Weidensperling

Weidensperling
Weidensperling (Passer hispaniolensis), Männchen

Weidensperling (Passer hispaniolensis), Männchen

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
Unterordnung: Singvögel (Passeri)
Familie: Sperlinge (Passeridae)
Gattung: Passer
Art: Weidensperling
Wissenschaftlicher Name
Passer hispaniolensis
(Temminck, 1820)

Der Weidensperling (Passer hispaniolensis) ist eine im Mittelmeerraum und in gemäßigten Teilen Südasiens verbreitete Art der Sperlinge. Er ist eng mit dem Haussperling verwandt, mit dem er sich auch oft fortpflanzt und Hybride hervorbringt, die Charakteristika beider Arten zeigen und im Aussehen dem Italiensperling (Passer italiae) entsprechen.

Es werden je nach Autor zwei oder drei Unterarten unterschieden.

Erscheinungsbild

Der Weidensperling erreicht eine Körpergröße von fünfzehn Zentimetern. Die Männchen wiegen durchschnittlich 28,3 Gramm, die Weibchen 28,1 Gramm. Die Flügelspannweite beträgt 23 bis 26 Zentimeter.[1]

Der männliche Weidensperling ist durch ein im Vergleich zum Haussperling ausgedehnteres Schwarz auf der Brust und eine braune Kappe zu identifizieren. Seine Flanken zeigen eine schwarze Strichelzeichnung. Auch der Rücken ist gestreift; diese Streifung ist auch beim Weibchen erkennbar, das insgesamt aber nur schwer vom weiblichen Haussperling zu unterscheiden ist. Mitunter tauchen Weidensperlinge als Irrgäste in Mitteleuropa auf.

Die Mauser durchlaufen adulte Weidensperlinge etwa einen Monat nach der Brut, die Jungvögel etwa einen Monat nach dem Zeitpunkt des Flüggewerdens. Die Mauser ist nach etwa 65 Tagen abgeschlossen.[2]

Verbreitung und Lebensraum

Verbreitungsgebiet.
Hellgrün:Brutgebiete von P. h. hispaniolensis
Dunkelgrün:Brutgebiete von P. h. transcaspicus
Hellblau:Überwinterungsgebiete
Altrosa:Verbreitungsgebiet des Italiensperlings
Andere Farben zeigen Regionen, in denen es zu Hybriden mit anderen Passer-Arten kommt

Das Verbreitungsgebiet des Weidensperlings erstreckt sich über den Norden Afrikas und den Süden Europas über Kasachstan bis nach Afghanistan. Weidensperlinge kommen außerdem auf den Kanarischen Inseln, den Kapverden sowie Madeira vor.[3]

In Europa brütet er vor allem in Spanien südlich des Ebros, auf dem Balkan sowie auf den meisten Mittelmeerinseln. Auf der Balkanhalbinsel kommt er seit einigen Jahren auch in der feucht-gemäßigten Zone vor. Die Balkanpopulationen sind überwiegend Kurzstreckenzieher mit Überwinterungsgebieten an den nordafrikanischen Küsten sowie in einzelnen Oasengebieten der Sahara, während die spanischen Weidensperlinge zum Großteil Standvögel sind. Die spanischen Weidensperling, die in den Norden Afrikas ziehen, überqueren gewöhnlich in kleiner Zahl die Straße von Gibraltar. Sie verlassen Europa Ende September bis Anfang Oktober und ziehen dann entlang der Westküste Marokkos. Die Weidensperlinge, die im Nordosten des Mittelmeerraums brüteten, ziehen gewöhnlich ins Niltal. Sie halten sich dort von September bis April auf. Im Nordwesten Afrikas brütende Weidensperling zeigen dagegen ein sehr uneinheitliches Zugverhalten. Sie überwintern meist im Übergangsgebiet zur Sahara und im Innenland von Algerien sowie in Südlybien. Einige Populationen sind jedoch überwiegend Standvögel, die nomadisch umherziehen, um sich Nahrungsquellen zu erschließen.

