Pekannuss


Pekannuss

Pekannussbaum (Carya illinoinensis)

Systematik
Rosiden
Eurosiden I
Ordnung: Buchenartige (Fagales)
Familie: Walnussgewächse (Juglandaceae)
Gattung: Hickory (Carya)
Art: Pekannuss
Wissenschaftlicher Name
Carya illinoinensis
(Wangenh.) K. Koch

Der Pekannussbaum (Carya illinoinensis; Syn.: Carya illinoensis (Wangenh.) K. Koch, orth. var., Carya oliviformis (Michx.) Nutt., Hicoria pecan (Marsh.) Britt., Carya pecan (Marsh.) Engl. et Graebn. non (Walt.) Nutt) ist eine nordamerikanische Baumart aus der Familie der Walnussgewächse (Juglandaceae), die die gleichnamigen Früchte liefert. Eine andere Schreibweise ist Pecannussbaum.[1]

Beschreibung

Der Baum wird ca. 30 Meter hoch und entwickelt eine sehr große ausladende Krone. Der Stamm ist tief gefurcht und hellbraun bis grau.

Die getrenntgeschlechtlichen Blüten erscheinen in der Zeit von April bis Mai. Carya illinoinenis ist einhäusig, die Blüten finden sich als weibliche und männliche Kätzchen auf derselben Pflanze. Die meisten Sorten der Pekannuss sind allerdings wegen Dichogamie selbst unfruchtbar, so dass für eine erfolgreiche Bestäubung und Fruchtbildung zwei oder mehr Pflanzen notwendig sind. Carya illinoinensis ist ein Windblütler, exzessive Regenfälle während der Blütezeit können die Bestäubung verhindern.

Die Oberfläche des Kerns ist glatt und hellbraun. Die Nuss lässt sich ohne Nussknacker öffnen, da die Schale sehr dünn ist, und schmeckt leicht süßlich.

Vorkommen

Hauptverbreitungsgebiet von Carya illinoinensis[2]

Das natürliche Verbreitungsgebiet ist das südliche und zentrale Nordamerika. In den Vereinigten Staaten umfasst das Verbreitungsgebiet in etwa das Einzugsgebiet des Mississippi. Im Norden werden dabei die Bundesstaaten Ohio und Iowa tangiert, im Osten Virginia, Georgia und Florida, im Westen New Mexico. In Mexiko umfasst das Vorkommen die mexikanischen Bundesstaaten Coahuila bis nach Jalisco und Veracruz im Süden.[3][4] Außerhalb Nordamerikas werden heute Pekannussbäume auf Hawaii, in Australien, Brasilien, China, Israel, Peru und Südafrika kultiviert.

Sorten

Aufgrund seiner geschätzten Nüsse ist Carya illinoinensis Gegenstand züchterischer Bemühungen geworden, so dass es mittlerweile sehr viele Sorten gibt, die in der Regel durch Veredelung vermehrt werden. Diese unterscheiden sich von der Wildform zum einen in einem früheren Beginn der Blüte und höhere Erträge bei größeren Nüssen.

Zudem wurden seit Mitte der 1970er Jahre (aus Bäumen der nördlicheren Verbreitungsgebiete von Carya illinoiensis im Norden der USA und im Süden Kanadas) Sorten ausgelesen, die auch in kürzeren Wachstumsperioden Nüsse tragen – meist bleiben diese jedoch kleiner. Diese Sorten werden als „Northern Pecan“, zum Teil auch als „Far Northern Pecan“ bezeichnet.

