Silberbeil

Silberbeil
Argyropelecus olfersii1.jpg

Silberbeil (Argyropelecus olfersii)

Systematik
Clupeocephala
Kohorte: Euteleosteomorpha
Ordnung: Maulstachler (Stomiiformes)
Familie: Tiefsee-Beilfische (Sternoptychidae)
Gattung: Argyropelecus
Art: Silberbeil
Wissenschaftlicher Name
Argyropelecus olfersii
(Cuvier, 1829)

Der Silberbeil (Argyropelecus olfersii) ist ein kleiner Tiefseefisch aus der Familie der Tiefsee-Beilfische (Sternoptychidae). Die Fische leben im östlichen Atlantik von der Küste Islands bis zu den Kanarischen Inseln und sind hin und wieder auch in der nördlichen Nordsee (Norwegischen Rinne) und im Skagerrak anzutreffen. Außerdem gibt es Vorkommen im Südatlantik vor der Küste Südafrikas und Namibias und im südöstlichen Pazifik vor der Küste Chiles.

Merkmale

Der Körper des Silberbeils ist von silbriger Farbe, kurz, hochrückig und seitlich stark abgeflacht. Die Fische werden sieben bis neun Zentimeter lang. Am Bauch befinden sich sehr große Leuchtorgane, die ab einer Standardlänge von 16–17 mm voll entwickelt sind. Die Augen sind aufwärts gerichtet, das Maul steht fast senkrecht. Am unteren Rand des Kiemendeckels befinden sich einige nach vorn und nach unten gerichtete Stacheln. Ein Stachel am oberen Rand des Kiemendeckels ist kurz und nach außen gerichtet. Die Mittellinie des Bauches ist durch eine konkave Einbuchtung gekennzeichnet. Vor den beiden kurzen Rückenflossen findet sich ein knöcherner Grat. Auf dem Schwanzflossenstiel sitzt eine lange, niedrige Fettflosse.

Lebensweise

Der Silberbeil lebt mesopelagisch im offenen Meer. Tagsüber bleibt er in Tiefen von 200 bis 800 Metern und unternimmt nur kurze Vertikalwanderungen. In der Nacht steigt er bis in eine Höhe von 100 Metern zur Wasseroberfläche auf. Er frisst vor allem Krebstiere und kleine Fische. Larven vor der Metamorphose leben in Tiefen von 100 bis 300 Metern.

Literatur

  • Bent J. Muus, Jørgen G. Nielsen: Die Meeresfische Europas. In Nordsee, Ostsee und Atlantik. Franckh-Kosmos Verlag, ISBN 3440078043

Weblinks

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