Felix Victor Birch-Hirschfeld

Grabstätte Felix Victor Birch-Hirschfeld auf dem Südfriedhof in Leipzig

Felix Victor Birch-Hirschfeld (* 2. Mai 1842 in Cluvensieck bei Rendsburg; † 19. November 1899 in Leipzig) war ein deutscher Mediziner.

Birch-Hirschfeld studierte an der Universität Leipzig, u. a. bei Carl Reinhold August Wunderlich und Ernst Leberecht Wagner. 1885 wurde er Nachfolger von Julius Friedrich Cohnheim auf dem Lehrstuhl für Pathologische Anatomie in Leipzig.

Er lieferte bedeutende Beiträge auf dem Gebiet der Bakteriologie, wobei die Tuberkulose sein Spezialgebiet war. Als Vertreter der Leipziger Universität war er von 1891 bis 1900 Abgeordneter der I. Kammer des Sächsischen Landtag.[1]

Birch-Hirschfeld wurde zunächst Mitglied der Freimaurerloge Ferdinand zum Felsen in Hamburg, später dann der Loge Zum goldenen Apfel in Dresden, deren Meister vom Stuhl er zeitweilig war.[2]

Sein Sohn Arthur Birch-Hirschfeld (1871–1945) war Professor für Ophthalmologie in Königsberg.

Schriften

  • Die Entstehung der Gelbsucht neugeborener Kinder. Virchows Archiv für pathologische Anatomie und Physiologie und für klinische Medizin, Berlin, LXXXVII.
  • Die Skrophulose. In: Hugo Wilhelm von Ziemssen, et al: Handbuch der speciellen Pathologie und Therapie. Volume XIII; 2nd edition.
  • Über die Krankheiten der Leber und Milz. In: Carl Jakob Adolf Christian Gerhardt (1833-1902): Handbuch der Kinderkrankheiten. Band IV, 2. (6 Bände. Tübingen, H. Laupp, 1877–1893).
  • Lehrbuch der pathologischen Anatomie. Leipzig, 1877; 2. Aufl., 1882/83; 5. Aufl., 1896/97.
  • Übergang von Tuberkelbazillen aus dem mütterlichen Blut auf den Fötus. Ziegler’s Beiträge zur pathologischen Anatomie und zur allgemeinen Pathologie, Jena, 1890.
  • Über den Sitz und die Entwicklung der primären Lungentuberkulose. Deutsches Archiv für klinische Medizin, Leipzig, 1899, LXIV.
  • Grundriss der allgemeinen Pathologie. Leipzig, 1892.
  • Embryonale Drüsengeschwulst der Nierengegend im Kindesalter mit Doderlein,A; in: Sex Organe. 1894;3:88

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Josef Matzerath: Aspekte sächsischer Landtagsgeschichte – Präsidenten und Abgeordnete von 1833 bis 1952, Sächsischer Landtag 2001, S. 38
  2. Eugen Lennhoff, Oskar Posner, Dieter A. Binder: Internationales Freimaurer-Lexikon. Sonderproduktion, Herbig München 2006, S. 134.

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