Sea Shepherd Conservation Society

Sea Shepherd Conservation Society
Logo
Gründung 1977
Sitz Friday Harbor, Washington
Personen

Paul Watson

Aktionsraum Global
Schwerpunkt Umweltschutz
Website www.seashepherd.org

Die Sea Shepherd Conservation Society, kurz Sea Shepherd (dt. Meereshirte), ist eine militante[1][2] Umweltschutzorganisation mit Sitz in Friday Harbor im US-Bundesstaat Washington, die sich besonders dem Schutz der Meere und dem Kampf gegen den Walfang und die Robbenjagd sowie gegen unverhältnismäßige Fischerei verschrieben hat. Sea Shepherd ist eine Stiftung und finanziert sich durch Spenden.[3] Sie ist eine Non-Profit-Organisation nach § 501(c)(3) des US-amerikanischen Einkommensteuergesetzes.

Die Stiftung wurde 1977 von Paul Watson gegründet, einem der ersten Mitglieder von Greenpeace.

Die Organisation führt in internationalen Gewässern Aktionen gegen Walfänger, Robbenjäger und japanische Delfinfänger durch und beruft sich dabei unter anderem auf die United Nations World Charter for Nature.[4] Nach eigener Auffassung übernimmt sie dabei die „Strafverfolgung“ auf hoher See, die von den eigentlich zuständigen Regierungen nicht wahrgenommen werde. Die Sea Shepherd Conservation Society legt Wert auf die Feststellung, dass bei keiner ihrer Aktionen Gewalt gegen Menschen eingesetzt wurde oder wird.

Geschichte

Datei:Sea Shepherd Logo.svg
Flagge von Sea Shepherd

Sea Shepherd wurde von Paul Watson gegründet, nachdem er die wenige Jahre zuvor gegründete Umweltschutzorganisation Greenpeace im Streit verlassen hatte. Bei einem Protest gegen die Robbenjagd 1977 auf dem Eis vor Kanadas Küste hatte Watson die erbeuteten Felle und den Knüppel eines Robbenjägers ins Wasser geworfen. Es kam daraufhin innerhalb der Organisation zum Streit um den Einsatz von Gewalt, in Folge dessen Watson Greenpeace verließ.[5]

Sea Shepherd unternimmt direkte Aktionen zum Schutz der maritimen Fauna.[1][6] Die Organisation schützt Fische wie z. B. Haie ebenso wie Robben, Delfine und Wale. Zu ihren Aktionen gehören sowohl konventionelle Proteste, als auch das vorsätzliche Versenken von unrechtmäßig fischenden Fischerbooten und Fabrikschiffen.

1978 kaufte die Sea Shepherd Conservation Society ihr erstes eigenes Schiff, einen Atlantiktrawler, der nach einem Umbau auf den Namen Sea Shepherd getauft wurde. Hiermit wurde im Juli 1979 der illegal operierende Walfänger Sierra gejagt und im Hafen von Leixões in Portugal gestellt, gerammt und schwer beschädigt. Nach Abschluss der Reparaturarbeiten an der Sierra versenkten dann am 6. Februar 1980 Sea-Shepherd-Aktivisten das Schiff im Hafen von Lissabon, das daraufhin endgültig abgewrackt wurde.[7]

Die Organisation hat nach eigenen Angaben seit 1979 zehn Walfangschiffe versenkt. Nach einer Mitteilung der Organisation habe es aber deswegen keine einzige Verurteilung von Sea Shepherd gegeben, da es sich in allen Fällen um illegal operierende Gesetzlose gehandelt habe.[8]

Sea Shepherd nimmt Treibnetze an sich und vernichtet diese. Gegen die japanische Hochseefischerei und den japanischen Walfang führt die Organisation eine intensive Medienkampagne.

Im Februar 2007 sorgte eine Aktion für Furore, bei der Sea-Shepherd-Aktivisten sechs Ein-Liter-Flaschen mit Buttersäure auf das Deck der Nisshin Maru warfen.

