Felix Michael Haurowitz

Felix Michael Haurowitz (* 1. März 1896 in Prag; † 2. Dezember 1987 in Bloomington, Indiana) war ein tschechisch-US-amerikanischer Biochemiker.

Haurowitz war ab 1930 Professor für physiologische Chemie an der Karls-Universität Prag, ab 1939 Professor und Leiter des Biochemischen Instituts in Istanbul sowie ab 1948 Professor an der Indiana University in Bloomington.

Er lieferte bedeutende Arbeiten zur Biochemie der Proteine und über das Immunsystem. Zusammen mit Anton Breinl entwickelte er 1930 eine Theorie der Antikörperbildung.

1925 heiratete er Regina Perutz, eine Cousine von Max Perutz. Haurowitz hatte seit den Zwanzigerjahren über das Hämoglobin gearbeitet. Bei einer Begegnung 1937 mit Perutz regte Haurowitz Perutz an, dass dieser sich auch näher mit dem Hämoglobin beschäftigen solle.

1956 wurde er in die Leopoldina aufgenommen und 1960 mit dem Paul-Ehrlich-und-Ludwig-Darmstaedter-Preis ausgezeichnet.

Werke

  • Biochemie des Menschen und der Tiere (1925)
  • Fortschritte der Biochemie (1932)
  • Chemistry and Biology of Proteins (1949)
  • Immunochemistry and the Biosynthesis of Antibodies (1950)
  • Biochemistry: an Introductory Textbook. New York: J. Wiley & Sons, Inc., 1955.

Quelle

  • Lexikon der Naturwissenschaftler. Berlin 2004.

Literatur

  • Alois Kernbauer: Felix Haurowitz und Zdenko Stary - Zwei aus Altösterreich stammende Biochemiker von Weltrang und deren Wirken an der deutschen Universität in Prag, in der Türkei und in den USA. In: Türk Tip Tarihi Yilligi. Acta Turcica Historiae Medicinae IV: Verhandlungen des Symposions über die Universitätsreform von Atatürk und die Medizin zu dieser Zeit. 25. Oktober 1996. Hrsg. v. Arslan Terzioglu, Erwin Lucius, Istanbul 1997, S. 59-67.

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