Michael Friedrich Adams

Michael Friedrich Adams (* 1780 in Moskau; † 1. März 1838 in Wereja, Russland), eigentlich Johann Friedrich Adam, war ein deutsch-russischer Botaniker und Naturwissenschaftler. Sein offizielles botanisches Autorenkürzel lautet „Adams“.

Leben und Wirken

Adams studierte 1795 bis 1796 an der medizinischen Schule von Sankt Petersburg. 1800 bis 1802 nahm er an einer Reise des Grafen Apollo Mussin-Puschkin nach Transkaukasien teil. Als Zoologe begleitete er im Auftrag der Sankt Petersburger Akademie der Wissenschaften die Gesandtschaft unter Graf Juri Golowkin nach China. Diese Expedition misslang; Adams wurde danach nach Jakutsk geschickt; 1805 bis 1806 folgte er in Sibirien der Lena flussabwärts, um einen Mammutfundort aufzusuchen. Adams barg das Skelett, Reste von Weichteilen und den größten Teil der Haut des später Adams-Mammut genannten Tieres. 1806 kehrte er nach Sankt Petersburg zurück. Später bekam er eine Anstellung als „Adjunkt-Professor“ für Botanik an der medizinisch-chirurgischen Akademie zu Moskau.

Ehrentaxon

Der deutsche Botaniker Carl Ludwig Willdenow hat die Pflanzengattung Adamsia (heute Puschkinia) aus der Familie der Hyazinthengewächse (Hyacinthaceae) ihm zu Ehren benannt.

Werke

  •  Michael Friedrich Adams: Decades quinque novarum specierum plantarum. In: Weber und Mohr, Beiträge. 1, Kiel 1805, S. 41–75.
  • Relation abrégée d'un voyage à la mer glaciale, et découverte des restes d'un Mamouth. In: Journal du Nord, XXXII, S. 633, St. Petersbourg (1807) (lt. I. P. Tolmachoff: The Carcasses of the mammoth and rhinoceros found in the frozen ground of Siberia. In: Transactions of the American Philos. Society, Philadelphia, Vol. XXIII, No. 1, 1929, p. I-74b, S. 72. [1] Titelseite mit richtigen bibliographischen Angaben)

Literatur

  •  Robert Zander, Fritz Encke, Günther Buchheim, Siegmund Seybold (Hrsg.): Handwörterbuch der Pflanzennamen. 13. Auflage. Ulmer Verlag, Stuttgart 1984, ISBN 3-8001-5042-5.
  • Carl Jessen: Adam, Johann Friedrich. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 1, Duncker & Humblot, Leipzig 1875, S. 45.

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