Am 7. März 2008 wurde Paul Watson laut eigenen Angaben während eines Zwischenfalls mit der japanischen Küstenwache von einer Kugel in die Brust getroffen. Die Kugel sei von seiner Kevlar-Weste und einem am Pullover angesteckten Abzeichen aufgehalten worden.[9]

Nach dem Untergang der Ady Gil brach deren Kapitän Peter Bethune auf ein Walfängerschiff ein und wurde von einem japanischen Gericht zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt.[10] Peter Bethune sagte im Oktober 2010 aus, dass Paul Watson die Versenkung der noch funktionsfähigen Ady Gil anordnete, um die Öffentlichkeit auf seine Seite zu ziehen.[11]

Versenkte Schiffe

Hvalur 6 und Hvalur 7 (geborgen November 1986[12]) im Hafen von Reykjavík (August 2009)

Sea Shepherd erhebt Anspruch darauf, seit 1979 zehn Walfangschiffe versenkt zu haben, und bezeichnet sich als moderne „Piraten“.[8] Die Walfänger bezichtigen Sea Shepherd hingegen des Ökoterrorismus.

Die laut Sea Shepherd versenkten Schiffe:[8]

  • 1979 – den Walfänger Sierra gerammt und versenkt vor Portugal
  • 1980 – die Walfänger Isba I und Isba II versenkt vor Vigo, Spanien
  • 1980 – die Walfänger Susan und Theresa versenkt vor Südafrika
  • 1986 – die Walfänger Hvalur 6 und Hvalur 7 versenkt in Island
  • 1992 – den Walfänger Nybrænna versenkt vor Norwegen
  • 1994 – den Walfänger Senet versenkt vor Norwegen
  • 1998 – den Walfänger Morild versenkt vor Norwegen

Erfolge

Laut Aussagen von Jun Yamashita, des stellvertretenden Leiters der Fischereibehörde, haben die Aktionen der Sea Shepherds bewirkt, dass die japanische Walfangflotte in den vergangenen Jahren unter ihrer Quote blieb:

“[…] the NGO’s actions have kept the fleet from reaching its quota the last few years.”[13]

Der japanische Minister für Landwirtschaft, Forst und Fischerei Michihiko Kano erklärte den Walfang des Jahres 2011 in den Gewässern der Antarktis für beendet. Als Grund nannte der Minister die Angriffe von Sea Shepherd,[14] die auch zur Folge hatten, dass nur 170 statt der geplanten 850 Wale gefangen werden konnten.[15]

Flotte

Sea Shepherd betreibt zur Zeit eine Flotte von fünf Schiffen: Brigitte Bardot, Bob Barker, Steve Irwin, Sam Simon und Yoshka.[16]

Die ersten Schiffe waren die Sea Shepherd (1978–1979), Sea Shepherd II (1980–1992) erworben aus den Tantiemen um die Filmrechte der Versenkung der portugiesischen Sierra, die Cleveland Amory (bis 1993), benannt nach dem gleichnamigen Tierrechtler, und die Whales Forever (1994−1995).[16] Für letzteres steuerten Deutsches Tierhilfswerk und deren Schwesterverein Europäisches Tierhilfswerk eine halbe Million Mark bei und das Schiff war mit einem Mini-Tauchboot namens Mirage ausgestattet, um Treibnetze zu zerstören und Haftminen zu platzieren.[17]

Die Farley Mowat war mit ihren 54 Metern Länge und 659 BRT das Flaggschiff der Sea Shepherd Conservation Society. Es ist ein Eisklasse-Schiff und wurde für die Hochsee gebaut. Ursprünglich wurde es von norwegischen Forschern genutzt, bis Shepherd das Schiff im August 1996 in Schottland kaufte und es nach dem kanadischen Schriftsteller Farley Mowat benannte.

Die Steve Irwin in Melbourne
Die Ady Gil (ex. Earthrace), ehemaliges Unterstützungsboot der Steve Irwin
Die Gojira (heute Brigitte Bardot) in Hobart

Im Dezember 2007 wurde das Schiff Robert Hunter in Steve Irwin umbenannt, zu Ehren des verstorbenen Dokumentarfilmers Steve Irwin.[18] Die Steve Irwin ist mit ihren 53 Metern Länge ebenfalls hochseetauglich.[19] Das Schiff wurde 1975 gebaut und diente zuvor der Scottish Fisheries Protection Agency (Fischereibehörde).

