Sklerit

Nadeln eines Schwamms aus der Familie der Pachastrellidae

Als Sklerite werden verschiedene Hartteile in unterschiedlichen Tiergruppen bezeichnet, vor allem die stabilisierenden Skelettnadeln der Schwämme sowie die als Ansatzstellen für die Muskulatur dienenden Chitinspangen im Körper von Gliederfüßern, insbesondere bei Insekten.

Skelettnadeln

Sklerite einer Gorgonie

Sklerite (lat. Spicula, sing. Spiculum) sind kleine Kalk- und Kieselnadeln, die verschiedenen Tiergruppen wie z.B. den Weichkorallen (Alcyonacea) und anderen Blumentieren der Unterklasse Octocorallia, den Schwämme[1], den Seegurken und den Manteltieren zur Stabilisierung ihres Gewebes dienen. Die Sklerite haben für alle Arten eine charakteristische Form und Größe und sind deshalb ein wichtiges Hilfsmittel bei der Bestimmung von Arten.

Nach dem Absterben der Weichkorallen bleibt nicht, wie bei den Steinkorallen (Scleractinia), ein massives Skelett zurück, sondern die Sklerite verfüllen als Einzelpartikel Lückensysteme oder werden Teil des Korallensandes. Auch die Schwämme und die Holothurien zerfallen in der Regel in die Einzelsklerite. Lediglich bei ein paar wenigen Schwammgruppen verschmelzen die Einzelsklerite zu einem rigiden Skelett, das auch so erhalten bleiben kann.

Bei der Lederkoralle Sinularia leptoclados sind die Sklerite in der Koloniebasis so dicht gepackt, dass bis zu sechs Meter hohe Riffstrukturen entstehen können. Es ist die einzige riffbildende Weichkoralle.

Einzelnachweise

  1. http://geology.gsapubs.org/content/25/4/303.short

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