American Ornithologists’ Union

Die American Ornithologists’ Union (AOU) ist die größte und renommierteste ornithologische Vereinigung der Neuen Welt.

Gründung

Am 26. September 1883 trafen sich die Ornithologen Joel Asaph Allen, William Brewster (1851–1919) und Elliott Coues im American Museum of Natural History in New York City, um eine Organisation nach dem Vorbild der British Ornithologists’ Union ins Leben zu rufen. An der Gründung nahmen 23 namhafte Ornithologen teil, die später Präsidenten der AOU wurden.

Sonstiges

Seit Januar 1884 erscheint The AUK, das vierteljährliche Fachjournal der American Ornithologists’ Union. Das Logo zeigt den ausgestorbenen Riesenalk. 1886 wurde der offizielle Ausschuss North American Check-list Committee (NACC) gegründet, dessen Zweck es ist, eine Nomenklatur zu schaffen, die mit den Änderungen in der Systematik und Verbreitung der nord- und mittelamerikanischen Vögel Schritt halten kann. Diese Nomenklatur wird in der Publikation „Check-list of North American Birds“ aufgeführt. Ein weiterer Ausschuss ist das South American Check-list Committee (SACC), der eine englischsprachige Nomenklatur für südamerikanische Vogeltaxa entwickelt hat.

Ziel der AOU ist die Förderung der ornithologischen Wissenschaft durch jährliche Konferenzen, Mitgliedschaft, Ausschüsse und Publikationen. Die Mitglieder werden in verschiedene Klassen eingeteilt. Neben der normalen Mitgliedschaft gibt es die wahlberechtigten Mitglieder und die Förderer. Die höchste Mitgliedsklasse ist der Fellow. Mit dieser Ehrung werden Mitglieder mit den herausragendsten Verdiensten gewürdigt. Gegenwärtig hat die AOU 4.000 Mitglieder.

Präsidenten der AOU

  • Joel Asaph Allen, 1883–1890
  • Daniel Giraud Elliot, 1890–1892
  • Elliott Coues, 1892–1895
  • William Brewster, 1895–1898
  • Robert Ridgway, 1898–1900
  • Clinton Hart Merriam, 1900–1903
  • Charles Barney Cory, 1903–1905
  • Charles Foster Batchelder, 1905–1908
  • Edward William Nelson, 1908–1911
  • Frank Michler Chapman, 1911–1914
  • Albert Kendrick Fisher, 1914–1917
  • John Hall Sage, 1917–1920
  • Witmer Stone, 1920–1923
  • Jonathan Dwight, 1923–1926
  • Alexander Wetmore, 1926–1929
  • Joseph Grinnell, 1929–1932
  • James Henry Fleming, 1932–1935
  • Arthur Cleveland Bent, 1935–1937
  • Herbert Friedmann, 1937–1939
  • James Paul Chapin, 1939–1942
  • James Lee Peters, 1942–1945
  • Hoyes Lloyd, 1945–1948
  • Robert Cushman Murphy, 1948–1950
  • Josselyn Van Tyne, 1950–1953
  • Alden Holmes Miller, 1953–1956
  • Ludlow Griscom, 1956
  • Ernst Mayr, 1957–1959
  • George Hines Lowery, 1959–1962
  • Austin Loomer Rand, 1962–1964
  • Dean Amadon, 1964–1966
  • Harold Ford Mayfield, 1966–1968
  • John Warren Aldrich, 1968–1970
  • Robert Winthrop Storer, 1970–1972
  • Joseph James Hickey, 1972–1973
  • Donald Sankey Farner, 1973–1975
  • John Thompson Emlen, 1975–1976
  • Wesley Edwin Lanyon, 1976–1978
  • Harrison Bruce Tordoff, 1978–1980
  • James Roger King, 1980–1982
  • Thomas R. Howell, 1982–1984
  • Frances Crews James, 1984–1986
  • Charles Sibley, 1986–1988
  • Glen Everett Woolfenden, 1988–1990
  • Burt Leavelle Monroe, Jr., 1990–1992
  • Brina Kessel, 1992–1994
  • Richard Charles Banks, 1994–1996
  • Frank Gill, 1998–2000
  • John W. Fitzpatrick, 2000–2002
  • Fred Cooke, 2002–2004
  • James Anthony Kushlan, 2004–2006
  • Erica H. Dunn, 2006–2008
  • Edward H. Burtt, Jr., 2008–2010
  • John R. Faaborg, 2010–2012
  • Susan M. Haig, seit 2012

Weblinks

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