Rezeptoraktivität-modifizierende Proteine

Rezeptoraktivität-modifizierende Proteine (Receptor activity-modifying proteins, kurz RAMPs) sind Proteine, die durch Dimerisierung mit einem G-Protein-gekoppelten Rezeptor seine Konformation und somit seinen zellulären Transport steuern. Derzeit sind fünf verschiedene Rezeptoraktivität-modifizierende Proteine bekannt: RAMP1, RAMP2, RAMP3, RAMP4 und RAMP5.

Durch ihre Anbindung kann jedoch nicht nur ein Transport des Rezeptors zur Zellmembran erreicht werden, sondern auch die Funktion des Rezeptors selbst moduliert werden. Ein Beispiel dafür ist der Calcitonin-Rezeptor-ähnliche Rezeptor (calcitonin receptor-like receptor), der in Gegenwart von RAMP1 als Rezeptor für das Calcitonin Gene-Related Peptide (Calcitonin-Gene-Related-Peptide-Rezeptor) und in Anwesenheit von RAMP2 als Rezeptor für Adrenomedullin (Adrenomedullinrezeptor) fungiert.

Diese Artikel könnten dir auch gefallen

Die News der letzten 7 Tage

06.05.2021
Anthropologie | Ethologie
Ältestes menschliches Begräbnis in Afrika
Eine neue Studie berichtet über die älteste bekannte Bestattung eines modernen Menschen in Afrika.
05.05.2021
Ethologie | Evolution
Verhaltensänderungen beim Eis-Essen
Wie Lernen und Evolution zusammenhängen, erforschen die Verhaltenswissenschaften seit über 100 Jahren. Bisher ohne allgemeingültige Antwort.
04.05.2021
Botanik | Klimawandel | Biodiversität
Klimawandel: Weniger Niederschläge, weniger Pflanzenvielfalt
Wasser ist in vielen Ökosystemen der Erde ein knappes Gut und dieser Mangel dürfte sich im Zuge des Klimawandels weiter verschärfen.
04.05.2021
Biodiversität | Land-, Forst- und Viehwirtschaft
Auf der Kippe: Brasiliens Küstenregenwald
Wissenschaftler haben den Einfluss der aktuellen Landnutzung auf die Vogel- und Amphibienwelt des Atlantischen Regenwalds im südöstlichen Brasilien untersucht.