Stein-Auerhuhn

Stein-Auerhuhn
Tétras à Bec noir.png

Stein-Auerhuhn (Tetrao parvirostris)

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Hühnervögel (Galliformes)
Familie: Fasanenartige (Phasianidae)
Unterfamilie: Raufußhühner (Tetraoninae)
Gattung: Auerhühner (Tetrao)
Art: Stein-Auerhuhn
Wissenschaftlicher Name
Tetrao parvirostris
Bonaparte, 1856

Das Stein-Auerhuhn (Tetrao parvirostris) ist eine Art aus der Gattung der Auerhühner. Diese Vogelgattung aus der Familie der Fasanenartigen (Phasianidae) gehört zur Ordnung der Hühnervögel (Galliformes). Das Steinauerhuhn kommt ausschließlich im Osten Sibiriens vor. Für die Art werden drei Unterarten unterschieden. Obwohl sich das Verbreitungsgebiet mit dem des eng verwandten Auerhuhns überlappt, kommt es nur sehr selten zu Hybriden.

Erscheinungsbild

Männchen erreichen eine Körperlänge von 89 bis 97 Zentimeter. Weibchen sind etwas kleiner und erreichen eine Körperlänge zwischen 69 und 75 Zentimeter. Männchen erreichen ein Gewicht von 3,3 bis 4,6 Kilogramm, Weibchen wiegen zwischen 1,7 und 2,2 Kilogramm.[1] Das Stein-Auerhuhn ist damit verglichen mit dem Auerhuhn etwas kleiner mit einem auffällig kleinerem Schnabel. Der Schwanz ist etwas länger. Der Schnabel ist beim Männchen schwarz und beim Weibchen schwärzlich. Die Läufe sind schwarzbräunlich befiedert, die Zehen sind nackt. Die Augen sind dunkelbraun.

Das ausgewachsene Männchen hat einen schwarzen Kopf, Nacken und Brustseiten. Die Körperunterseite ist überwiegend schwarzbraun und weist vereinzelte weiße Flecken und Federsäume auf. Die Unterschwanzfedern sind schwärzlich mit weißen Federspitzen. Die Flügel sind matt dunkelbraun.

Die Weibchen haben ein überwiegend braunes Gefieder. Kopfoberseite, Nacken und Halsseiten sowie der Mantel sind zimtfarben mit schwarzen, feinen Streifen. Die hintere Körperhälfte ist hellbräunlich mit feinen dunklen Streifen. Der Ruf ist laut knatternd.[2]

Verbreitungsgebiet und Lebensraum

Das Verbreitungsgebiet des Stein-Auerhuhns ist Ostsibirien. Der Lebensraum sind überwiegend Lärchenwälder der ostasiatischen Taiga. Die Art kommt aber auch in offenen Birkenwäldern und der Waldsteppe vor. Im äußersten Osten seines Verbreitungsgebietes, der Kamtschatka-Halbinsel, lebt der Stein-Auerhuhn in Birkenwäldchen.

Lebensweise

Die Lebensweise des Stein-Auerhuhns ähnelt weitgehend dem des Auerhuhns. Ähnlich wie dieser lebt das Stein-Auerhuhn überwiegend einzelgängerisch. Die Weibchen bilden jedoch gegen Ende der Fortpflanzungszeit lose Gruppen.[3] Die Männchen sind polygam und bilden kleine Harems. Während der Fortpflanzungszeit balzen die Männchen in der Nähe zueinander in kleinen Arenen. sie bilden dabei aber lockerere und kleinere Gruppen als Auerhähne.

Die Eiablage erfolgt im Zeitraum Mai bis Juni. Das Nest ist eine flache Bodenmulde, die mit Baumnadeln und Federn ausgelegt ist. Das Gelege besteht aus sechs bis sieben Eiern. Die Brutzeit beträgt 20 bis 25 Tage. Die Jungvögel sind mit fünfzig bis siebzig Tagen flügge, sind aber bereits mit 15 bis 25 Tage in der Lage, zu fliegen.

Ihre Geschlechtsreife erreichen die Weibchen im Alter von zwei und die Männchen im Alter von drei Jahren.[4]

Literatur

  • Steve Madge, Phil McGowan und Guy M. Kirwan: Pheasants, Partridges and Grouse – A Guide to the Pheasants, Partridges, Quails, Grouse, Guineafowl, Buttonquails and Sandgrouse of the world’’, Christopher Helm, London 2002, ISBN 0-7136-3966-0
  • Richard Sale: A Complete Guide to Arctic Wildlife, Verlag Christopher Helm, London 2006, ISBN 0-7136-7039-8

Belege

  1. Madge, S. 374
  2. http://www.soundeffects.ch/surround-sound-effects-_e.php?soundeffects=black+billed+capercaillie&soundcategory=&type=
  3. Sale, S. 164
  4. Sale, S. 164

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