Forkhead-Box-Protein P3

Forkhead-Box-Protein P3

Eigenschaften des menschlichen Proteins
Bezeichner
Gen-Namen FOXP3; AIID; DIETER; IPEX; JM2; MGC141961; MGC141963; PIDX; XPID
Externe IDs OMIM: 300292   MGI: 1891436
Vorkommen
Übergeordnetes Taxon Säugetiere[1]
Orthologe
Mensch Maus
Entrez 50943 20371
Ensembl ENSG00000049768 ENSMUSG00000039521
UniProt Q9BZS1 Q53Z59
Refseq (mRNA) NM_014009 NM_054039
Refseq (Protein) NP_054728 NP_473380
Genlocus Chr X: 48.99 - 49.01 Mb Chr X: 6.74 - 6.75 Mb
PubMed-Suche 50943 20371

Das Forkhead-Box-Protein P3 (FoxP3) ist ein Protein, das im Zellkern von Säugetieren vorkommt. Es handelt sich um einen Transkriptionsfaktor, der an die DNA bindet und damit die Expression von Proteinen stimuliert, die in den regulatorischen T-Zellen des Immunsystems gebraucht werden. Da FoxP3 spezifisch für native und peripher entstandene regulatorische T-Zellen ist, kann man diese damit nachweisen. FoxP3 ist weiterhin ein essentieller Transkriptionsfaktor für regulatorische T-Zellen, da gezeigt wurde, dass nach genetischer Veränderung von Mäusen (FoxP3-Knockout) diese keine regulatorischen T-Zellen bilden. Homozygote FoxP3-Knockout-Mäuse, bei denen FoxP3 permanent in allen Zellen mutiert wurde sind nicht vermehrungsfähig, wohingegen die heterozygoten Tiere lediglich vermindert vermehrungsfähig sind.[2][3][4]

Beim Mensch können Mutationen im FOXP3-Gen zu einer polyendokrinen Autoimmunerkrankung führen. Dies erklärt sich dadurch, weil regulatorische T-Zellen Autoimmunreaktionen unterdrücken. Der Transcriptionsfaktor FoxP3 stammt aus der Familie der Forkhead-Box-Proteine.[5]

Regulatorische T-Zellen spielen eine Rolle bei der Autoimmunerkrankung Lupus erythematodes. Die Ausscheidung von Foxp3-mRNA ist bei solchen Patienten erhöht, wie auch generell nach Nierentransplantation. FoxP3-Zufuhr führte in einer Studie an Mäusen zur Verhinderung von Krebs-Metastasen.[6][7][8]

Einzelnachweise

  1. Homologe bei OMA
  2. Kim JM, Rudensky A: The role of the transcription factor Foxp3 in the development of regulatory T cells. In: Immunol. Rev.. 212, August 2006, S. 86–98. doi:10.1111/j.0105-2896.2006.00426.x. PMID 16903908.
  3. Josefowicz SZ, Rudensky A: Control of regulatory T cell lineage commitment and maintenance. In: Immunity. 30, Nr. 5, Mai 2009, S. 616–25. doi:10.1016/j.immuni.2009.04.009. PMID 19464984.
  4. Kryczek I, Liu R, Wang G, et al.: FOXP3 defines regulatory T cells in human tumor and autoimmune disease. In: Cancer Res.. 69, Nr. 9, Mai 2009, S. 3995–4000. doi:10.1158/0008-5472.CAN-08-3804. PMID 19383912.
  5. UniProt Q9BZS1
  6. Heinze E, Baldwin S, Chan G, et al.: Antibody-mediated FOXP3 protein therapy induces apoptosis in cancer cells in vitro and inhibits metastasis in vivo. In: Int. J. Oncol.. 35, Nr. 1, Juli 2009, S. 167–73. PMID 19513564.
  7. Wang G, Lai FM, Tam LS, et al.: Urinary FOXP3 mRNA in patients with lupus nephritis--relation with disease activity and treatment response. In: Rheumatology (Oxford). 48, Nr. 7, Juli 2009, S. 755–60. doi:10.1093/rheumatology/kep074. PMID 19458162.
  8. Yapici U, Bemelman FJ, Scheepstra CG, et al.: Intragraft FOXP3 protein or mRNA during acute renal allograft rejection correlates with inflammation, fibrosis, and poor renal outcome. In: Transplantation. 87, Nr. 9, Mai 2009, S. 1377–80. doi:10.1097/TP.0b013e3181a24a4b. PMID 19424039.

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