Seenadelartige

Seenadelartige
Seedrachen (Phyllopteryx taeniolatus)

Seedrachen (Phyllopteryx taeniolatus)

Systematik
Teilkohorte: Eurypterygii
Ctenosquamata
ohne Rang: Acanthomorpha
Stachelflosser (Acanthopterygii)
ohne Rang: Barschverwandte (Percomorpha)
Ordnung: Seenadelartige
Wissenschaftlicher Name
Syngnathiformes

Die Ordnung der Seenadelartigen (Syngnathiformes) vereint Fische, die sich in ihrem Körperbau stark von anderen Fischgruppen unterscheiden. Sie leben weltweit, vor allem küstennah in der Nähe des Meeresbodens, in Fels- und Korallenriffen und Algen- und Seegraswiesen. Es gibt jedoch auch pelagische Arten und unter den Seenadeln auch Süßwasserfische. Zu den Seenadelartigen gehören als bekannteste Tiere die Seepferdchen.

Merkmale

Seenadelartige haben meistens einen schlanken Körper, oft mit Knochenplatten in der Haut. Vielen Arten fehlen die Bauchflossen, allen die Rippen. Die drei bis sechs vorn liegenden Wirbel sind verlängert. Alle Arten, bis auf die Gattung der Stumpfkopf-Seenadeln (Bulbonaricus) haben eine röhrenförmige Pipettenschnauze um die Nahrung einzusaugen, sind zahnlos oder haben nur sehr kleine Zähne. Einziger Knochen rund um die Augenhöhle ist in den meisten Fällen das Tränenbein (Os lacrimale), die übrigen Knochen der Orbita fehlen normalerweise.

Innere Systematik

Es gibt sieben rezente Familien, über 60 Gattungen und über 260 Arten.

  • Ordnung Seenadelartige (Syngnathiformes)
    • Teilordnung Syngnatha; Kopf, Rumpf und Schwanz durch ein Hautskelett aus knöchernen Platten und Ringen gepanzert, zahnlos, Kiemenöffnungen klein und dorsolateral hinter dem Kopf, gelappte Kiemenfilamente mit weniger Lamellen als in anderen Teleostei, lange Branchiostegalstrahlen.
      • Überfamilie Pegasoidea
      • Überfamilie Syngnathoidea; ein bis drei Branchiostegalstrahlen, keine Seitenlinie, die drei vorn liegenden Wirbel sind verlängert.
    • Teilordnung Aulostomoida; Zähne klein oder fehlend, Seitenlinie gut entwickelt oder fehlend, normalerweise vier oder fünf (selten drei) Branchiostegalstrahlen, kammartige Kiemen.
      • Überfamilie Trompetenfischähnliche (Aulostomoidea); die vier vorn liegenden Wirbel sind verlängert, drei gut entwickelte Knochen auf der Rückenseite direkt hinter dem Kopf (Nackenplatte), sechs, seltener fünf, Bauchflossenweichstrahlen.
      • Überfamilie Schnepfenfischähnliche (Centriscoidea); die fünf oder sechs vorn liegenden Wirbel sind verlängert, Bauchflossen mit einem Hart- und vier Weichstrahlen.

Literatur

  • Joseph S. Nelson: Fishes of the World, John Wiley & Sons, 2006, ISBN 0-471-25031-7
  • Rudie H. Kuiter: Seepferdchen, Seenadeln, Fetzenfische und ihre Verwandten, 2001, Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart, ISBN 3-8001-3244-3
  • Kawaharaa, Miyab, Mabuchia, Lavouéa, Inouec, Satoha, Kawaguchia & Nishida: Interrelationships of the 11 gasterosteiform families (sticklebacks, pipefishes, and their relatives): A new perspective based on whole mitogenome sequences from 75 higher teleosts. Molecular Phylogenetics and Evolution, Volume 46, Issue 1, January 2008, Pages 224-236 doi:10.1016/j.ympev.2007.07.009

Weblinks

 Commons: Seenadelartige – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Vorlage:Commonscat/WikiData/Difference

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