Schwertschwanzmolch

Schwertschwanzmolch
Cynops ensicauda popei001.jpg

Schwertschwanzmolch (Cynops ensicauda)

Systematik
Klasse: Lurche (Amphibia)
Ordnung: Schwanzlurche (Caudata)
Überfamilie: Salamanderverwandte (Salamandroidea)
Familie: Echte Salamander (Salamandridae)
Gattung: Feuerbauchmolche (Cynops)
Art: Schwertschwanzmolch
Wissenschaftlicher Name
Cynops ensicauda
(Hallowell, 1861)

Der Schwertschwanzmolch (Cynops ensicauda) ist ein Schwanzlurch aus der Gattung der Feuerbauchmolche (Cynops).

Merkmale

Der Schwertschwanzmolch ist ein mittelgroßer, gedrungen wirkender Wassermolch, der 12 bis 16 Zentimeter lang werden kann. Es wurde auch schon von 20 cm langen Exemplaren berichtet. Die Oberseite ist dunkelbraun bis schwarz gefärbt; an den Seiten verläuft oft ein gelblicher Längsstreifen, der unterbrochen sein kann. Außerdem befinden sich dort viele helle Flecken. Die Haut erscheint gekörnelt. Die Bauchseite ist meistens gelb bis orange gefärbt. Auf der Rückenmitte verläuft eine Drüsenleiste und auch seitlich am Rumpf gibt es Wülste, allerdings nur im vorderen Teil. Diese enthalten ein giftiges Hautsekret zur Abwehr von Fressfeinden. Der Schwanz ist im Querschnitt schmal-oval geformt. Während des Wasseraufenthaltes verbreitern sich die Schwanzkanten.

Verbreitung, Lebensraum

Dieser Molch kommt in zwei Unterarten auf mehreren süd-japanischen Inseln vor. Die Nominatform Cynops ensicauda ensicauda besiedelt die Hauptinseln Honshū, Shikoku und Kyushu sowie die Amami-Inseln, Kakeroma und Tokuno. Die Unterart Cynops ensicauda popei lebt auf der Ryuku-Inselgruppe, unter anderem auf Okinawa und Kin.

Als Habitate werden stehende Gewässer wie verkrautete Tümpel, Bewässerungsgräben und Reisfelder bevorzugt. Außerhalb der Fortpflanzungszeit im Frühjahr gehen die Tiere ab Juni/Juli teilweise zum Landleben über und verstecken sich dann unter Steinen und Totholz.

Zum Nahrungsspektrum gehören verschiedenste Insekten und deren Larven, kleine Krebstiere (Wasserflöhe, Hüpferlinge und dergleichen) und Regenwürmer.

Fortpflanzung

Bei der Paarung nähert sich ein Männchen dem Weibchen von hinten. Dann drückt es den Kopf des Weibchens nach unten, indem es ein Vorderbein in den Nacken des Weibchens stemmt und sich dabei gleichzeitig mit einem Hinterbein auf dem Rücken abstützt. In dieser Haltung sondert das Männchen nun Sexualduftstoffe ab, die es dem Weibchen mit dem Schwanz zufächelt. Schließlich kommt es zur Übergabe einer Spermatophore. Später heftet das Weibchen etwa 200 Eier in gallertartigen Hüllen an Unterwasserpflanzen. Die Larven schlüpfen nach einigen Wochen embryonaler Entwicklung und benötigen nun als Kiemenatmer noch mehrere Monate bis zur Metamorphose zum lungenatmenden Landtier.

Weblinks

 Commons: Cynops ensicauda – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Vorlage:Commonscat/WikiData/Difference
  • Cynops ensicauda in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2006. Eingestellt von: Kaneko & Matsui, 2004. Abgerufen am 11. Mai 2006

Diese Artikel könnten dir auch gefallen

Die News der letzten 7 Tage

22.10.2021
Physiologie | Toxikologie | Insektenkunde
Summ-Summ-Summ, Pestizide schwirr´n herum
Was Rapsfelder und Obstplantagen schützt, bedeutet für manche Organismen den Tod: Insektizide und Fungizide werden in der Landwirtschaft gegen Schädlinge und Pilze eingesetzt.
21.10.2021
Mikrobiologie | Genetik | Virologie
Kampf gegen Viren mit austauschbaren Verteidigungsgenen
Bakterien verändern mobile Teile ihres Erbgutes sehr schnell, um Resistenzen gegen Viren zu entwickeln.
21.10.2021
Genetik | Säugetierkunde
Endlich geklärt: Die Herkunft der heutigen Hauspferde
Pferde wurden zuerst in der pontisch-kaspischen Steppe im Nordkaukasus domestiziert, bevor sie innerhalb weniger Jahrhunderte den Rest Eurasiens eroberten.
21.10.2021
Bionik, Biotechnologie, Biophysik | Entwicklungsbiologie | Säugetierkunde
Eizellenentnahme bei einem von zwei Nördlichen Breitmaulnashörnern eingestellt
Nach einer speziellen, umfassenden ethischen Risikobewertung hat das Team nun beschlossen, das ältere der beiden verbleibenden Weibchen – die 32-jährige Najin –, als Spenderin von Eizellen (Oozyten) in den Ruhestand zu schicken.
20.10.2021
Toxikologie | Insektenkunde | Land-, Forst- und Viehwirtschaft
Verheerende Auswirkungen von Insektenvernichtungsmittel
Neonicotinoide beeinflussen menschliche Neurone und schädigen potentiell somit nicht nur Insektenzellen, sie sind synthetisch hergestellte Wirkstoffe, die zur Bekämpfung von Insekten eingesetzt werden.
19.10.2021
Biochemie | Bionik, Biotechnologie, Biophysik | Bioinformatik
Wie Künstliche Intelligenz dabei hilft, Enzymtätigkeit zu quantifizieren
Ein internationales Bioinformatikerteam entwickelte ein neues Verfahren, um die die Reaktionskinetik bestimmende Michaelis-Konstante vorherzusagen.
19.10.2021
Physiologie | Neurobiologie | Vogelkunde
Vogel-Pupillen verhalten sich anders als erwartet
Die Pupille regelt nicht nur den Lichteinfall ins Auge, sondern spiegelt den Zustand des wachen Gehirns wider.
20.10.2021
Ethologie | Neurobiologie | Säugetierkunde
Findet Rico - „den ganz besonderen Hund“
Zwei Forscherinnen sind auf der Suche nach „dem einen ganz besonderen Hund“.