Papuaatzel

Papuaatzel
Papuaatzel (Mino dumontii)

Papuaatzel (Mino dumontii)

Systematik
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
Unterordnung: Singvögel (Passeres)
Familie: Stare (Sturnidae)
Unterfamilie: Sturninae
Gattung: Mino
Art: Papuaatzel
Wissenschaftlicher Name
Mino dumontii
(Lesson, 1827)

Die Papuaatzel (Mino dumontii) ist ein Singvogel aus der Familie der Stare.

Merkmale

Dieser Star ähnelt auf den ersten Blick dem Beo, ist jedoch relativ einfach von diesem zu unterscheiden. So fehlt ihr der für Beos typische Hautlappen im Kopfbereich. Stattdessen besitzt sie auffällige, leuchtend gelbe Flecken rund um die schwarzgefärbten Augen. Die Haut dieser Augenflecken ist mit einer Orangenschale vergleichbar. Das Gefieder ist größtenteils schwarz mit einem metallischen Glanz. Der Bürzel ist gelb und die Schwanzdecken sind weiß gefiedert. Der spitze Schnabel und die Beine sind orange. Die Papuaatzel kann eine Länge von bis zu 29 cm erreichen. Die Geschlechter sind äußerlich nicht zu unterscheiden.

Vorkommen

Die Heimat der Papuaatzel umfasst Neuguinea, den Bismarck-Archipel und die Salomonen. Dort bewohnt sie vor allem tropische Regenwälder und Mangroven.

Verhalten

Wie die meisten Starenvögel lebt die Papuaatzel sehr gesellig und lebt paarweise oder in Gruppen. Sie ist ein Allesfresser, auf deren Speiseplan hauptsächlich Früchte und Insekten zu finden sind. Die Nahrungssuche erfolg sowohl auf dem Boden als auch im Geäst der Bäume.

Fortpflanzung

Über das Brutverhalten der Papuatzel in freier Wildbahn ist wenig bekannt. In Gefangenschaft brüten sie meist mehrmals jährlich und scheinen dabei an keine feste Fortpflanzungszeit gebunden zu sein. Sie nisten, wie die meisten ihrer Verwandten, in Baumhöhlen oder aufgestellten Nistkästen, die sie mit trockenem Gras, Holzstücken und Blättern auspolstern. Das Gelege besteht aus zwei bis vier Eiern, die etwa 14 Tage lang bebrütet werden. Das Weibchen übernimmt dabei den größten Teil der Brutarbeit. Die Jungvögel sind nach dem Schlupf nackt und blind. Sie werden von beiden Altvögeln gefüttert bis sie nach etwa vier Wochen die Flugfähigkeit erreichen und das Nest verlassen können.

Mensch und Papuaatzel

Die Papuatzel ist in ihrem Verbreitungsgebiet noch ziemlich häufig und wird daher von der IUCN als nicht gefährdet (least concern) geführt. Sie wird zwar für die Liebhaberhaltung exportiert, jedoch bei weitem nicht so häufig wie der Beo. Man findet sie gelegentlich in zoologischen Gärten und Vogelparks, jedoch seltener in Privathaltung. Da sie als Weichfresser einen recht dünnflüssigen Kot ausscheidet und zudem laute Rufe von sich gibt, ist sie für die Wohnungshaltung nur sehr bedingt geeignet.

Literatur

Weblinks

 Commons: Papuaatzel (Mino dumontii) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Vorlage:Commonscat/WikiData/Difference

