Zelkoven

Zelkoven
Japanische Zelkove (Zelkova serrata)

Japanische Zelkove (Zelkova serrata)

Systematik
Kerneudikotyledonen
Rosiden
Eurosiden I
Ordnung: Rosenartige (Rosales)
Familie: Ulmengewächse (Ulmaceae)
Gattung: Zelkoven
Wissenschaftlicher Name
Zelkova
Spach

Die Zelkoven (Zelkova) bilden eine Pflanzengattung in der Familie der Ulmengewächse (Ulmaceae). Sie sind gefährdet durch das Ulmensterben.

Beschreibung

Zelkoven sind sommergrüne, ulmenähnliche Bäume oder Sträucher. Die wechselständigen, kurz gestielten Laubblätter sind einfach gesägt. Im Gegensatz zu den Ulmen ist die Blattbasis symmetrisch.

Die Zelkova-Arten sind einhäusig getrenntgeschlechtig (monözisch). Die Blüten stehen in unscheinbaren Büscheln in den Blattachseln. Die weiblichen Blüten befinden sich an der Spitze, die männlichen an der Basis der diesjährigen Zweige.

Die Frucht der Zelkoven ist eine ungeflügelte, kurz gestielte, asymmetrische Steinfrucht.

Holz

Die Zelkoven besitzen ein ringporiges, hartes Kernholz. Die Verwendung ist ähnlich dem Holz der Ulmen.

Systematik

Die Gattung Zelkova wurde 1841 von Édouard Spach erstveröffentlicht. Typus der Gattung ist Zelkova crenata Spach, heute Zelkova carpinifolia (Pallas) K.Koch. Der Name Zelkova ist von dem georgischen Lokalnamen „Dselkua“ oder „Dselkwa“ (georgisch ძელქვა) für diesen Baum entlehnt.[1]

Es werden sechs Arten unterschieden:

  • Kretische Zelkove (Zelkova abelicea (Lam.) Boiss., Syn.: Z. cretica Spach)
  • Kaukasische Zelkove (Zelkova carpinifolia (Pallas) K.Koch, Syn.: Z. crenata Spach, Z. ulmoides (Kuntze) C.K.Schneid.)
  • Zelkova schneideriana Hand.-Mazz.
  • Japanische Zelkove (Zelkova serrata (Thunb.) Makino, Syn.: Z. acuminata Planch., Z. hirta C.K.Schneid., Z. keaki Maxim.)
  • Zelkova sicula Di Pasq., Garfi & Quézel
  • Zelkova sinica C.K.Schneid.

Verbreitung

Die Zelkova-Arten sind fast alle in West- und Ostasien beheimatet. Im Tertiär wuchs die Gattung auch in Europa. Zelkova abelicea und Zelkova sicula, die in den Gebirgen Kretas bzw. Siziliens verbreitet sind, stellen Reliktvorkommen aus dieser Zeit dar.

Früchte der Kaukasischen Zelkove (Zelkova carpinifolia).

Nutzung

Zelkoven werden aufgrund ihrer Dichte als Bonsai kultiviert.

Literatur

  • P. Schütt, H.J. Schuck, B. Stimm: Lexikon der Baum- und Straucharten, Nikol Verlagsgesellschaft, Hamburg 2002, ISBN 3-933203-53-8

Einzelnachweise

  1. Édouard Spach: Note sur les Planera. In: Annales des Sciences Naturelles 2. Sér. 15, 1841: S. 349–359 (Etymologie: S. 352, Erstbeschreibung S. 356ff.) (PDF).

Weblinks

 Commons: Zelkoven – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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