Hausmaus

Hausmaus
Hausmaus (Mus musculus)

Hausmaus (Mus musculus)

Systematik
Überfamilie: Mäuseartige (Muroidea)
Familie: Langschwanzmäuse (Muridae)
Unterfamilie: Altweltmäuse (Murinae)
Tribus: Murini
Gattung: Mäuse (Mus)
Art: Hausmaus
Wissenschaftlicher Name
Mus musculus
Linnaeus, 1758

Die Hausmaus (Mus musculus) ist eine zu den Altweltmäusen (Murinae) gezählte kleine Art der Langschwanzmäuse (Muridae) und als solche ein Nagetier. Sie kommt in fast allen Ländern vor und lebt oft mit dem Menschen zusammen.

Zuchtlinien der Hausmaus werden als so genannte Labormaus seit Jahrzehnten für Tierversuche gehalten.

Äußere Merkmale

Die Hausmaus erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von 7 bis 11 Zentimetern, eine Schwanzlänge von 7 bis 10 Zentimetern und ein Gewicht von etwa 20 bis 25 Gramm; die in Laboren gehaltenen weißen Mäuse und die sog. Farbmäuse können wesentlich schwerer werden, 45 bis 60 Gramm sind keine Seltenheit. Die oberen Nagezähne sind etwas eingekerbt. Der Körper ist oberseits mausgrau bis braungrau, die Unterseite ist etwas heller. Der Schwanz ist mit deutlich sichtbaren Schuppenringen versehen und spärlich behaart. Ausgewachsene Hausmäuse lassen sich von den ähnlich aussehenden Wühlmäusen relativ leicht unterscheiden: Bei Wühlmäusen ist der Schwanz stets deutlich kürzer als die Hälfte ihres Rumpfes (Nase bis Schwanzansatz), bei Hausmäusen ist er stets deutlich länger als die Hälfte des Rumpfes.

Karyotyp und Genom

Die genetische Information der Maus ist innerhalb des Zellkerns in zweimal 19 Chromosomen organisiert plus zwei Geschlechtschromosomen.[1] Das vollständige Genom einer Labormaus wurde erstmals 2002 analysiert; es besteht aus 2.716.965.481 Basenpaaren. Die genaue Anzahl der Gene (zunächst auf 24.000 geschätzt) ist noch unbekannt.[2][3]

Verbreitung

Datei:Mouse eating.ogv Die Hausmaus ist heute weltweit verbreitet, scheint aber ursprünglich in Indien heimisch gewesen zu sein. Man kann anhand von Knochenfunden den Weg der Mäuse von Indien westwärts verfolgen. Die Östliche Hausmaus (Mus musculus musculus) kam offenbar von Indien über Zentralasien nach Mittel- und Westeuropa und erreichte das Gebiet des heutigen Belgien um 4000 v. Chr. Die Westliche Hausmaus (Mus musculus domesticus) gelangte über Westasien in den Mittelmeerraum. 10000 v. Chr. ist sie in Palästina nachgewiesen, 4000 v. Chr. in Griechenland, 1000 v. Chr. in Spanien und um die Zeitenwende auf den Britischen Inseln, wohin sie vermutlich auf römischen Schiffen gelangte. Seither drängte sie die Östliche Hausmaus immer weiter nach Osten ab.

Es besteht wenig Zweifel daran, dass die Ausbreitung der Hausmaus in unmittelbarem Zusammenhang mit ihrer Bindung an den Menschen besteht. In jungsteinzeitlichen Ausgrabungsstätten in Anatolien fand man Belege dafür, dass Hausmäuse bereits damals Mitbewohner menschlicher Behausungen waren. Auf Schiffen gelangten sie in den letzten 1000 Jahren nach Afrika, Amerika und Australien.

Die Hausmaus ist eine äußerst erfolgreiche Spezies. So konnte sie sich als Kulturfolger mit der zumeist unfreiwilligen Hilfe des Menschen auf der ganzen Erde verbreiten. Wenn sie nicht in der Nähe des Menschen lebt, bewohnt sie vor allem Steppen, Wüstengebiete und Kulturland. Dort gräbt sie Gänge und baut Nester, in denen sie ihre Vorräte lagert. In Deutschland kommt sie in zwei Unterarten vor, die seit ungefähr 5000 Jahren getrennt voneinander sind: der westlichen (Mus musculus domesticus) sowie der östlichen (Mus musculus musculus). Beide Unterarten bilden in einer schmalen Kontaktzone im Osten Schleswig-Holsteins Hybrid-Populationen. Die in Laboren gehaltenen weißen Mäuse stammen ausnahmslos von der westlichen Unterart ab.[4][5]

Hausmäuse gelten als eine Art, die in Mitteleuropa nicht ursprünglich heimisch war, sondern die sich erst durch den Menschen hier ausbreitete. Ihre Ausbreitung liegt jedoch so lange zurück, dass sie als Archäozoon gilt.