Der Weidensperling ist ein Brutvogel der gemäßigt sommertrockenen Steppen- und Wüstenregionen. Er besiedelt überwiegend offenes, häufig auch bergige Regionen, sofern sich in der Nähe Wasser befindet. Er kommt in Dickichten, auf verbuschten Gelände, in Feldgehölzen und Hainen sowie Feigen-, Palmen- und Eukalyptusplantagen vor. Auch in Wadis, auf Aufforstungsflächen mit Französischer Tamariske, Oasen, Schwemmflächen, Röhrichten, entlang von Entwässerungskanälen und Hecken neben Getreidefeldern ist der Weidensperling zu finden.[4]

Lebensweise

Männchen des Weidensperlings

Weidensperling sind ganzjährig ausgesprochen gesellig lebende Vögel. Sie nisten in großen Kolonien und suchen außerhalb der Fortpflanzungszeit in Schwärmen nach Nahrung, die mehrere tausend Individuen umfassen können. Die Schwärme sind umso größer, je mehr Nahrung zur Verfügung steht. Sie sind jedoch gelegentlich auch einzeln oder in Paaren sowie kleinen Gruppen von zehn bis 200 Vögeln zu beobachten. Außerhalb der Fortpflanzungszeit sind sie gelegentlich auch mit Finken, Haussperling und dem Wüstensperling vergesellschaftet. Flügge gewordene Weidensperling bilden regelmäßig eigene Schwärme, die auf der Suche nach Nahrung auch weit wandern. Während der Ruhephasen sitzen Weidensperlinge häufig dicht gedrängt in Bäumen und Sträuchern.[5] Ihren Ruheplatz verlassen sie bei Sonnenaufgang, sie kreisen zunächst über dem Ruheplatz, bevor sie diesen verlassen. Sie kehren zu diesen Ruheplätzen um den Zeitpunkt des Sonnenuntergangs wieder zurück.[6]

In den Regionen, in der sich sein Verbreitungsgebiet mit dem Haussperling überlappt, ist der Weidensperling ein eher scheuer Vogel, der bei Störung sofort auffliegt. Wo der Haussperling dagegen fehlt, ist der Weidensperling deutlich vertrauter und kommt auch im innenstädtischen Regionen vor. Seine Nahrung findet er überwiegend auf dem Erdboden. Er untersucht aber auch das Blattwerk von Sträuchern und Bäumen nach Insekten.[7]

Nahrung

Weidensperlinge fressen überwiegend Gras- und Getreidesamen. Unter anderem werden von ihnen Weizen, Hafer, Gerste und Hirse gefressen. Sie nehmen außerdem junge Blätter sowie Früchte und Insekten zu sich. Den Nestlingen werden überwiegend große Insektenlarven gefüttert, aber gelegentlich auch junge Blätter, frisch gekeimte Pflanzen und weiche Samen.[8]

Fortpflanzung

Nest des Weidensperlings in Algerien
Weidensperling in einem Schwalbennest auf der Insel Lesbos
Passer hispaniolensis

Weidensperlinge gehen in der Regel eine monogame Paarbeziehung ein, es ist bislang jedoch nicht bekannt, ob die Paarbeziehung länger als für einen Brutversuch besteht. Sie nisten in Kolonien, dabei befinden sich die Nester häufig nahe beieinander. Die Kolonien können dabei aus einigen wenigen Paaren bis zu vielen tausenden bestehen. In Marokko wurde in den 1950er Jahren eine Brutkolonie beobachtet, bei der sich etwa 125.000 Nester auf 60 Hektar befanden. Dabei befanden sich bis zu 50 Nester in einem einzelnen Baum. Meldungen über Brutkolonien solcher Größe sind jedoch die Ausnahme: Erst in den 1980er Jahren zählte man in Algerien wieder eine Brutkolonie mit 4.678 Nestern. Insgesamt brüteten zu dem Zeitpunkt 35.000 Paare Weidensperlinge in 13 Kolonien in einem Gebiet, das sich über 40.000 Quadratkilometer erstreckte. Damit kamen auf einen Quadratkilometer 0,9 Brutpaare.[9] Häufig werden die Brutplätze über mehrere Jahre genutzt und auch der zweite Brutversuch findet an dieser Stelle statt. Gelegentlich ziehen Weidensperlinge jedoch für die zweite Brut in eine andere Region, um sich neue Nahrungsgründe zu erschließen.

Das Territorialverhalten der Brutpaare ist auf die unmittelbare Nestumgebung begrenzt. Weidensperlinge ziehen in einem Jahr zwischen ein bis drei Bruten groß. Zu Beginn der Brutsaison besetzt das Männchen entweder ein alter Nest aus dem vorherigen Jahr oder baut ein neues. Durch Singen versucht er ein Weibchen anzulocken. Der Paarbindungsprozess erfolgt innerhalb weniger Tage, sobald das Weibchen den Nistplatz akzeptiert, ist er abgeschlossen.[10]

Das Nest ist aus Gras, Stroh, Zweigen und Blättern sowie anderem Pflanzenmaterial lose zusammengefügt. Die eigentliche Nistmulde ist mit feinem Pflanzenmaterial, Federn und Haaren ausgelegt. Das Nest hat einen Durchmesser von 15 bis 30 Zentimetern und wiegt durchschnittlich 150 Gramm. Es befindet sich auf Ästen in niedrigen Büschen, in Hecken, Schilfröhrichten, in der Krone von Palmen oder in Baum- oder Felshöhlen. Auch Löcher an Hausmauern oder unter Dächern werden gelegentlich von Weidensperlingen für die Anlage ihrer Nester genutzt, allerdings ist dieses Verhalten nur zu beobachten, wenn keine Haussperlinge in der Region vorkommen. Weidensperlinge brüten auch in alten, aufgegebenen Nestern von Mehlschwalben und Rötelschwalben.

