Edelkoralle

Edelkoralle
Corallium rubrum (Linnaeus, 1758) 11.jpg

Edelkoralle (Corallium rubrum)

Systematik
Unterklasse: Octocorallia
Ordnung: Weichkorallen (Alcyonacea)
ohne Rang: Kalkachsenkorallen (Scleraxonia)
Familie: Coralliidae
Gattung: Corallium
Art: Edelkoralle
Wissenschaftlicher Name
Corallium rubrum
Linnaeus, 1758

Die Edelkoralle (Corallium rubrum) ist eine den Gorgonien ähnelnde Oktokoralle aus dem Mittelmeer. Sie lebt in Tiefen von 2 bis 280 Metern, im flacheren Wasser ausschließlich in Höhlen und unter Überhängen.

Die unregelmäßig verzweigten Kolonien sind 5 bis 20 Zentimeter hoch. Kolonien von über einem Meter Größe und Gewichten von 30 Kilogramm sind durch übermäßige Ausbeutung für die Schmuckherstellung verschwunden. Das lebende Gewebe der Koralle ist normalerweise rot, seltener weiß. Es wächst auf einer dunkelroten Kalkachse, die aus verschmolzenen Skleriten gebildet wird. Aus dieser Kalkachse wird Schmuck hergestellt. Zentrum der Schmuckherstellung aus Edelkorallen ist Torre del Greco in der Nähe von Neapel. Heute werden Edelkorallen hauptsächlich noch in Korsika, Sardinien und Tunesien von Tauchern „gefischt“.

Korallengehänge angefertigt für Königin Farida von Ägypten aus der Werkstatt Ascione, 1938, Neapel, Museum der Koralle

Literatur

Weblinks

 Commons: Edelkoralle – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Vorlage:Commonscat/WikiData/Difference

Diese Artikel könnten dir auch gefallen

Die News der letzten 7 Tage

16.06.2021
Genetik
Genome aus ihren Puzzleteilen wieder zusammensetzen
Ein Forscherteam des Friedrich-Miescher-Labors für biologische Arbeitsgruppen hat eine neue Methode zur DNA-Sequenzierung entwickelt, die schnelles und effizientes Aufspüren von genetischer Information ermöglicht.
16.06.2021
Ökologie | Land-, Forst- und Viehwirtschaft
Kleingewässer in Agrarlandschaften stark mit Pestiziden belastet
Pestizide sichern die Erträge in der Landwirtschaft, indem sie schädliche Insekten, Pilze und Unkräuter bekämpfen.
13.06.2021
Anthropologie | Virologie | Immunologie
Wie Viren Immunzellen zu Trojanischen Pferden machen
Zytomegalieviren programmieren Fresszellen der Lunge so um, dass sie selbst Viren produzieren und diese in der Lunge verbreiten.
13.06.2021
Bionik und Biotechnologie | Land-, Forst- und Viehwirtschaft
Zuckerhirse: Süßes Versprechen für die Umwelt
Zuckerhirse lässt sich zur Herstellung von Biogas, Biokraftstoffen und neuen Polymeren nutzen, zudem kann sie dazu beitragen, Phosphatdünger zu ersetzen.
13.06.2021
Botanik | Physiologie
Todesduft der Pfeifenwinde lockt Sargfliegen in die Blüten
Ein internationales Pflanzenforscherteam hat in einer neuen Studie eine ungewöhnliche und bisher unbekannte Fortpflanzungsstrategie bei Pflanzen entdeckt.
11.06.2021
Ökologie | Biodiversität | Meeresbiologie
Untermieter auf Manganknollen: Schwämme sorgen für Artenreichtum
Tief auf dem Meeresgrund lagern wertvolle Rohstoffe – beispielsweise Knollen aus Mangan, Eisen, Kobalt und Kupfer.
11.06.2021
Morphologie
Das Metallgebiss des Borstenwurms
Metallatome sind für die bemerkenswerte Stabilität von Borstenwurm-Kiefern verantwortlich, zeigen Experimente der TU Wien.
11.06.2021
Paläontologie | Entwicklungsbiologie
Versteinert: 99 Millionen Jahre alte Geburt
Einem Forschungsteam ein außergewöhnlicher Fund gelungen: Sie fanden eine fossile weibliche Landschnecke, die gemeinsam mit ihren fünf Jungtieren in einem 99 Millionen Jahre alten Bernstein eingeschlossen wurde.