Nervus pectoralis

Als Nervus pectoralis (Plural Nervi pectorales, „Brustnerven“) bezeichnet man zwei Nerven des Plexus brachialis. Beim Menschen unterscheidet man zwei Brustnerven, den Nervus pectoralis lateralis (seitlicher Brustnerv) und den Nervus pectoralis medialis (zur Mitte hin gelegener Brustnerv). Bei den Haustieren unterscheidet man zwei Gruppen, die Nervi pectorales craniales (vordere Brustnerven) und die Nervi pectorales caudales (hintere Brustnerven).

Nervi pectorales des Menschen

Nervus pectoralis lateralis und Nervus pectoralis medialis entspringen beim Menschen zwischen dem fünften Halssegment und dem ersten Brustsegment (C5–-Th1) des Rückenmarks. Sie ziehen hinter dem Schlüsselbein zu den beiden Brustmuskeln, Musculus pectoralis major und Musculus pectoralis minor, und innervieren diese.

Nervi pectorales der Haustiere

Die beiden Nervi pectorales craniales entspringen aus den hinteren Halssegmenten (C6–-C8) des Rückenmarks. Sie innervieren die beiden oberflächlichen Brustmuskeln (Musculi pectorales superficiales).

Die drei bis vier Nervi pectorales caudales stammen aus den Segmenten C8-Th2 und innervieren den tiefen Brustmuskel (Musculus pectoralis profundus).

Literatur

  • Franz-Viktor Salomon: Nervensystem, Systema nervosum. In: Franz-Viktor Salomon, Hans Geyer, Uwe Gille (Hrsg.): Anatomie für die Tiermedizin. Enke, Stuttgart 2004, ISBN 3-8304-1007-7, S. 464–577.

Diese Artikel könnten dir auch gefallen

Die News der letzten 7 Tage

13.06.2021
Anthropologie | Virologie | Immunologie
Wie Viren Immunzellen zu Trojanischen Pferden machen
Zytomegalieviren programmieren Fresszellen der Lunge so um, dass sie selbst Viren produzieren und diese in der Lunge verbreiten.
13.06.2021
Bionik und Biotechnologie | Land-, Forst- und Viehwirtschaft
Zuckerhirse: Süßes Versprechen für die Umwelt
Zuckerhirse lässt sich zur Herstellung von Biogas, Biokraftstoffen und neuen Polymeren nutzen, zudem kann sie dazu beitragen, Phosphatdünger zu ersetzen.
13.06.2021
Botanik | Physiologie
Todesduft der Pfeifenwinde lockt Sargfliegen in die Blüten
Ein internationales Pflanzenforscherteam hat in einer neuen Studie eine ungewöhnliche und bisher unbekannte Fortpflanzungsstrategie bei Pflanzen entdeckt.
11.06.2021
Ökologie | Biodiversität | Meeresbiologie
Untermieter auf Manganknollen: Schwämme sorgen für Artenreichtum
Tief auf dem Meeresgrund lagern wertvolle Rohstoffe – beispielsweise Knollen aus Mangan, Eisen, Kobalt und Kupfer.
11.06.2021
Morphologie
Das Metallgebiss des Borstenwurms
Metallatome sind für die bemerkenswerte Stabilität von Borstenwurm-Kiefern verantwortlich, zeigen Experimente der TU Wien.
11.06.2021
Paläontologie | Entwicklungsbiologie
Versteinert: 99 Millionen Jahre alte Geburt
Einem Forschungsteam ein außergewöhnlicher Fund gelungen: Sie fanden eine fossile weibliche Landschnecke, die gemeinsam mit ihren fünf Jungtieren in einem 99 Millionen Jahre alten Bernstein eingeschlossen wurde.
09.06.2021
Genetik | Neurobiologie
Menschen-Gen macht Mäuse schlauer
Ein Gen, das nur beim Menschen vorkommt, führt bei Mäusen zu einem größeren Gehirn, erhöhter Flexibilität des Gedächtnisses und weniger Ängstlichkeit.
09.06.2021
Taxonomie
„Zombie-Frosch“ entdeckt
Senckenberg-Wissenschaftlerinnen haben mit einem internationalen Team drei neue Froscharten aus dem nördlichen Amazonasgebiet beschrieben.
09.06.2021
Klimawandel | Primatologie
Kein Platz für Menschenaffen
Der Klimawandel wird das Verbreitungsgebiet afrikanischer Menschenaffen in den nächsten 30 Jahren drastisch verkleinern.