Gestreifter Knurrhahn

Gestreifter Knurrhahn
Chelidonichthys lastoviza2.jpg

Gestreifter Knurrhahn (Trigloporus lastoviza)

Systematik
Barschverwandte (Percomorpha)
Ordnung: Drachenkopfartige (Scorpaeniformes)
Unterordnung: Drachenkopfverwandte (Scorpaenoidei)
Familie: Knurrhähne (Triglidae)
Gattung: Trigloporus
Art: Gestreifter Knurrhahn
Wissenschaftlicher Name der Gattung
Trigloporus
Smith, 1934
Wissenschaftlicher Name der Art
Trigloporus lastoviza
(Bonnaterre, 1788)

Der Gestreifte Knurrhahn (Trigloporus lastoviza) ist eine Art der Knurrhähne innerhalb der Panzerwangen. Sein Verbreitungsgebiet reicht von Großbritannien bis Südafrika, zudem ist er in der Nordsee und im Mittelmeer anzutreffen.

Merkmale

Der Gestreifte Knurrhahn besitzt einen langgestreckten, kegelförmigen Körper mit einem großen Kopf, der nach hinten schmaler wird. Er erreicht eine Körperlänge von durchschnittlich 15 Zentimeter, die Maximallänge kann bis zu 40 Zentimeter betragen.[1] Der steil abfallende Kopf besitzt ein großes, sehr breites und endständiges Maul mit fleischigen Lippen. Er ist mit zahlreichen Leisten gepanzert. Der Rücken und die Flanken sind rot mit dunklen Flecken oder undeutlicher Bänderung. Die Afterflosse ist rot mit einem gelben Saum.Die flügelartig erweiterten Brustflossen besitzen einen leuchtend blauen Saum und dunkle und blaue Flecken.[2]

Die Brustflossen sind flügelartig ausgebildet und vergrößert, sodass sie angelegt bis hinter den Ansatz der Afterflosse reichen. Die vordersten drei Hartstrahlen besitzen keine Flossenhaut und sind als einzeln stehende Strahlen frei beweglich. Die Bauchflossen sind kehlständig. Die Rückenflosse ist geteilt.Die vordere Rückenflosse besteht aus 9 bis 11 Hartstrahlen, die zweite aus 16 bis 17 Weichstrahlen. Die Afterflosse besitzt 14 bis 16 Weichstrahlen und die Brustflosse neben den 3 einzeln stehenden Hartstrahlen 10 bis 11 Weichstrahlen.[2]

Verbreitung

Der gestreifte Knurrhahn ist im Ostatlantik von Großbritannien bis Südafrika verbreitet, zudem kommt er in der Nordsee und im Mittelmeer vor.[2][1]

Lebensweise

Der Fisch lebt vor allem auf felsnahem Sand- und Schlammboden in 30 bis 150 Metern Tiefe, wo er sich vor allem von Krebstieren ernährt. Die einzeln stehenden Brustflossenstrahlen setzt er als Tast- und Schreitorgane ein und tastet mit ihnen nach Nahrung im Schlamm.[2][1]

Die Laichzeit fällt in den Sommer. Die Eier mit einem Durchmesser von ca. 1,3 Millimeter werden in das Freiwasser abgegeben und schweben aufgrund von eingelagerten Öltröpfchen im Oberflächenwasser.[2]

Belege

  1. 1,0 1,1 1,2 Gestreifter Knurrhahn auf Fishbase.org (englisch)
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 2,4 Andreas Vilcinskas: Fische - Mitteleuropäische Süßwasserarten und Meeresfische der Nord- und Ostsee. BLV Verlagsgesellschaft, München 2000; S. 170. ISBN 3-405-15848-6.

Literatur

Weblinks

 Commons: Gestreifter Knurrhahn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Vorlage:Commonscat/WikiData/Difference

Diese Artikel könnten dir auch gefallen

Die News der letzten 7 Tage

21.06.2021
Neurobiologie
Wählerische Nervenzellen
Der visuelle Thalamus ist klassischerweise dafür bekannt, die von der Netzhaut kommenden visuellen Reize an die Großhirnrinde weiterzuleiten.
21.06.2021
Botanik | Genetik | Klimawandel
Gene für Dürreresistenz in Buchen: Hitzesommer überleben oder austrocknen?
Forscherinnen identifizieren Gene für Dürreresistenz in Buchen, aber nicht jeder Baum hat das genetische Rüstzeug für einen Klimawandel.
21.06.2021
Anthropologie | Neurobiologie
Mimik-Erkennung: Warum das Gehirn dem Computer (noch) überlegen ist
Die Corona-Maskenpflicht macht uns derzeit bewusst: Mimik ist eines unserer wichtigsten Kommunikationssignale.
20.06.2021
Physiologie | Paläontologie
Kleiner Elefant hörte tiefe Töne
Der ausgestorbene Zwergelefant Palaeoloxodon tiliensis von der griechischen Insel Tilos besaß offenbar ein ähnliches Hörspektrum wie seine großen, heute lebenden Verwandten.
20.06.2021
Biodiversität | Insektenkunde
In Deutschland Gewinner und Verlierer: Libellen
In den letzten 35 Jahres hat sich die Verteilung der Libellenarten in Deutschland stark verändert.
18.06.2021
Ethologie | Insektenkunde
Die komplexe Organisation einer Ameisenkolonie
Eine vom Schweizerischen Nationalfonds unterstützte Studie über räuberische Ameisen erklärt, wie kleine Unterschiede zwischen Einzeltieren die kollektive Organisation der Kolonie verändern.
18.06.2021
Ethologie | Primatologie
Schimpansen-Waisen erholen sich vom Verlust der Mutter
Chronischer Stress könnte ein Grund dafür sein, warum manche Tierwaisen eine kürzere Lebenserwartung haben und weniger Nachkommen bekommen.
18.06.2021
Ökologie | Insektenkunde
Stickstoffüberschuss gefährdet Schmetterlinge
Stickstoff aus Landwirtschaft, Verkehrsabgasen und Industrie bringt Schmetterlinge in der Schweiz in Bedrängnis.
18.06.2021
Insektenkunde | Entwicklungsbiologie
Steinfliegen: Jugend beeinflusst Erwachsenenleben
Die Metamorphose führt bei Insekten meist zu völlig verschieden aussehenden Larven- und Erwachsenenstadien: Schmetterlinge unterscheiden sich etwa drastisch von ihren Jungstadien, den Raupen.
18.06.2021
Ökologie | Vogelkunde
Dramatische Veränderung der Brutvogelgemeinschaft
Im Bonner Stadtteil Dottendorf hat die Zahl der Brutvogelarten in den vergangenen 50 Jahren deutlich abgenommen.
16.06.2021
Genetik
Genome aus ihren Puzzleteilen wieder zusammensetzen
Ein Forscherteam des Friedrich-Miescher-Labors für biologische Arbeitsgruppen hat eine neue Methode zur DNA-Sequenzierung entwickelt, die schnelles und effizientes Aufspüren von genetischer Information ermöglicht.
16.06.2021
Ökologie | Land-, Forst- und Viehwirtschaft
Kleingewässer in Agrarlandschaften stark mit Pestiziden belastet
Pestizide sichern die Erträge in der Landwirtschaft, indem sie schädliche Insekten, Pilze und Unkräuter bekämpfen.