D-Dimer

D-Dimere sind Spaltprodukte des Fibrins. Das über die D-Domänen vernetzte Fibrin wird durch die Endopeptidase Plasmin gespalten; die kleinsten der entstehenden Fragmente sind Dimere.

Der D-Dimer-Spiegel wird mit hochspezifischen Antikörpern gegen die Vernetzungsregion (Immunoassay) bestimmt. Die Agglutination kann photometrisch als Trübung gemessen werden. Der Normbereich ist stark methodenabhängig. Der Anstieg des D-Dimers im Plasma ist eine Folge der Aktivierung der Blutgerinnung und der damit einhergehenden Gerinnselauflösung (Fibrinolyse). Werte im jeweiligen vom Labor angegebenen Referenzbereich (<z.B. 0,5 mg/Liter; Plasma) dienen der Ausschlussdiagnostik einer Lungenembolie, DIC (Disseminierte intravasale Koagulopathie) oder tiefen Beinvenenthrombose. Außerdem kann der Laborwert der D-Dimere zur Verlaufskontrolle einer Thrombolysetherapie eingesetzt werden.

Das D-Dimer kann aber auch bei malignen (bösartigen) Tumor-Erkrankungen, nach Operationen im Zuge der Wundheilung, Leberzirrhose, Leukämien, bei weiteren schweren Erkrankungen oder in der Schwangerschaft erhöht sein. Es ist ein sensitiver, aber unspezifischer Diagnoseparameter. Vor allem bei der Lungenembolie und der Beinvenenthrombose (TVT) haben die D-Dimere einen sehr hohen negativen prädiktiven Wert: ist die Konzentration nicht erhöht, so können eine Lungenembolie bzw. TVT mit hoher Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden Die Sensitivität liegt lt. Hallbach (2006) bei >95 %, die Spezifität <50 %, der negative Vorhersagewert bei 95 %.

Quellen

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