingesetzte Färbetechnik in der Histologie. Es kommt dabei zur Anfärbung von Glykogen, Cellulose, neutralen Mukopolysacchariden, Muko- und Glykoproteiden sowie Glykolipiden. Diese Substanzen sind beispielsweise in Bindegewebsfasern (Kollagen), Basalmembranen, Zellwänden (Glykokalix) und in neutralen Schleimen (Magenschleim) zu finden. Glykogenreiche Zellen findet man z. B. in der Leber und in Muskelgewebe. In der Dermatologie dient sie dazu PAS-positive Mikroorganismen (Pilze) als Krankheitserreger in der Haut nachzuweisen.

Prinzip

Durch die Periodsäure, einem starken Oxidationsmittel, werden unsubstituierte Glycolgruppen zu zwei benachbarten Aldehydgruppen oxidiert. Das Schiffsche Reagenz enthält fuchsinschwefelige Säure (farblos). Durch Bindung an die Aldehydgruppen kommt es zu einem molekularen Umbau und die chromogene Eigenschaft entsteht – deutlich erkennbar an der magenta-roten Farbe. Im nachfolgenden Schritt wird überschüssige fuchsinschwefelige Säure durch die Sulfitspülung differenziert, entfernt und die Farbe stabilisiert. Als kontrastreiche Kernfärbung wird Hämalaun (blaue Kerne) oder Van Gieson (VG) eingesetzt.

Färbeergebnis

  • Neutrale Mucopolysaccharide: magenta-rot bis pink
  • Zellkerne: blauviolett
  • Cytoplasma: zart rosa, RNA-reiches Zytoplasma bläulicher

Quellen

  • PAS-Reaktion im Roche-Lexikon (zur Verfügung gestellt von der Techniker-Krankenkasse)
  • von www.imedo.de (aus: "Lexikon der Medizin", 16., neubearbeitete Auflage (September 2005), Zetkin/Schaldach; Sonderauflage: Fackelträger Vertrag GmbH

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