Hausmaus (Mus musculus) im nördlichen Baden-Württemberg (Deutschland).

Verhalten

Die Hausmaus hält keinen Winterschlaf, sie kann jedoch bei Frost und Futterknappheit in einen Erstarrungszustand fallen. Die in der Nähe des Menschen lebende Hausmaus betreibt, besonders wenn sie sich dort leicht und regelmäßig Nahrung beschaffen kann, eine nicht so ausgiebige Vorratshaltung. Die Hausmaus ist in der Nähe des Menschen meist nachtaktiv. Nur wenn sie sich sehr sicher fühlt, verlässt sie auch tagsüber ihr Versteck.

Hausmäuse sind neben den Ratten hinsichtlich ihres Sozialverhaltens (speziell des Eintrageverhaltens) und ihres Erbgeschehens die am besten untersuchten Säugetiere. Sie verständigen sich untereinander einerseits durch geruchliche Merkmale (siehe Olfaktorische Kommunikation bei Hausmäusen), andererseits durch Ultraschall-Laute. Besonders bei Nestlingen kann man das leise Knacken der Stimmlippen deutlich hören, wenn sie (für Menschen unhörbare) Ultraschall-Laute produzieren. Neuesten Studien zufolge wird die Kommunikation über Ultraschall auch in der Balz eingesetzt. Dabei „singen“ die Männchen individuelle, immer wiederkehrende Melodiethemen, die eine ähnliche Qualität wie die junger Singvögel haben.

Freilebende Hausmäuse bewegen sich im ihnen bekannten Gelände auf festen, durch den Geruch gekennzeichneten Bahnen, die man im Freiland auf Rasen gelegentlich als regelrechte Trampelpfade wahrnehmen kann.

Hausmaus im Freiland

Ernährung

Hausmäuse sind sogenannte Allesfresser: Sie verzehren zwar überwiegend pflanzliche Nahrung (zum Beispiel herabgefallene Samen von Gräsern, Nüsse und Wurzeln), nutzen für ihre Ernährung aber beispielsweise auch lebend erbeutete Insekten.

Fortpflanzung

Bei entsprechendem Nahrungsangebot ist die Hausmaus das ganze Jahr über fortpflanzungsfähig. Bis zu acht Würfe mit durchschnittlich drei bis acht Jungen im Jahr sind möglich, aber keineswegs die Regel. Wenn sich aber ihre Nahrungsreserven und das Platzangebot verknappen, also sozialer Stress entsteht, verzögern sich die Eireifung und die Brunst. Diese hormonelle Steuerung schützt letztlich vor einer Überbevölkerung.

Die Jungtiere werden nackt, blind, taub und unpigmentiert geboren und wiegen weniger als ein Gramm. Einzig die festverschlossenen Augen sind bei Wildmäusen bereits dunkel, bei weißen Mäusen hingegen ebenfalls völlig farblos. Um den 10. Lebenstag herum sind die Nestlinge von einem gleichmäßigen Flaum aus kurzen Haaren überzogen, und am 15. oder 16. Tag nach der Geburt öffnen sich die Augen. Bis zu einem Alter von etwa 21 Tagen werden sie mit Milch gesäugt, dann können sie von der Mutter abgesetzt werden. Im Alter von drei Wochen haben sie ein Körpergewicht von etwa sechs Gramm erreicht. Im Alter von sechs Wochen sind sie geschlechtsreif. Wirklich zuchtreif sind sie ab der achten Woche. Die Tragezeit beträgt etwa drei Wochen.

Lebenserwartung

Die Lebenserwartung von Wildfängen der Hausmaus beträgt in der Tierhaltung zwei bis drei Jahre, einzelne Tiere können deutlich älter werden. Durch innerartliche Konkurrenz und Feinddruck ist die Lebenserwartung von Hausmäusen im Freiland erheblich geringer.

Natürliche Feinde

Zu den natürlichen Feinden der Hausmaus in Europa zählen im Haus und in dessen Nahbereich vor allem Hauskatzen, Wanderratten und Steinmarder, in Scheunen die Schleiereule, die auch in Gebäuden jagt. In freier Natur werden Hausmäuse von vielen Greifvogel- und Eulenarten gefressen, ferner von Wieseln und anderen Mardern sowie vom Rotfuchs und von Schlangen und Wildkatze.

Hausmäuse und Menschen

Hausmäuse als Heimtiere

Hauptartikel: Farbmaus

Die domestizierte Form der Hausmaus („Farbmaus“, „weiße Maus“) wird auch als Heimtier gehalten. Domestizierte Hausmäuse sind in der freien Wildbahn nicht längerfristig überlebensfähig. Die Haltung von Wildfängen der Hausmaus in Käfigen erweist sich in der Regel als schwierig, da die Tiere mangels genügenden Auslaufs zu Verhaltensstereotypien bis hin zur Selbstbeschädigung und zum Infantizid neigen. Eine auch nur annähernd artgerechte Haltung ist nahezu unmöglich.

