Goldteju

Goldteju
Goldteju (Tupinambis teguixin)

Goldteju (Tupinambis teguixin)

Systematik
Reihe: Landwirbeltiere (Tetrapoda)
Klasse: Reptilien (Reptilia)
Ordnung: Schuppenkriechtiere (Squamata)
Familie: Schienenechsen (Teiidae)
Gattung: Echte Tejus (Tupinambis)
Art: Goldteju
Wissenschaftlicher Name
Tupinambis teguixin
(Linnaeus, 1758)

Der Goldteju (Tupinambis teguixin), auch Bänderteju oder Salompenter genannt, ist eine Art in der Familie der Schienenechsen (Teiidae). Er wurde 1758 von Linné beschrieben.

Verbreitung

Sein Verbreitungsgebiet ist das nördliche und mittlere Südamerika und reicht von Kolumbien, Venezuela und Guayana, über das Amazonasgebiet bis nach Paraguay und Nordargentinien. Er lebt dort als Bodenbewohner in Regenwäldern, Savannen, im Küstenbereich und entlang der Flüsse.

Merkmale

Der Goldteju kann bis zu 1,4 Meter lang werden und ist von schwarzbrauner, leicht bläulich schimmernder Grundfärbung. Gelbe Flecken auf dem Rücken setzen sich zu mehreren Querbinden zusammen. An Kopf, Hals und Beine finden sich weißgelbe Flecken. Er hat 17 bis 29 Präanal- und Femoralporen.

Lebensweise

Goldtejus ernähren sich von Insekten, Spinnen, Eiern und kleinen Wirbeltieren. Gelegentlich fressen sie auch Obst, Kräuter und Blüten. Sie können sehr gut klettern und schwimmen und graben Wohnhöhlen in den Bodengrund.

Fortpflanzung

Goldtejumännchen umwerben die Weibchen mit Kopfnicken, Zischlauten und zarten Bissen in den Schwanz. Das Weibchen bekundet seine Paarungsbereitschaft durch Kopfschütteln und dem Anheben des Schwanzes. Bei der Kopulation beißt das Männchen in den Nacken des Weibchens. Die 4 bis 32 Eier werden oft in ein aufgebrochenes Nest von Baumtermiten gelegt, das die Termiten danach wieder verschließen. So bietet es einen warmen und sicheren Schutz. Die Eier wiegen zwischen 17 und 24 Gramm, sind 42 bis 54 mm lang und 25 bis 31 mm breit. Nach dem Schlupf nach 152 bis 171 Tagen müssen sich die 18 bis 20 Gramm schweren Jungtiere einen Weg nach draußen bahnen. Sie haben dann eine Kopf-Rumpf-Länge von etwa 8 bis 8,5 Zentimeter und einen 12 Zentimeter langen Schwanz. Nach einem Jahr können sie eine Länge von 40 Zentimeter erreichen.

Literatur

Weblinks

 Commons: Goldteju – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Diese Artikel könnten dir auch gefallen

Die News der letzten 7 Tage

23.06.2021
Botanik | Physiologie | Biochemie
Wie kleine Moleküle Pflanzen bei ihrer Stressbewältigung helfen
Ein Team von Wissenschaftlerinnen hat in einer aktuellen Studie ein neuartiges regulatorisches kleines Molekül untersucht und beschrieben.
23.06.2021
Zytologie | Genetik | Biochemie
Flashmob im Zellkern
Der Zellkern ist weit mehr als eine Art Aufbewahrungs-Behälter für Chromosomen: In ihm sitzt auch die komplexe Maschinerie, die Abschriften der gerade benötigten Gene herstellt und in die Zelle entlässt.
23.06.2021
Anthropologie | Primatologie
Dem Affen in die Augen geschaut
Das Weiße in unserem Auge ist etwas Besonderes, denn die Lederhaut ist nicht pigmentiert, weshalb wir gut verfolgen können, wohin unser Gegenüber schaut.
23.06.2021
Physiologie | Ökologie | Biodiversität
Der Duft macht’s
Pflanzliche Inzucht mindert die Attraktivität für Bestäuber, das zeigt ein Forschungsteam am Beispiel der Weißen Lichtnelke.
23.06.2021
Anthropologie | Physiologie | Primatologie
Das Alter lässt sich nicht betrügen
Die Lebenserwartung in Primatenpopulationen wird durch die Überlebensrate der Jüngeren bestimmt.
23.06.2021
Botanik | Physiologie | Klimawandel
Warum Bäume nachts wachsen
Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, dass Bäume mehrheitlich tagsüber wachsen.
21.06.2021
Neurobiologie
Wählerische Nervenzellen
Der visuelle Thalamus ist klassischerweise dafür bekannt, die von der Netzhaut kommenden visuellen Reize an die Großhirnrinde weiterzuleiten.
21.06.2021
Botanik | Genetik | Klimawandel
Gene für Dürreresistenz in Buchen: Hitzesommer überleben oder austrocknen?
Forscherinnen identifizieren Gene für Dürreresistenz in Buchen, aber nicht jeder Baum hat das genetische Rüstzeug für einen Klimawandel.
21.06.2021
Anthropologie | Neurobiologie
Mimik-Erkennung: Warum das Gehirn dem Computer (noch) überlegen ist
Die Corona-Maskenpflicht macht uns derzeit bewusst: Mimik ist eines unserer wichtigsten Kommunikationssignale.
20.06.2021
Physiologie | Paläontologie
Kleiner Elefant hörte tiefe Töne
Der ausgestorbene Zwergelefant Palaeoloxodon tiliensis von der griechischen Insel Tilos besaß offenbar ein ähnliches Hörspektrum wie seine großen, heute lebenden Verwandten.
20.06.2021
Biodiversität | Insektenkunde
In Deutschland Gewinner und Verlierer: Libellen
In den letzten 35 Jahres hat sich die Verteilung der Libellenarten in Deutschland stark verändert.
18.06.2021
Ethologie | Insektenkunde
Die komplexe Organisation einer Ameisenkolonie
Eine vom Schweizerischen Nationalfonds unterstützte Studie über räuberische Ameisen erklärt, wie kleine Unterschiede zwischen Einzeltieren die kollektive Organisation der Kolonie verändern.
18.06.2021
Ethologie | Primatologie
Schimpansen-Waisen erholen sich vom Verlust der Mutter
Chronischer Stress könnte ein Grund dafür sein, warum manche Tierwaisen eine kürzere Lebenserwartung haben und weniger Nachkommen bekommen.
18.06.2021
Ökologie | Insektenkunde
Stickstoffüberschuss gefährdet Schmetterlinge
Stickstoff aus Landwirtschaft, Verkehrsabgasen und Industrie bringt Schmetterlinge in der Schweiz in Bedrängnis.
18.06.2021
Insektenkunde | Entwicklungsbiologie
Steinfliegen: Jugend beeinflusst Erwachsenenleben
Die Metamorphose führt bei Insekten meist zu völlig verschieden aussehenden Larven- und Erwachsenenstadien: Schmetterlinge unterscheiden sich etwa drastisch von ihren Jungstadien, den Raupen.
18.06.2021
Ökologie | Vogelkunde
Dramatische Veränderung der Brutvogelgemeinschaft
Im Bonner Stadtteil Dottendorf hat die Zahl der Brutvogelarten in den vergangenen 50 Jahren deutlich abgenommen.