Katzendrossel

Katzendrossel
Katzendrossel (Dumetella carolinensis)

Katzendrossel (Dumetella carolinensis)

Systematik
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
Unterordnung: Singvögel (Passeri)
Familie: Spottdrosseln (Mimidae)
Gattung: Dumetella
Art: Katzendrossel
Wissenschaftlicher Name
Dumetella carolinensis
(Linnaeus 1766)
Dumetella carolinensis-map.jpg

Die Katzendrossel (Dumetella carolinensis) ist ein nordamerikanischer Singvogel aus der Familie der Spottdrosseln.

Merkmale

Die 21 bis 24 cm lange Katzendrossel hat kurze gerundete Flügel und einen langen gerundeten Schwanz. Das Gefieder ist schiefergrau mit schwarzer Kappe und einen schwarzen Schwanz, der unterseits kastanienbraunen Partien aufweist. Der kurze Schnabel ist schwarz, wie auch die Augen, Beine und Füße. Die östlichen Populationen sind dunkler gefärbt als die westlichen. Beide Geschlechter sehen sich ähnlich. Der Vogel ahmt die Rufe anderer Singvögel nach und hat auch ein “Miauen” als Lautäußerung.

Vorkommen

Die Katzendrossel brütet in Kanada in British Columbia, Alberta, Saskatchewan und Manitoba; in den USA von Oregon bis nach New Mexico und im Osten bis an die Küste. Sie überwintert im Südosten der USA, in Mexiko entlang der Ostküste und auf karibischen Inseln. Der Vogel lebt in dichten Büschen, an Waldrändern, in Waldlichtungen, auf aufgegebenem Farmland und an Flüssen und meidet Gegenden mit zu vielen Nadelbäumen.

Verhalten

Die Katzendrossel ist tagaktiv, sie lebt versteckt im Gebüsch. Gewöhnlich fliegt sie bodennah und nur kurze Distanzen von Ast zu Ast, dabei meidet sie Flüge über offenes Gebiet. Der Vogel sucht am Boden seine aus Insekten, Samen und Beeren bestehende Nahrung.

Fortpflanzung

Die Brutsaison dauert von April bis in den frühen August. In dieser Zeit brütet der monogame Vogel gewöhnlich zweimal. Das Nest wird im Gebüsch oder im niedrigen Dickicht aus Zweigen, manchmal auch mit Papierfetzen, gebaut. Das Gelege besteht meist aus zwei bis fünf hellblauen Eiern. Das Weibchen bebrütet diese rund zwei Wochen lang allein. Beide Elternvögel hudern die Küken und füttern sie mit kleinen Wirbellosen. Mit 10 - 11 Tagen werden die Jungvögel flügge, nach weiteren 12 Tagen selbstständig und mit einem Jahr geschlechtsreif.

Häufig legt der Braunkopf-Kuhstärling seine Eier dazu, doch in der Regel erkennt die Katzendrossel ihre eigenen Eier und entfernt die fremden. Ersetzt der Braunkopf-Kuhstärling die herausgeworfenen Eier jedoch rasch, ist die Katzendrossel so verwirrt, dass sie die fremden Eier als ihre eigene betrachtet und die eigenen Eier aus dem Nest wirft. Dies kommt allerdings nur selten vor.

Literatur

Weblinks

Diese Artikel könnten dir auch gefallen

Die News der letzten 7 Tage

13.06.2021
Anthropologie | Virologie | Immunologie
Wie Viren Immunzellen zu Trojanischen Pferden machen
Zytomegalieviren programmieren Fresszellen der Lunge so um, dass sie selbst Viren produzieren und diese in der Lunge verbreiten.
13.06.2021
Bionik und Biotechnologie | Land-, Forst- und Viehwirtschaft
Zuckerhirse: Süßes Versprechen für die Umwelt
Zuckerhirse lässt sich zur Herstellung von Biogas, Biokraftstoffen und neuen Polymeren nutzen, zudem kann sie dazu beitragen, Phosphatdünger zu ersetzen.
13.06.2021
Botanik | Physiologie
Todesduft der Pfeifenwinde lockt Sargfliegen in die Blüten
Ein internationales Pflanzenforscherteam hat in einer neuen Studie eine ungewöhnliche und bisher unbekannte Fortpflanzungsstrategie bei Pflanzen entdeckt.
11.06.2021
Ökologie | Biodiversität | Meeresbiologie
Untermieter auf Manganknollen: Schwämme sorgen für Artenreichtum
Tief auf dem Meeresgrund lagern wertvolle Rohstoffe – beispielsweise Knollen aus Mangan, Eisen, Kobalt und Kupfer.
11.06.2021
Morphologie
Das Metallgebiss des Borstenwurms
Metallatome sind für die bemerkenswerte Stabilität von Borstenwurm-Kiefern verantwortlich, zeigen Experimente der TU Wien.
11.06.2021
Paläontologie | Entwicklungsbiologie
Versteinert: 99 Millionen Jahre alte Geburt
Einem Forschungsteam ein außergewöhnlicher Fund gelungen: Sie fanden eine fossile weibliche Landschnecke, die gemeinsam mit ihren fünf Jungtieren in einem 99 Millionen Jahre alten Bernstein eingeschlossen wurde.
09.06.2021
Genetik | Neurobiologie
Menschen-Gen macht Mäuse schlauer
Ein Gen, das nur beim Menschen vorkommt, führt bei Mäusen zu einem größeren Gehirn, erhöhter Flexibilität des Gedächtnisses und weniger Ängstlichkeit.
09.06.2021
Taxonomie
„Zombie-Frosch“ entdeckt
Senckenberg-Wissenschaftlerinnen haben mit einem internationalen Team drei neue Froscharten aus dem nördlichen Amazonasgebiet beschrieben.
09.06.2021
Klimawandel | Primatologie
Kein Platz für Menschenaffen
Der Klimawandel wird das Verbreitungsgebiet afrikanischer Menschenaffen in den nächsten 30 Jahren drastisch verkleinern.