PDE-3-Hemmer

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Phosphodiesterase-3-Hemmer sind eine Untergruppe von Medikamenten aus der Gruppe der Phosphodiesterase-Hemmer, die zugelassen sind zur Therapie der akuten Herzinsuffizienz bei fehlendem Ansprechen von Katecholaminen durch Down-Regulation der Rezeptoren am Myokard.

Bisher zugelassene Arzneistoffe sind Amrinon, Cilostazol, Milrinon und Enoximon. Zur Anwendung am Hund ist der Wirkstoff Pimobendan zugelassen.

Indikation

Behandlung der akuten Herzinsuffizienz und des kardialen Schocks.

Wirkungsmechanismus

Durch Hemmung der Phosphodiesterase-3 kommt es zur Erhöhung des second Messenger cAMP. Dadurch werden Proteinkinasen phosphoryliert und Calciumkanäle aktiviert, wodurch der Calcium-Einwärtsstrom während der Plateauphase des Aktionspotentials zunimmt und vermehrt Calcium aus dem Sarkoplasmatischen Retikulum freigesetzt wird. Die Wirkung ist positiv inotrop, d.h. die Kontraktionskraft (Inotropie) des Herzmuskels wird gesteigert. Außerdem wird noch die Wiederaufnahme von Calcium in intrazelluläre Speicher (sarkoplasmatisches Retikulum) beschleunigt. Die PDE-3-Hemmer haben also auch eine positiv lusitrope Wirkung, d.h. sie erhöhen die Erschlaffungsgeschwindigkeit, erleichtern die Muskelrelaxation. Weiters haben sie noch eine vasodilatatorische Wirkung und gehören somit zur Gruppe der Inodilatoren.

Nebenwirkungen

Reversible Thrombopenie, Erhöhung der Transaminasen, Arrhythmien

Anwendungsdauer

Wegen der starken Nebenwirkungen nur für die Kurzzeitanwendung (nicht länger als 14 Tage) zugelassen.

Quellen

  • Forth, Henschler, Rummel, Allgemeine und spezielle Pharmakologie und Toxikologie, München 2002, Seite 457
  • DGAI/DGTHT: Intensivmedizinische Versorgung herzchirurgischer Patienten. - Hämodynamisches Monitoring und Herz-Kreislauf-Therapie. In: www.awmf.org. Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V. (AWMF), 1. April 2010, abgerufen am 12. Februar 2011.
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