Das Nest wird in vier bis sieben Tagen errichtet, dabei baut zunächst das Männchen allein und nach Abschluss der Paarbildung dann beide Elternvögel. Die eigentliche Nistmulde wird überwiegend vom Weibchen. In Kolonien, in denen andere Männchen Nistmaterial stehlen, bewacht das Männchen den Nistplatz, während das Weibchen alleine am Nest arbeitet. Die Arbeit am Nest setzt sich auch nach Beginn des Brutgeschäfts fort.[11]

Weidensperlinge beginnen mit der Eiablage, wenn das Nest fertig oder fast fertig ist. Das Gelege besteht gewöhnlich aus vier bis sechs Eiern, der Legeabstand beträgt einen Tag. Die Brut wird aufgenommen noch bevor das Gelege vollständig ist. Beide Elternvögel sind an der Brut beteiligt. Die Brutzeit beträgt 11 bis 11,5 Tage. Die Nestlinge werden anfangs von beiden Elternvögeln gehudert; den größeren Anteil hat jedoch das Weibchen. Beide Elternvögel füttern die Nestlinge, dabei sind beide gleichermaßen beteiligt. Die Jungvögel sind nach etwa 15 Tagen flügge und werden von den Elternvögel für weitere vier bis fünf Tage versorgt.[12]

Der Bruterfolg ist teils sehr hoch. In Marokko wurden bei 95 beobachteten Nestern je Nest zwischen einem und fünf Nestlinge flügge. In Algerien wurde von 4023 Gelegen mindestens ein Jungvogel je Nest flügge. Zu den Fressfeinden gehört die Schleiereule. Nestlinge werden von Schlangen der Gattung Elapha sowie von Kuhreihern gefressen.[13]

Bestand

Der europäische Brutbestand wird zu Beginn des 21. Jahrhunderts auf etwa 2,7 bis 6,0 Millionen Brutpaare geschätzt. Zu den Ländern, in denen mehr als 200.000 Brutpaare vorkommen zählt die Türkei, Bulgarien, Griechenland, die Azoren und Italien.[14]

Unterarten

Männchen und Weibchen in der Türkei
Männchen

Die Nominatform Passer hispaniolensis hispaniolensis kommt im Südwesten Europas sowie im Westen Marokkos bis in den Norden des Sudans vor. Passer hispaniolensis transcapius ist in Ägypten und dem Sudan beheimatet. Beim Männchen ist das Gefieder insgesamt blasser. Die Unterschwanzdecken und die Federn am Rücken und dem Bürzel haben blassere graubraune Federsäume. Die Unterart Passer hispaniolensis italiae ist in Marokko, Algerien, Tunesien und Libyen beheimatet. Kopf und Körperoberseite des Männchens entsprechen der der Nominatform, auf der Körperunterseite ist der schwarze Gefiederanteil jedoch geringer. Die Streifung an den Flanken und auf der unteren Brust ist weniger ausgeprägt als bei der Nominatform.[15]

Systematik

Der Weidensperling galt lange Zeit als Unterart des Haussperlings, heute sieht man den Weidensperling als eigene Art. Beide Arten leben auf der iberischen Halbinsel, dem Balkan und Teilen Nordafrikas weitgehend sympatrisch, ohne dass es zu Hybridisierungen kommt, was als Beleg der Eigenständigkeit der Arten gilt. Das Gefieder der Männchen und die Lautäußerungen weichen deutlich voneinander ab, ökologisch und ernährungsbiologisch stimmen die Arten aber weitgehend überein. Im gemeinsamen Verbreitungsgebiet besetzt der Haussperling Städte und Ortschaften und „überlässt“ dem Weidensperling die ländlichen Lebensräume. Kommen beide Arten alleine vor, besetzen sie jedoch ein ähnliches ökologisches Spektrum. Als ethologische Isolationsmechanismen werden Unterschiede in Gefiedermerkmalen, Nestbau, Stimme und Zugverhalten angesehen. Vor allem in Ostalgerien und Tunesien scheinen stellenweise diese Isolationsbarrieren aber weitgehend zusammengebrochen zu sein, aufgrund der Hybridisierung kommt es dort zu bezüglich Aussehen und Merkmalen sehr variablen Sperlingspopulationen.[16][17]

