Riechkolben

Geruchsnerv, Bulbus olfactorius, Tractus olfactorius (gelb)

Der Riechkolben oder Bulbus olfactorius (lat. bulbus: die Zwiebel, lat. olfactorius: riechend) ist eine Anschwellung an der vorderen Basis des Gehirns und ein Teil des Rhinencephalons bzw. der Riechbahn. Am Riechkolben enden die Riechnerven (Nervi olfactorii), die von der Riechschleimhaut in der Nase durch die Lamina cribrosa des Siebbeins in die Schädelhöhle ziehen. Die Riechkolben beider Seiten sind über die vordere Kommissur (Commisura rostralis) verbunden.

Nach komplizierter Umschaltung in den Glomeruli olfactorii und einer ersten Verarbeitung der Riechinformationen im Riechkolben gelangen die Sinnesmeldungen im Tractus olfactorius zu den höheren Verarbeitungszentren im Telencephalon.

Spezialisierte Zellen des Riechkolbens sind Mitralzellen, Pinselzellen und Körnerzellen.[1]

Riechstörungen durch eine Schädigung des Bulbus olfactorius gehören zu den sogenannten zentralen Dysosmien.[2]

Einzelnachweise

  1. Uni Göttingen: Vorlesung Neuroanatomie
  2. Ludger Klimek, Bertram Moll, Gerd Kobal: Riech- und Schmeckvermögen im Alter. Dtsch Arztebl 2000; 97(14): A-911 / B-763 / C-712

Siehe auch

Weblinks

 Commons: Riechkolben – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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