Schadwirkung

Von Mäusen benagte Nussernte

Als sehr anpassungsfähiges Tier gilt die freilebende Hausmaus gemeinhin als Nahrungsmittelschädling.

Hausmäuse sind neben anderen kleinen Nagern ebenfalls Reservoirwirte für diverse Borrelienarten (Bakterien), die dann von Vektoren wie z.B. auch schon in Vorgärten vorkommenden Zecken auf Tier und Mensch übertragen werden können.

Bekämpfung

Siehe auch: Mausefalle und Rodentizid

Jahrhundertelang wurden Hauskatzen gehalten, um Mäuse zu bekämpfen. Heute dürfte die meistverbreitete Bekämpfung der Mäuse wohl neben dem Vergiften mit gebeiztem Getreide, welches zu einem qualvollen Tod führt, das Aufstellen von Fallen sein. Früher wurden zur Mäusebekämpfung unter anderem Arsenverbindungen, Bariumcarbonat, Strychnin, Weißer Phosphor und Thalliumsulfat eingesetzt. Diese Stoffe hatten den Nachteil, dass sie auch Menschen und anderen Wirbeltieren schaden konnten. Auch das aktuell erlaubte Zinkphosphid ist in dieser Hinsicht nicht unbedenklich. Für die Umwelt und für andere Lebewesen am wenigsten bedenklich sind Gerinnungshemmer, die dem Vitamin K1 entgegen wirken und die auch in der Natur vorkommen. Bei Nagetieren führen sie nach Einnahme über mehrere Tage zu tödlichen inneren Blutungen. Nur eine Einnahme größerer Mengen ist für Menschen gefährlich.[6] Das Auslagen von Gift führt jedoch nicht selten zu Vergiftungen von Haustieren wie Hunden und Katzen, wenn sie Giftköder oder vergiftete Mäuse oder Ratten fressen.

Mausefallen lassen sich unterteilen in lebendig fangende Fallen, zum Beispiel Kasten- oder Korbfallen aus Holzbrettchen und Draht, und tödlich fangende Fallen, zum Beispiel Schlagfallen mit einem federgespannten Hebel.

Systematik

Unterarten der Hausmaus sind:

  • Östliche Hausmaus (Mus musculus musculus)
  • Westliche Hausmaus (Mus musculus domesticus)
  • Asiatische Hausmaus (Mus musculus bactrianus)
  • Mandschurische Hausmaus (Mus musculus manchu)
  • Wagner-Hausmaus (Mus musculus wagneri)

Ferner wurde 1949 das Bestehen einer weiteren Unterart auf Helgoland postuliert, genannt Helgoländer Hausmaus (Mus musculus helgolandicus).[7]

Literatur und Nachweise

Einzelnachweise

  1. The Jackson Laboratory: Mice with chromosomal aberrations.
  2. MapViewer Eintrag
  3. Waterston RH, Lindblad-Toh K, Birney E, et al.: Initial sequencing and comparative analysis of the mouse genome. In: Nature. 420, Nr. 6915, Dezember 2002, S. 520–62. doi:10.1038/nature01262. PMID 12466850.
  4. K. Zimmermann: Zur Kenntnis von Mus musculus L. In: Zeitschrift für Säugetierkunde. 10, 1935, S. 155–159
  5. K. Zimmermann: Zur Kenntnis der mitteleuropäischen Hausmäuse. In: Zoologisches Jahrbuch, Abteilung Systematik, Ökologie und Geographie der Tiere. 78, 1950, S. 301–322
  6. Peter Mühlbauer: Ein Verbot, für das niemand verantwortlich sein will, Über das Verbot des landwirtschaftlichen Mäusegifts Chlorphacinon. In: Telepolis. 10. Juli 2008
  7. K. Zimmermann: Die Hausmaus von Helgoland Mus musculus helgolandicus sspec. nov.. Zeitschrift für Säugetierkunde, Band 17, 1949, S. 163–166

Weblinks

 Commons: Hausmaus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Vorlage:Commonscat/WikiData/Difference
 Commons: Maus als Thema – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Vorlage:Commonscat/WikiData/Difference
  • Mus musculus in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2008. Eingestellt von: G. Musser u. a., 2008. Abgerufen am 1. Januar 2009
  • DMRM e.V. Deutscher Mäuse-Rassezuchtverein Muroidea e. V.
  • hausmaus.at Natürliche Feinde der Hausmaus, Hausmausbekämpfung
  • Bio-Plos Studien über „singende“ Männchen in der Balz (englisch)
  • Mouse Genome Informatics (MGI) Daten über die Genetik der Hausmäuse und bekannte Mutationen (englisch)

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