Sonstiges

Die Pekannuss ist der offizielle Staatsbaum des US-Bundesstaates Texas. Seit 1996 wird in den USA jeweils am 16. April der „Tag der Pekannuss“ (National Pecan Day) begangen.[5]

Literatur

  • Encke/Buchheim/Seybold: Zander, Handwörterbuch der Pflanzennamen, 15. Auflage, ISBN 3-8001-5072-7

Einzelnachweise

  1. Duden: Pekannuss
  2. Digital Representations of Tree Species Range Maps from "Atlas of United States Trees" by Elbert L. Little, Jr. (and other publications). U.S. Department of Agriculture, Forest Service, abgerufen am 10. Oktober 2012 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 149: attempt to index field 'data' (a nil value)).
  3. Carya illinoinensis (Wangenh.) K. Koch, Germplasm Resources Information Network. United States Department of Agriculture, 29. Oktober 2007, abgerufen am 10. Oktober 2012 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 149: attempt to index field 'data' (a nil value)).
  4. Flora of North America: Carya illinoinensis. Abgerufen am 10. Oktober 2012 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 149: attempt to index field 'data' (a nil value)).
  5. Timo Lokoschat: Es wird eng im Kalender. 365 kuriose Gedenk- und Feiertage. Sanssouci Verlag. S. 65 ISBN 978-3-8363-0218-0

Weblinks

Commons: Carya illinoinensis – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Die News der letzten Tage

06.02.2023
Anthropologie | Neurobiologie | Zytologie
Schlafentzug beeinflusst kognitive Leistung
Wer schon mal eine Nacht schlecht oder gar nicht geschlafen hat, weiß, wie sehr sich der Schlafmangel auf die Konzentration am nächsten Tag auswirken kann.
06.02.2023
Land-, Forst-, Fisch- und Viehwirtschaft | Mikrobiologie | Mykologie | Parasitologie
Pflanzenschutzmittel aus bakteriellem Naturstoff: Viele Grüße von Keanu Reeves
Bakterien der Gattung Pseudomonas produzieren einen stark antimikrobiellen Naturstoff, das haben Forschende des Leibniz-Instituts für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie entdeckt.
02.02.2023
Insektenkunde | Mykologie | Parasitologie
Ameisen: Wie Keime die Abwehr ihrer Wirte umgehen
In einer Gruppe pflegen Ameisen erkrankte Individuen und erschweren mit kollektiven Hygienemaßnahmen die Verbreitung von Krankheitserregern.
02.02.2023
Anthropologie | Physiologie
Beeinflussen Bildschirme unseren Biorhythmus?
Der Vorteil technischer Geräte liegt auf der Hand: Zeitersparnis und Komfort, doch manche dieser Geräte und damit verbundene Verhaltensweisen wirken noch ganz anders auf uns, denn sie können unsere inneren Uhren beeinflussen.
02.02.2023
Anthropologie | Ökologie | Paläontologie
Erster Beweis für Elefantenjagd durch den frühen Neandertaler
Untersuchung von Funden in Neumark-Nord bei Halle erbringen den ersten eindeutigen Beweis für die Jagd von Elefanten in der menschlichen Evolution und neue Erkenntnisse über die Lebensweise der Neandertaler.
02.02.2023
Biochemie | Neurobiologie
Untersuchung von Prozessen im Kleinhirn
An verschiedenen Erkrankungen, die das motorische Lernen betreffen, sind Prozesse im Kleinhirn beteiligt.
01.02.2023
Biodiversität | Land-, Forst-, Fisch- und Viehwirtschaft | Ökologie
Wovon die Widerstandskraft von Savannen abhängt
Extreme klimatische Ereignisse gefährden zunehmend Savannen weltweit.
01.02.2023
Biochemie | Mikrobiologie
Proteinvielfalt in Bakterien
Als Proteinfabrik der Zelle hat das Ribosom die Aufgabe, bestimmte Teile der mRNA in ein Eiweiß zu übersetzen: Um zu erkennen, wo es damit anfangen und wieder aufhören muss, braucht es so genannte Start- und Stopcodons.
30.01.2023
Ökologie | Physiologie
Ernährungsumstellung: Die Kreativität der fleischfressenden Pflanzen
In tropischen Gebirgen nimmt die Zahl der Insekten mit zunehmender Höhe ab.