Milien

Milien am Augenlid eines Erwachsenen.

Milien (Einzahl Milium, lat. „Hirse(korn)“), auch Hautgrieß oder Grießkörner genannt, sind kleine weiße Zysten, die vornehmlich im Gesicht, aber auch am gesamten Körper (inklusive Genitalbereich), auftreten. Sie sind keine Hautkrankheit, sondern ein rein kosmetisches Problem.

Milien sind Zysten, die sich an den Talgdrüsenausgängen bilden; sie bestehen aus Hornmaterial, nicht aus Talg. Sie fühlen sich meist hart an und sind oft weiß, wenn sie an die Hautoberfläche treten. Manchmal werden sie auch durch Haut überlagert, so dass es nicht klar ist, dass es sich um Milien handelt. Die Behandlung ist problemlos und kann von einer Kosmetikerin vorgenommen werden. Dabei werden die Zysten mit einem kleinen Messer oder einer kleinen Injektionskanüle angeritzt und ausgedrückt. Alleiniges Ausdrücken (ohne zuvoriges Anritzen) ist nicht möglich, und der Versuch schmerzhaft. Bei einer größeren Anzahl von Milien sollten diese durch einen Dermatologen entfernt werden, da die Gefahr einer Narbenbildung groß ist.

Milia neonatorum

Epstein-Perle am Kiefer eines 6-Monate alten Kindes.

Hierbei handelt es sich um Grießkörner, die bei fast allen Neugeborenen auftreten. Sie können sich explosionsartig ausbreiten und kommen vor allem im Gesicht, aber auch auf dem Zahnfleisch vor. Treten sie an der Linie zwischen hartem und weichen Gaumen auf, spricht man von Epstein-Perlen. Die Hautveränderungen heilen ohne Behandlung innerhalb weniger Tage wieder ab.

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