Sammelart

Als Sammelart wird die Zusammenfassung schwer unterscheidbarer „Kleinarten“ bezeichnet. In der biologischen Systematik wird für solche nahe verwandten und schwer unterscheidbaren Arten auch der Begriff Aggregat (abgekürzt: agg.) verwendet.

Die von den Systematikern angestrebte Unterteilung des Pflanzenreichs und des Tierreichs in klar voneinander unterscheidbare Arten ist oft nicht eindeutig möglich. Daher sind die Grenzen zwischen Art, Unterart und Varietät fließend und hängen oft von der persönlichen Beurteilung der diese Pflanzen- oder Tiergruppen bearbeitenden Spezialisten ab. Bei einer solch unklaren oder auch strittigen Situation können mehrere Ausprägungen von augenscheinlich nahe verwandten Individuen (gewissermaßen als Verlegenheitslösung) zu einer Sammelart zusammengefasst werden.

Beispiele hierfür sind die Formenkreise der Brombeeren (Rubus fruticosa agg.), des Niederliegenden Fingerkrauts (Potentilla anglica agg.) oder des Wasserhahnenfußes (Ranunculus aquatilis agg.).

Der Grund für die fließenden Übergänge der Formen liegt in dem stetig fortlaufenden Prozess der Artbildung, wie sie Charles Darwin beschrieben hat.


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