Die Sirenian war ein ehemaliges Schiff der US-Küstenwache und wurde 1955 gebaut. Im Jahre 1979 bekam das Schiff stärkere Motoren und wurde dadurch sehr schnell. Sea Shepherd erwarb es 1991 von der US-Küstenwache. Von 2000 bis 2005 wurde das Schiff im Rahmen eines Vertrags im Galapagos National Park als Patrouillenschiff eingesetzt. Noch im selben Jahr unterzeichnete Paul Watson einen Vertrag nachdem die Sirenian dort dauerhaft stationiert sein soll. Im Jahre 2006 wurde das Schiff in Yoshka umbenannt und überarbeitet.[16]

Im Jahr 2007 wurden die beiden Schiffe von Sea Shepherd (Farley Mowat und Robert Hunter) aus dem Schiffsregister von Belize und Großbritannien gestrichen.[20] Noch im gleichen Jahr erhielten die Schiffe die Flagge der Kahnawake Mohawk Nation. Seit November 2007 fahren beide Schiffe unter der niederländischen Flagge. Die Farley Mowat wurde 2008 von Kanada beschlagnahmt.[16]

Durch eine Spende konnte das Schnellboot Earthrace erworben werden. Im Oktober 2009 wurde es nach einem der Spender in Ady Gil umbenannt.[21] Die Ady Gil sank am 8. Januar 2010 nach einem Zusammenstoß mit einem japanischen Walfangschiff[22] bzw. wurde selbstversenkt.[11]

Im Dezember 2009 wurde die Flotte der Sea Shepherds um die Bob Barker erweitert.[23] Das Schiff war ein Geschenk des amerikanischen TV-Moderators und bekennenden Tierschützers Bob Barker.[24] Der langjährige Moderator von The price is right spendete 5 Millionen US-Dollar für den Kauf, es handelt sich um ein 1.200 BRT großes, ehemaliges Harpunierschiff, das bis 2004[23] unter norwegischer Flagge lief. Während der Anti-Walfang-Kampagne 2009/2010 war es in Togo registriert.[25] Im Mai 2010 erhielt auch die Bob Barker die niederländische Flagge.[26]

Im November 2010 gab Sea Shepherd bekannt, dass der Trimaran Ocean 7 Adventurer die Flotte erweitert. Er wurde in einer feierlichen Zeremonie in Fremantle auf den Namen Gojira (japanisch für Godzilla) getauft. Die Gojira ist das erste Sea Shepherd Schiff, das unter australischer Flagge fährt.[27] Nach Streitigkeiten mit dem Namensrechte-Inhaber erhielt das Schiff im Mai 2011 den Namen der Schauspielerin und Tierschützerin Brigitte Bardot.[28] Ende Dezember 2011 wurde die Brigitte Bardot in rauher See während einer Kampagne von einer Welle erfasst und durch Risse im Rumpf schwer beschädigt[29], in der folgenden Woche, nach Abbruch des backbordseitigen Auslegers, musste ein Teil der Crew durch die Steve Irwin evakuiert werden.[30] Die notwendigen Reparaturarbeiten wurden im Hafen von Fremantle durchgeführt und im März 2012 größtenteils abgeschlossen, sodass die Brigitte Bardot für die kommenden Kampagnen wieder zur Verfügung steht.[31]

Am 10. Dezember 2012 wurde im Rahmen der Kampagne Operation Zero Tolerance das Schiff Sam Simon vorgestellt.[32] Das 56 Meter lange Schiff wurde zuvor von der japanischen Regierung unter dem Namen Seifu Maru als Forschungsschiff eingesetzt.[33]

Weiterhin gehören Sea Shepherd noch mehrere kleinere Boote. Im Dezember 2011 setzte Sea Shepherd eine Drohne ein, um das Flaggschiff der japanischen Walfangflotte auf hoher See zu lokalisieren.[34][35]

Zwischenfälle

Ungeklärter Beschuss durch japanische Walfänger

Laut eigenen Angaben wurde Paul Watson am Freitag, dem 7. März 2008, während eines Zwischenfalls mit der japanischen Küstenwache von einer Kugel in die Brust getroffen. Die Kugel wurde nach seiner Darstellung von seiner Kevlar-Weste aufgehalten. Die Situation spielte sich während der Anti-Whaling-Campaign 2008 in antarktischen Gewässern ab.[36]

