Hoki

Dieser Artikel bezieht sich auf den Hokifisch. Für die gleichnamige japanische Provinz Hoki siehe Provinz Hoki.
Hoki
Macruronus novaezelandiae.jpg

Hoki (Macruronus novaezelandiae)

Systematik
Acanthomorpha
Ordnung: Dorschartige (Gadiformes)
Unterordnung: Gadoidei
Familie: Seehechte (Merlucciidae)
Gattung: Macruronus
Art: Hoki
Wissenschaftlicher Name
Macruronus novaezelandiae
(Hector 1871)

Der Hoki, „Neuseeland-Hoki“, „Neuseeländischer Hoki“, „Blauer Seehecht“ oder „Neuseeländischer Langschwanz-Seehecht“ (wissenschaftlich: Macruronus novaezelandiae, engl.: „blue grenadier“ oder „blue hake“) ist ein pazifischer Fisch, der mit dem atlantischen Seehecht (merluccius) verwandt ist.

Junge Fische leben in höheren Bereichen (200–600 m), ältere in Bodennähe bis 1500 m Tiefe. Hokis leben in Schwärmen und ernähren sich von kleinen Fischen, wie etwa Leuchtsardinen, aber auch von Krebsen und Tintenfischen.

Der Hoki wird ganzjährig in Tiefen von 400 bis 1000 Metern mit Schwimm- und Grundschleppnetzen als Speisefisch gefangen. Hauptfanggebiete sind die Westküste der Südinsel Neuseelands, die Cookstraße und der Chatham Rise östlich von Neuseeland.

Das weiße Fleisch des Tiefseefisches wird roh häufig für Sushi verwendet. In Deutschland wird er meist in Form von Tiefkühlfilets vertrieben. Er ist unter den Namen „Neuseeländischer Hoki“, „Blauer Seehecht“ oder auch „Neuseeländischer Langschwanz-Seehecht“ bekannt.

Laut Greenpeace sollte der Verzehr vermieden werden, da die Bestandszustände schlecht oder unklar seien, er langlebig und langsam wachsend sei, spät die Geschlechtsreife erreiche und zerstörerische Grundschleppnetzfischerei oder pelagische Schleppnetzfischerei mit Beifang an Hoki-Jungtieren und bedrohten Seevögeln, Haien und Rochen betrieben werde.[1]

Die Gesamtfangzahl (TAC-Level) für 2001 lag bei 200.000 Tonnen, für 2008/09 bei 90.000 (metrischen) Tonnen laut MSC.

  • Größe: 60 bis 130 cm
  • Gewicht: > 1,5 kg
  • Alter: > 20 Jahre

Einzelnachweise

  1. Greenpeace: Fischerei

Diese Artikel könnten dir auch gefallen

Die News der letzten 7 Tage

13.06.2021
Anthropologie | Virologie | Immunologie
Wie Viren Immunzellen zu Trojanischen Pferden machen
Zytomegalieviren programmieren Fresszellen der Lunge so um, dass sie selbst Viren produzieren und diese in der Lunge verbreiten.
13.06.2021
Bionik und Biotechnologie | Land-, Forst- und Viehwirtschaft
Zuckerhirse: Süßes Versprechen für die Umwelt
Zuckerhirse lässt sich zur Herstellung von Biogas, Biokraftstoffen und neuen Polymeren nutzen, zudem kann sie dazu beitragen, Phosphatdünger zu ersetzen.
13.06.2021
Botanik | Physiologie
Todesduft der Pfeifenwinde lockt Sargfliegen in die Blüten
Ein internationales Pflanzenforscherteam hat in einer neuen Studie eine ungewöhnliche und bisher unbekannte Fortpflanzungsstrategie bei Pflanzen entdeckt.
11.06.2021
Ökologie | Biodiversität | Meeresbiologie
Untermieter auf Manganknollen: Schwämme sorgen für Artenreichtum
Tief auf dem Meeresgrund lagern wertvolle Rohstoffe – beispielsweise Knollen aus Mangan, Eisen, Kobalt und Kupfer.
11.06.2021
Morphologie
Das Metallgebiss des Borstenwurms
Metallatome sind für die bemerkenswerte Stabilität von Borstenwurm-Kiefern verantwortlich, zeigen Experimente der TU Wien.
11.06.2021
Paläontologie | Entwicklungsbiologie
Versteinert: 99 Millionen Jahre alte Geburt
Einem Forschungsteam ein außergewöhnlicher Fund gelungen: Sie fanden eine fossile weibliche Landschnecke, die gemeinsam mit ihren fünf Jungtieren in einem 99 Millionen Jahre alten Bernstein eingeschlossen wurde.
09.06.2021
Genetik | Neurobiologie
Menschen-Gen macht Mäuse schlauer
Ein Gen, das nur beim Menschen vorkommt, führt bei Mäusen zu einem größeren Gehirn, erhöhter Flexibilität des Gedächtnisses und weniger Ängstlichkeit.
09.06.2021
Taxonomie
„Zombie-Frosch“ entdeckt
Senckenberg-Wissenschaftlerinnen haben mit einem internationalen Team drei neue Froscharten aus dem nördlichen Amazonasgebiet beschrieben.
09.06.2021
Klimawandel | Primatologie
Kein Platz für Menschenaffen
Der Klimawandel wird das Verbreitungsgebiet afrikanischer Menschenaffen in den nächsten 30 Jahren drastisch verkleinern.
07.06.2021
Ökologie | Klimawandel | Land-, Forst- und Viehwirtschaft
Art der Waldnutzung beeinflusst Lebensrhythmus der Wildpflanzen
Durch die Klimaerwärmung verschieben sich bei vielen Pflanzen die jahreszeitlichen Rhythmen, zum Beispiel die Blütezeit.
07.06.2021
Ethologie | Vogelkunde
Junge Seeadler bleiben länger im elterlichen Revier
Seeadler reagieren sensibel auf Störungen durch den Menschen, weshalb in unmittelbarer Umgebung der Horste forst- und landwirtschaftliche Nutzungen beschränkt sind.
07.06.2021
Ethologie | Vogelkunde
Vertrauen bei Rabenvögeln
Rabenvögel benutzen soziale Informationen, um sich vor Täuschung durch Artgenossen aus Nachbarterritorien zu schützen.