Auch der Italiensperling wird gelegentlich als Hybridform von Haus- und Weidensperling angesehen. Auch wenn molekularbiologische Untersuchungen heute widersprüchlich sind, spricht vieles für die Einstufung des Italiensperlings als Unterart des Weidensperlings. Ein Indiz hierfür ist auch, dass im Gegensatz zu dem abrupten geografischen Ausschluss von Italien- und Haussperling im Alpengebiet Italien- und Weidensperling in Mittel- und Süditalien durch eine breite fließende Übergangszone miteinander verbunden sind (weiteres siehe Italiensperling).[18][16]

Weidensperling und Mensch

Die in Europa eigentlich nicht sehr häufigen Weidensperlinge haben sich in einigen Regionen zu einem Problem entwickelt. In der Estremadura, in der nach der Realisierung von Bewässerungsprojekten Reis angebaut wird, gelten sie als großer Schädling. Weidensperlinge sind Brutvögel der sommertrockenen Steppen- und Wüstenregionen. Sie nutzen die kurze Vegetationsphase nach Regenfällen, um ihre Brut hochzuziehen. Nach erfolgreicher Aufzucht eines Geleges ziehen sie weiter nach Norden, um dort geeignete Brutareale zu finden. Bis sie die nördliche Grenze ihres Verbreitungsgebietes erreicht haben, kann daher ihr Bestand stark angestiegen sein. Für Kasachstan wurde die Zahl der auf einem Quadratkilometer vorkommenden Vögel auf bis zu 2,5 Millionen Individuen geschätzt. Solche großen Bestandszahlen machen wirkungsvolle Maßnahmen gegen Schäden auf Getreidefeldern fast unmöglich. Der Anbau von Weizen ist in diesen Regionen daher wirtschaftlich kaum möglich.[19]

In Tunesien ist die Zerstörung von Nestern des Weidensperlings seit 1892 vorgeschrieben, allerdings verhältnismäßig auch praktiziert. Ob diese Vorschrift irgendwelche größeren Auswirkungen auf die Population hat, ist bislang nicht abschließend untersucht.[20]

Belege

Literatur

  • Hans-Günther Bauer, Einhard Bezzel und Wolfgang Fiedler (Hrsg): Das Kompendium der Vögel Mitteleuropas: Alles über Biologie, Gefährdung und Schutz. Band 2: Passeriformes – Sperlingsvögel, Aula-Verlag Wiebelsheim, Wiesbaden 2005, ISBN 3-89104-648-0
  • Einhard Bezzel: Kompendium der Vögel Mitteleuropas. Band II (Passeres - Singvögel), AULA-Verlag, 1993, ISBN 3-89104-530-1
  • C. Hilary Fry und Stuart Keith (Hrsg): The Birds of Africa – Volume VII., Christopher Helm, London 2004, ISBN 0-7136-6531-9
  • U. N. Glutz von Blotzheim, K. M. Bauer: Handbuch der Vögel Mitteleuropas (HBV). Band 14-I, Passeriformes (5. Teil), AULA-Verlag 1997, ISBN 3-923527-00-4
  • J. Denis Summers-Smith: On Sparrows and Man – A Love-Hate Relationship. Selbstverlag, Guisborough 2005, ISBN 978-0-9525383-2-5.

Einzelbelege

  1. Bauer et al., S. 453
  2. Fry et al., S. 28
  3. Fry et al., S. 24
  4. Fry et al., S. 25
  5. Fry et al., S. 25
  6. Fry et al., S. 25 und S. 28
  7. Fry et al., S. 25
  8. Fry et al., S. 28
  9. Fry et al., S. 28
  10. Fry et al., S. 28
  11. Fry et al., S. 28-29
  12. Fry et al., S. 29
  13. Fry et al., S. 29
  14. Bauer et al., S. 454
  15. Fry et al., S. 25
  16. 16,0 16,1 HBV Band 14/1, P. domesticus. Seite 35–45
  17. Einhard Bezzel: Kompendium der Vögel Mitteleuropas. Band II, Seite 584–589
  18. Till Töpfer: The taxonomic status of the Italian Sparrow – Passer italiae (Vieillot 1817): Speciation by stabilised hybridisation? A critical analysis. Zotaxa 1325, 117–145. (Zusammenfassung(
  19. Summers-Smith, S. 60 und S. 61
  20. Fry et al., S. 29

Weblinks

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