Während der Kampagne kam es zur direkten Konfrontation zwischen dem Sea-Shepherd-Schiff Steve Irwin und dem Walfänger Nisshin Maru. In der letzten Folge der ersten Staffel der Doku-Serie „Whale Wars“ des US-Senders Animal Planet ist dieser Zwischenfall zu sehen. Danach stand Watson an Deck der Steve Irwin während seine Crew kleine, mit Buttersäure befüllte Flaschen auf die Nisshin Maru warf. Zu sehen ist, wie die Japaner Blendgranaten zurückwarfen. Anschließend zeigt Watson auf der Brücke seine Jacke und die schusssichere Weste und sagt: „Ich wurde getroffen“. Es ist zu sehen, wie er eine runde Metallkugel aus der Weste holt. Es wurden keine weiteren gefundenen Kugeln von Sea Shepherd dokumentiert.

Das japanische Institute of Cetacean Research wies die Behauptung, die japanische Küstenwache habe scharfe Munition eingesetzt, als Lüge zurück. Das Institut und die japanische Küstenwache gaben an, dass es sich bei den Leuchtgranaten ausschließlich um pyrotechnische Gegenstände gehandelt habe, welche einen Lärm- und Lichteffekt produzieren, ohne jemanden verletzen zu können. Diese Leuchtgranaten würden u. a. auch bei Demonstrationen eingesetzt.

Der Fall wurde von keiner unabhängigen Stelle untersucht. Am selben Tag gab es zwei Presseerklärungen des australischen Außenministeriums. Laut der ersten wurde die australische Botschaft in Tokio von japanischer Seite darüber informiert, dass „Warnschüsse“ abgegeben worden seien.[37] In einer späteren Version wird der Ausdruck “‘warning balls’ – also known as ‘flashbangs’ – had been fired” (dt. „‚Warning-Balls‘ – auch bekannt als ‚Blendgranaten‘ wurden abgefeuert“) verwendet.[38]

Operation Waltzing Matilda

Am 24. Juni 2009 gab die Organisation den Start der sechsten Kampagne zum Schutz der Wale für den 1. Dezember 2009 bekannt. Sie wurde nach einem australischen Volkslied Operation Waltzing Matilda benannt.[39]

Im November 2009 lief die japanische Walfangflotte um die Nisshin Maru aus, um im Südlichen Ozean bis zu 850 Zwergwale und 50 Finnwale zu jagen. Bei Protesten gegen diese Fangflotte kam es am 6. Januar 2010 zu einer Kollision des Trimaran Ady Gil und des japanischen Schiffes Shonan Maru 2. Die Kollision ereignete sich in antarktischen Gewässern, rund 2500 Kilometer südlich der australischen Insel Tasmanien. Der Bug der Ady Gil wurde abgerissen. Das Boot wurde bei dem Zusammenstoß so stark beschädigt, dass es zwei Tage später sank.[22] Deren Kapitän sagte später vor einem japanischen Gericht aus, dass das Schiff noch reparierbar war und er es auf Geheiß des Sea-Shepherd-Gründers absichtlich versenkte um die öffentliche Meinung zu beeinflussen.[11] Die sechsköpfige Crew konnte nach Angaben von Sea Shepherd auf der Bob Barker in Sicherheit gebracht werden. Letztere fuhr jedoch zeitweise unter falscher norwegischer Flagge, um die japanischen Walfänger zu täuschen,[23][24] was einen Verstoß gegen das UN-Seerechtsübereinkommen darstellt und zum Protest des norwegischen Außenministeriums führte.[25] Tatsächlich ist das Schiff in Togo registriert.[40] Zu den Crewmitgliedern zählten Neuseeländer, ein Australier und ein Niederländer. Beide Seiten gaben sich gegenseitig die Schuld an dem Zusammenstoß. Sea Shepherd sagte, es habe sich um eine „unprovozierte Attacke“ gehandelt. Nach ihrer Darstellung lagen beide Schiffe ohne Fahrt zu machen voreinander, als das japanische Begleitschiff Shonan Maru 2 plötzlich vorpreschte. Nach Angaben der japanischen Walfänger fuhr die Ady Gil dagegen während des Versuchs, die Crew des Walfängers mit Laserpointern zu blenden, absichtlich vor das Begleitschiff der Walfangflotte.[41] Die Crew habe versucht, das Boot mit Wasserwerfern fernzuhalten. Die Shonan Maru ist eines der Begleitschiffe der aus sechs Schiffen bestehenden Flotte um das Fabrikschiff Nisshin Maru.[42][43][44]