Diese Artikel könnten dir auch gefallen

Die News der letzten 7 Tage

04.08.2021
Anthropologie | Toxikologie | Land-, Forst- und Viehwirtschaft
Mehr Vielfalt auf unseren Tellern und Feldern
Als Beitrag zur Nahrungsmittelsicherheit und -vielfalt in Subsahara Afrika soll ein dort vorkommendes vitamin- und mineralstoffreiches Blattgemüse in Kultur genommen werden.
04.08.2021
Ökologie | Klimawandel
Tauender Permafrost lässt Methan aus der Tiefe entweichen
In einer Studie haben Geologen die räumliche und zeitliche Verteilung der Methankonzentration in der Luft Nordsibiriens mit geologischen Karten verglichen.
04.08.2021
Anthropologie | Physiologie
Der Knick in der Optik
Wenn Menschen ein Objekt fixieren, kommt sein Bild nicht an der Stelle der Netzhaut zu liegen, an der die Zellen am dichtesten sind.
03.08.2021
Mikrobiologie | Evolution | Video
Zunehmend längere Tage: Wie der Sauerstoff auf die Erde kam
Das heutige Leben auf der Erde ist ohne Sauerstoff unvorstellbar.
03.08.2021
Bionik, Biotechnologie, Biophysik | Land-, Forst- und Viehwirtschaft
Eine Alternative zum Fischfang
Schon heute gelten rund 90 Prozent aller Fischbestände als maximal befischt oder überfischt, doch angesichts der wachsenden Weltbevölkerung sind immer mehr Menschen auf Fisch als Proteinquelle angewiesen.
03.08.2021
Evolution | Insektenkunde
Die Evolution der Wandelnden Blätter
Ein internationales Forschungsteam hat die Evolution der Wandelnden Blätter untersucht: Wandelnde Blätter gehören zu den Stab- und Gespenstschrecken, die anders als ihre etwa 3000 astförmigen Verwandten keine Zweige imitieren.
02.08.2021
Biodiversität | Insektenkunde
Verlust der Gefleckten Schnarrschrecke
Eine Senckenberg-Wissenschaftlerin hat mit einem internationalen Team das Verschwinden der Gefleckten Schnarrschrecke in Europa untersucht.
02.08.2021
Mikrobiologie | Ökologie | Virologie
Nahrungskette in der Dunkelheit
Die Entdeckung ist bahnbrechend: Im Untergrund unseres Planeten leben bisher unbekannte Viren, sie befallen einzellige Mikroorganismen, die sogenannten Altiarchaeen.
02.08.2021
Bionik, Biotechnologie und Biophysik | Entwicklungsbiologie | Video
Drei weitere Embryonen des Nördlichen Breitmaulnashorns
In einem weiteren Schritt zur Rettung des Nördlichen Breitmaulnashorns hat das BMBF-geförderte BioRescue-Konsortium von internationalen Organisationen aus Wissenschaft und Artenschutz drei weitere Embryonen des Nördlichen Breitmaulnashorns erzeugt.
02.08.2021
Physiologie | Neurobiologie | Biochemie
Energie für eine ungestörte Ruhe
Ein Hormon sorgt bei der Taufliege Drosophila für ein Gleichgewicht zwischen Ruhe und Aktivität.
02.08.2021
Physiologie | Ökologie | Vogelkunde | Insektenkunde
Viel Licht, wenig Orientierung
Lichtverschmutzung erschwert Mistkäfern die Orientierung im Gelände. Das dürfte auch auf andere nachtaktive Insekten und Vögel zutreffen, vermutet ein internationales Forschungsteam.
02.08.2021
Physiologie | Neurobiologie
Die komplexe Aufgabe Kurs zu halten
Mit verbundenen Augen geradeaus zu laufen, ist ein schwieriges Unterfangen: Meist endet es darin, dass wir im Kreis laufen.
31.07.2021
Ökologie | Neobiota
Teure Invasoren
Wissenschaftlerinnen haben die durch invasive Arten entstandenen Kosten in Europa und Deutschland untersucht.
31.07.2021
Anthropologie | Neurobiologie
Lernpausen sind gut fürs Gedächtnis
Wir können uns Dinge länger merken, wenn wir während des Lernens Pausen einlegen.
31.07.2021
Botanik | Immunologie | Parasitologie
Eichenwälder widerstandsfähiger machen
Kahlgefressene Eichen sind ein Bild, das in den letzten Jahren immer wieder zu sehen war. Verursacher sind häufig die massenhaft auftretenden Raupen des Eichenwicklers.
29.07.2021
Ökologie | Toxikologie
Wasser blau – Badestrand grün
Viele klare Seen der Welt sind von einem neuen Phänomen betroffen: In Ufernähe, wo Menschen spielen oder schwimmen, ist der Seeboden mit grünen Algenteppichen bedeckt.
29.07.2021
Anatomie | Paläontologie
Patagonischer Langhalssaurier neu beleuchtet
Ein Team der Bayerischen Staatssammlung für Paläontologie und Geologie (SNSB-BSPG) untersuchte im Rahmen einer Neubeschreibung die Überreste des Langhalssauriers Patagosaurus fariasi (175 Mio Jahre) aus Argentinien.
29.07.2021
Anthropologie | Virologie | Bionik, Biotechnologie, Biophysik
Hochwirksame und stabile Nanobodies stoppen SARS-CoV-2
Ein Forscherteam hat Mini-Antikörper entwickelt, die das Coronavirus SARS-CoV-2 und dessen gefährliche neue Varianten effizient ausschalten.
29.07.2021
Zytologie | Biochemie
Pflanzen haben ein molekulares „Gedächtnis“
Wie eine Pflanze wächst, hängt einerseits von ihrem genetischen Bauplan ab, zum anderen aber davon, wie die Umwelt molekulare und physiologische Prozesse beeinflusst.
29.07.2021
Ökologie | Bionik, Biotechnologie, Biophysik | Meeresbiologie
Forschungsfahrt: Hydrothermale Wolken in der Nähe der Azoren
Sie entstehen, wenn von glühendem Magma aufgeheizte Lösungen aus der Erdkruste in der Tiefsee austreten und auf kaltes Meerwasser treffen: Hydrothermale Wolken stecken voller Leben, sie versorgen die Ozeane mit Nährstoffen und Metallen.