Whatcheeriidae

Whatcheeriidae
Pederpes

Pederpes

Zeitraum
unterer Karbon


Fundorte
  • Nordamerika (Iowa)
  • Schottland
Systematik
Chordatiere (Chordata)
Kiefermäuler (Gnathostomata)
Wirbeltiere (Vertebrata)
Landwirbeltiere (Tetrapoda)
Whatcheeriidae
Wissenschaftlicher Name
Whatcheeriidae
Clack, 2002

Die Whatcheeriidae sind eine Gruppe ausgestorbener, früher Landwirbeltiere aus dem unteren Karbon. Sie umfasst lediglich zwei Gattungen, Pederpes dessen fossile Überreste in Schottland gefunden wurden und Whatcheeria aus Iowa in den USA. Beide wurden etwa einen Meter lang. Sie waren die ersten Landwirbeltiere, die mehr an das Laufen an Land als an das Schwimmen im Wasser angepasst waren.

Merkmale

Die Tiere hatten einen kräftigen Unterkiefer. Das Maul war mit spitzen, kräftigen und leicht nach hinten gebogenen Zähnen besetzt. Auf dem Maxillare saß jeweils ein großer Fangzahn. Wahrscheinlich waren die Tiere Fleischfresser, die sich von Fischen und anderen Tetrapoden ernährten.

Primitive Merkmale der Whatcheeriidae sind die im Schädelknochen verlaufenden Seitenlinienkanäle und das urtümliche Illium, das dem von Acanthostega ähnelte. Weitere fischartige Merkmale sind die Zähnen auf den Gaumenknochen und auf dem Coronoid des Unterkiefers.

Als fortschrittlich wird gesehen, das der Fuß nur noch fünf Zehen hatte. An der Hand scheint aber noch ein sechster, stark reduzierter Zeh vorhanden gewesen zu sein. Der Schädel der Whatcheeriidae war schmal und höher als der der Sarcopterygii und der primitiveren Landwirbeltiere. Die Schädeloberfläche war fein skulpturiert.

Literatur

Weblinks

 Commons: Whatcheeriidae – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Vorlage:Commonscat/WikiData/Difference

Diese Artikel könnten dir auch gefallen

Die News der letzten 7 Tage

13.05.2021
Botanik | Klimawandel | Biodiversität | Bioinformatik
Mit Smartphones den ökologischen Wandel erfassen
Smartphone-Apps zur Pflanzenbestimmung wie „Flora Incognita“ können nicht nur Pflanzenarten erkennen, sie erfassen auch großräumige ökologische Muster.
13.05.2021
Genetik | Evolution | Immunologie
Neue Erkenntnisse über die Evolution des Immunsystems
Der menschliche Körper verfügt, wie alle anderen Lebewesen auch, über ein sogenanntes angeborenes Immunsystem.
13.05.2021
Toxikologie | Biochemie | Insektenkunde
Meerrettich-Erdfloh: Geschützt mit den Waffen seiner Nahrungspflanze
Wenn Meerrettich-Erdflöhe an ihren Wirtspflanzen fressen, nehmen sie nicht nur Nährstoffe, sondern auch Senfölglykoside, die charakteristischen Abwehrstoffe des Meerrettichs und anderer Kreuzblütengewächse, auf.
13.05.2021
Toxikologie | Insektenkunde | Land-, Forst- und Viehwirtschaft
Die Achillesferse eines Käfers: Glyphosat
Der Getreideplattkäfer lebt in enger Gemeinschaft mit symbiotischen Bakterien.
13.05.2021
Zoologie | Ökologie
Globaler Atlas soll große Tierwanderungen bewahren
Wildtiere soweit das Auge reicht: Millionen von Gnus ziehen gemeinsam mit Zebras, Gazellen und Antilopen durch das grüne Gras weiter Ebenen in Ostafrika.
11.05.2021
Zytologie | Physiologie | Bioinformatik
Wie man als Einzeller ans Ziel gelangt
Wie ist es ohne Gehirn und Nervensystem möglich, sich gezielt in die gewünschte Richtung zu bewegen? Einzellern gelingt dieses Kunststück offenbar problemlos.
11.05.2021
Ökologie
Studie zur Funktionsweise aquatischer Ökosysteme
Die Funktionen wassergeprägter Ökosysteme können durch hydrologische Schwankungen erheblich beeinflusst und verändert werden.
11.05.2021
Klimawandel | Meeresbiologie
Mit Bakterien gegen die Korallenbleiche
Korallen sind das Rückgrat mariner Ökosysteme der Tropen.
11.05.2021
Zoologie | Ökologie
Afrikanische Wildhunde als Botschafter für das weltweit grösste Naturschutzgebiet
Das weltweit grösste Landschutzgebiet liegt im Süden Afrikas und umfasst 52039000 Quadratkilometer in fünf Ländern.
10.05.2021
Physiologie
Orientierungssinn von Fledermäusen
Säugetiere sehen mit den Augen, hören mit den Ohren und riechen mit der Nase.