Einen Tag später, am 7. Januar 2010, forderten sowohl der neuseeländische Außenminister Murray McCully als auch Australiens damalige stellvertretende Premierministerin Julia Gillard ihre jeweiligen Behörden auf, in der Angelegenheit die Ermittlungen aufzunehmen; Neuseeland, weil die Ady Gil dort registriert sei, und Australien, weil der Vorfall in Gewässern stattgefunden habe, in denen Australien für Rettungsmaßnahmen zuständig ist. McCully wurde in unmittelbarer Reaktion auf den Vorfall mit den Worten zitiert: „Die neuseeländische Regierung lehnt den Walfang der Japaner in der Antarktis entschieden ab […] Und wir lehnen es auch ab, dass Menschen dort getötet werden.“[45]

Am 6. Februar 2010 kollidierte die Bob Barker mit der Yūshin Maru 3 bei 65° 21′ S, 67° 58′ O-65.3567.966666666667, wobei beide Schiffe beschädigt wurden. Sea Shepherd und die japanischen Walfänger gaben sich gegenseitig die Schuld an dem Vorfall.[46] Watson, der Präsident der Sea Shepherd Conservation Society, wird mit den Worten zitiert:

“Because the whalers got away basically scot-free with the outrageous sinking of the Ady Gil, they now apparently think they can do whatever they want and they appear to have no qualms about endangering Sea Shepherd crew. ”

„Da die Walfänger im Grunde ungestraft mit der ungeheuerlichen Versenkung der Ady Gil davonkamen, denken sie nun wohl offensichtlich, dass sie tun können, was sie wollen und haben anscheinend keine Bedenken, die Crew von Sea Shepherd zu gefährden.“

Paul Watson: seashepherd.org[47]

Bekannte Unterstützer von Sea Shepherd

Zu den bekanntesten Unterstützern von Sea Shepherd gehören Bob Barker, Richard Dean Anderson,[48] Pierce Brosnan, Brigitte Bardot, der Dalai Lama,[49] Die Ärzte,[50] Sean Penn, Xavier Rudd, Red Hot Chili Peppers,[51] Rise Against, Rutger Hauer, Fürst Albert von Monaco, Daryl Hannah,[52][53] Isabel Lucas, Hayden Panettiere und Martin Sheen sowie Michelle Rodríguez.

Die amerikanische Hardcore-Band Ignite fügt ihren Booklets Überweisungsträger bei, mithilfe deren man Sea Shepherd direkt unterstützen kann.

Auch die Wissenschaftler Roger Payne und Godfrey Merlen unterstützen Sea Shepherd.[54]

Am 5. Dezember 2011 gab Sea Shepherd bekannt, dass der Schauspieler Sean Connery, die Surferin Stephanie Gilmore und der Fernsehproduzent Sam Simon in den internationalen Beraterstab der Organisation aufgenommen wurden.[55]

Mediale Rezeption

Nach ersten Konflikten zwischen japanischen Walfängern und der SSCS 2012 kündigten die australische Regierungschefin Julia Gillard und Neuseelands Premier John Key ihre gegenseitige Unterstützung bei dem Versuch an, den Walfang in der Antarktis endgültig zu beenden.[56]

Der US-Sender Animal Planet produziert seit 2009 mehrere Staffeln der dokumentationsähnlichen TV-Serie „Whale Wars“. In den Serien werden die Aktionen und Kampagnen der Organisation dramaturgisch aufbereitet dargestellt.

