Georg Balthasar Metzger

Georg Balthasar Metzger

Georg Balthasar Metzger (* 23. September 1623 in Schweinfurt; † 9. Oktober 1687 in Tübingen) war ein deutscher Mediziner und Naturwissenschaftler und Mitbegründer der Academia Naturae Curiosorum in Schweinfurt.

Leben und Wirken

Metzger studierte Medizin an den Universitäten Metz, Padua, Jena und Basel. In Jena wurde er 1644 bei Johann Georg Macasius promoviert. Der Titel seiner Dissertation war Disputatio Medica De Purgatione.

1650 wurde er zudem mit einer Dissertation unter dem Titel De affectibus, quibus, Großhirn obnoxium est, et quibus signis cognoscantur an der Universität Basel bei Emmanuel Stupanus promoviert.

1653 wurde er Professor für Medizin und Physik an der Universität Gießen. Am 1. Januar dieses Jahres gründete Metzger zusammen mit Johann Laurentius Bausch, Johann Michael Fehr und Georg Balthasar Wohlfarth (1607–1674) in Schweinfurt die Academia Naturae Curiosorum.

Von dort kam er 1661 an die Universität Tübingen, wo seine Schwerpunkte auf Anatomie und Botanik lagen. Herzog Eberhard III hatte ihn nach Tübingen berufen, damit der anatomisch-chirurgische Unterricht wieder ordentlich durchgeführt und verbessert wurde. In Tübingen war Metzger von 1681 bis 1688 Direktor des Botanischen Gartens Hortus medicus. Sein Schüler Rudolf Jacob Camerer wurde Nachfolger als Gartendirektor in Tübingen.

Familie

Er war Katharina Margarete Küffner verheiratet. Ihre Tochter Anna Magdalena († 1682) heiratete den Juristen Ferdinand Christoph Harpprecht.

Literatur

Weblinks


Diese Artikel könnten dir auch gefallen

Die News der letzten 7 Tage

19.04.2021
Neobiota
Ausbreitung zweier invasiver Arten: Waschbären und Marderhunde
Der aus Asien stammende Marderhund und der nordamerikanische Waschbär werden sich in Zukunft in Europa vermutlich noch weiter ausbreiten.
19.04.2021
Klimawandel | Land-, Forst- und Viehwirtschaft
Der Klimawandel macht es schwieriger, eine gute Tasse Kaffee zu bekommen
Äthiopien könnte in Zukunft weniger besonders hochwertigen Kaffee und mehr durchschnittliche, eher fade schmeckende Sorten erzeugen.
19.04.2021
Anthropologie | Entwicklungsbiologie
Evolution der menschlichen Geburtsprobleme
Im Gegensatz zu den meisten anderen Primaten sind menschliche Neugeborene im Vergleich zur Breite des mütterlichen Geburtskanals sehr groß, was zu einem hohen Risiko sowohl für das Baby als auch die Mutter werden kann.
15.04.2021
Anthropologie | Biodiversität | Primatologie
Bedrohte Lemuren: „Unser Verhalten entscheidet, wer überlebt“
Biologen zeigen in einer Studie am Beispiel des Fingertiers oder Aye-aye wie Bildungsarbeit dazubeitragen kann, bedrohte Tierarten zu schützen.
15.04.2021
Ethologie | Primatologie
Gorillamänner bluffen nicht!
Als eines der symbolträchtigsten Geräusche im Tierreich hat das Brusttrommeln Eingang in unsere Umgangssprache gefunden – darunter wird oft eine übertriebene Einschätzung der eigenen Leistungen verstanden.