Literatur

  • Peter Heller: Wir schreiten ein. Der Kampf des Paul Watson gegen die Walfangflotten der Welt. marebuchverlag, Hamburg 2008, ISBN 978-3-86648-083-4
  • Paul Watson: Ocean Warrior. Mein Kreuzzug gegen das sinnlose Schlachten der Wale. Ehrenwirth, München 2002, ISBN 978-3-431-03374-8

Filme

  • Dokumentarfilm von Dan Stone: Am Ende der Welt. USA, 2009; deutsche Fassung auf DVD und Blu-ray Disc bei dtp entertainment AG.[57]
  • Paul Watson – Bekenntnisse eines Öko-Terroristen, Originaltitel: Confessions of an eco-terrorist, Dokumentarfilm USA 2010; Kinostart in Deutschland am 10. November 2011.[58]

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Südliches Polarmeer - Seeschlacht zwischen Walfängern und Tierschützern FAZ, 23. Dezember 2009 (abgerufen 27. Dezember 2009)
  2. Anti-whaling leader 'on Interpol list'. In: smh.com.au. Syndney Morning Herald, 25. Juni 2010, abgerufen am 25. Juni 2010 (english).
  3. Homepage Sea Shepherd, Spendenseite
  4. UN World Charter for Nature
  5. Interview mit Captain Paul Watson. „Sie können mich ja verhaften!“
  6. Sea Shepherd: Mit Laser gegen Japans Walfänger Die Presse, 27. Dezember 2009
  7. Geschichte der Sea Shepherd Conservation Society
  8. 8,0 8,1 8,2 Victory for the Whales in Berlin - „Sea-Shepherd“-Pressemitteilung (16. Juni 2003)
  9. Japanese Open Fire on Sea Shepherd Crew: Three Injured - Sea Shepherd-Pressemitteilung (7. März 2008)
  10. Frank Patalong: Artenschutz-Erfolg: Aktivisten zwingen Japan zu Walfangstopp. In: Spiegel Online. 16. Februar 2011, abgerufen am 18. Februar 2011.
  11. 11,0 11,1 11,2 Activist says Sea Shepherd sank its own ship. In: 9News. 7. Oktober 2010, abgerufen am 20. November 2010 (english).
  12.  Whaling Ships Refloated in Iceland. In: The New York Times. 20. November 1986 (Online).
  13. Außenministerium der Vereinigten Staaten: Whaling: GOJ noncommital on encouraging Iceland to lower quota (Wikileaks telegram 10TOKYO171). Außenministerium der Vereinigten Staaten, 27. Januar 2010, abgerufen am 3. Januar 2011.
  14. heute.de: Japan stoppt Walfang. Abgerufen am 18. Februar 2011.
  15. focus.de: Japan stoppt Walfang und ruft Walfangflotte zurück. Abgerufen am 18. Februar 2011.
  16. 16,0 16,1 16,2 16,3 The Current Fleet. Sea Shepherd Conservation Society, abgerufen am 11. Juni 2011 (english).
  17.  Clemens Höges: Tierschützer. Dies ist ein richtiger Krieg. In: Der Spiegel. Nr. 27/1994 (Online).
  18. Sea Shepherd Renames Its Whale Defending Ship the Steve Irwin (Englisch). Sea Shepherd Conservation Society (5. Dezember 2007). Abgerufen am 26. Dezember 2009.
  19. Flottenübersicht auf der Website von Sea Shepherd
  20. http://www.timesonline.co.uk/tol/news/world/asia/article1358479.ece
  21. Sea Shepherd Conservation Society: Sea Shepherd Unveils the Ady Gil. Abgerufen am 12. Januar 2013.
  22. 22,0 22,1 "Ady Gil" in der Antarktis gesunken. In: tagesschau.de. Abgerufen am 8. Januar 2010.
  23. 23,0 23,1 23,2 Sea Shepherd kom med norsk flagg. In: NRK Nyheter. 8. Januar 2010, abgerufen am 20. Februar 2010 (norsk bokmål).
  24. 24,0 24,1 The Time is Right for Bob Barker to Rescue the Whales. Sea Shepherd, 5. Januar 2010, abgerufen am 20. Februar 2010 (english).
  25. 25,0 25,1 佐々木正明: シー・シェパード抗議船がノルウェー船を偽装 ノルウェーが抗議. In: MSN産経ニュース. 18. Januar 2010, abgerufen am 20. Februar 2010 (日本語).
  26. Sea Shepherd Conservation Society: The Bob Barker Goes Dutch. Abgerufen am 6. Januar 2011.
  27. „Sea Shepherd schreibt mit Gojira Geschichte“, abgerufen am 12. Januar 2013
  28. Sea Shepherd Conservation Society: The Beast Transforms into a Beauty as Godzilla Becomes the Brigitte Bardot. Abgerufen am 6. Januar 2011.
  29. Sea Shepherd Conservation Society: Sea Shepherd Ship Severely Damaged by Rogue Wave. Abgerufen am 29. Dezember 2011.
  30. Sea Shepherd Conservation Society: Crew Taken Off the Brigitte Bardot. Abgerufen am 5. Januar 2012.
  31. Sea Shepherd Conservation Society: The Bardot Will Fly Again, Thanks to World-Class Team. Abgerufen am 13. März 2012.
  32. The SSS Sam Simon is Unveiled in Hobart, Tasmania
  33. Die ehemalige Seifu Maru auf www.researchvessels.org
  34. Tierschützer spürten Walfänger mit Drohne auf derstandard.at, abgerufen am 25. Dezember 2011
  35. „Sea Shepherd ortet japanische Walfangflotte mittels Drohnen“ auf seashepherd.org, abgerufen am 12. Januar 2013
  36. Japanese Open Fire on Sea Shepherd Crew: Three Injured - „Sea Shepherd“-Pressemitteilung (7. März 2008).
  37. Incident in the Southern Ocean - The Hon Stephen Smith MP, Minister for Foreign Affairs. Foreignminister.gov.au (7. März 2008). Abgerufen am 31. Oktober 2009.
  38. Incident in the Southern Ocean - Update - The Hon Stephen Smith MP, Minister for Foreign Affairs. Foreignminister.gov.au (7. März 2008). Abgerufen am 31. Oktober 2009.
  39. Sea Shepherd Announces New Antarctic Research Project. Sea Shepherd, 24. Juni 2009, abgerufen am 20. Februar 2010 (english).
  40. http://www.seashepherd.org/news-and-media/news-100311-2.html
  41. tvnz.co.nz
  42. http://www.fr-online.de/in_und_ausland/panorama/2188671_Antarktis-Walfaenger-beschaedigt-Hightech-Boot.html
  43. Kollision in der Antarktis: Walfänger rammt Walfanggegner (Deutsch). tagesschau.de (6. Januar 2010). Abgerufen am 6. Januar 2010.
  44. Video-Dokument der Kollision aus Sicht eines anderen Schiffes
  45. Kollision in der Antarktis hat Folgen Frankfurter Rundschau, 7. Januar 2010
  46. Anti-whaling vessel hit again. In: The New Zealand Herald, 7. Februar 2010. Abgerufen am 14. Mai 2012. 
  47. Bob Barker Rammed by Illegal Whaler. Sea Shepherd Conservation Society, 6. Februar 2010, abgerufen am 7. Februar 2010 (english).
  48. http://www.seashepherd.org/news/media_050310_1.html
  49. Radikale Ökos auf Walfänger-Jagd
  50. Sea Shepherd @ Die Ärzte - "Das Comeback"-Tour 2012, abgerufen am 12. Januar 2013
  51. http://www.surfline.com/surf-news/industry-news/dave-rastovich-donates-money-from-signature-vector-rasta-keel-to-sea-shepherd-conservation-socie_11637/
  52. Japanische Walfänger stoppen Der Standard vom 13. November 2008
  53. Daryl Hannah segelt mit Walfang-Gegnern Hamburger Abendblatt vom 3. Dezember 2008
  54. Interview mit Paul Watson vom 15. Januar 2006
  55. Sea Shepherd heißt den James Bond 007 Star Sean Connery, die Weltklasse-Surferin Stephanie Gilmore und den vielfach ausgezeichneten Fernsehproduzenten Sam Simon als Mitglieder des internationalen Beraterstabs willkommen. Abgerufen am 12. Januar 2013.
  56. http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,745853,00.html
  57. http://www.ofdb.de/film/202664,Am-Ende-der-Welt
  58. „1.10.2011 / "Confessions of an Eco-Terrorist" Premiere in Hamburg - mit Captain Paul Watson & Peter Brown“. Abgerufen am 12. Januar 2013.

Weblinks

 Commons: Sea Shepherd Conservation Society – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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