Albert Lauris Thuras

Albert Lauris Thuras (* 1888; † 7. September 1945) war ein US-amerikanischer Ozeanograf und Entwickler.[1]

Er studierte an der Universität von Minnesota und graduierte in Harvard.

Ab 1916 diente er am International Ice Patrol an der Davisstraße als wissenschaftlicher Beobachter und 1918–1920 als Ozeanograf. In diesen Jahren fertigte er Studien über die veränderten Positionen des Golfstroms und des Labradorstroms zwischen April und Juli, die im Bulletin der United States Coast Guard veröffentlicht wurden.[2]

Am Bureau of Standards war er verantwortlich für die Vervollkommnung von Instrumenten für bestimmte ozeanografische Arbeiten. Er entwickelte unter anderem eine hydrometrische Methode zur Ermittlung der Salinität des Meerwassers.

Als Forschungs-Ingenieur arbeitete er zusammen mit Edward C. Wente bei Western Electric und ab 1925 bei den Bell Telephone Laboratories. Sie entwickelten 1925 den Treiber Western Electric 555-W für einen 12-Zoll-Hornlautsprecher, dessen Mathematik in Moving-Coil Telephone Receivers and Microphones[3] beschrieben ist. Im Frequenzbereich der menschlichen Stimme hatte er einen Wirkungsgrad von 25 % (heute um 1 %) und konnte mit einem 10-Watt-Verstärker einen Kinosaal beschallen. Don Juan (Premiere: 6. August 1926) und Der Jazzsänger machten dem Stummfilm dann den Garaus. 1930 entwickelte er das Bassreflex-Prinzip (US-Patent Nr. 1,869,178 vom 15. August 1930; erteilt am 26. Juli 1932). Am 28. März 1933 erhielt er das US-Patent Nr. 2,037,185 für sein Sound Translating Device.[4]

1941 wurde er wegen seiner Erfahrungen in marinen Techniken zu den National Defense Laboratories im Fort Trumbull in New London (Connecticut) gesandt, um Unterwasser-Suchgeräte zu entwickeln. Danach lebte er in New York. Er war Mitglied im Explorers Club.

Einzelnachweise

  1. The Explorers journal, 1937, 1943
  2. http://www.uscg-iip.org/cms/index.php?option=com_content&view=article&id=64&Itemid=68
  3. Moving-Coil Telephone Receivers and Microphones; bei scitation.aip.org
  4. http://community.klipsch.com/forums/storage/3/1013403/USPatent%20%25202037185%2520to%2520AL%2520Thuras.pdf

Diese Artikel könnten dir auch gefallen

Die News der letzten 7 Tage

13.05.2021
Botanik | Klimawandel | Biodiversität | Bioinformatik
Mit Smartphones den ökologischen Wandel erfassen
Smartphone-Apps zur Pflanzenbestimmung wie „Flora Incognita“ können nicht nur Pflanzenarten erkennen, sie erfassen auch großräumige ökologische Muster.
13.05.2021
Genetik | Evolution | Immunologie
Neue Erkenntnisse über die Evolution des Immunsystems
Der menschliche Körper verfügt, wie alle anderen Lebewesen auch, über ein sogenanntes angeborenes Immunsystem.
13.05.2021
Toxikologie | Biochemie | Insektenkunde
Meerrettich-Erdfloh: Geschützt mit den Waffen seiner Nahrungspflanze
Wenn Meerrettich-Erdflöhe an ihren Wirtspflanzen fressen, nehmen sie nicht nur Nährstoffe, sondern auch Senfölglykoside, die charakteristischen Abwehrstoffe des Meerrettichs und anderer Kreuzblütengewächse, auf.
13.05.2021
Toxikologie | Insektenkunde | Land-, Forst- und Viehwirtschaft
Die Achillesferse eines Käfers: Glyphosat
Der Getreideplattkäfer lebt in enger Gemeinschaft mit symbiotischen Bakterien.
13.05.2021
Zoologie | Ökologie
Globaler Atlas soll große Tierwanderungen bewahren
Wildtiere soweit das Auge reicht: Millionen von Gnus ziehen gemeinsam mit Zebras, Gazellen und Antilopen durch das grüne Gras weiter Ebenen in Ostafrika.
11.05.2021
Zytologie | Physiologie | Bioinformatik
Wie man als Einzeller ans Ziel gelangt
Wie ist es ohne Gehirn und Nervensystem möglich, sich gezielt in die gewünschte Richtung zu bewegen? Einzellern gelingt dieses Kunststück offenbar problemlos.
11.05.2021
Ökologie
Studie zur Funktionsweise aquatischer Ökosysteme
Die Funktionen wassergeprägter Ökosysteme können durch hydrologische Schwankungen erheblich beeinflusst und verändert werden.
11.05.2021
Klimawandel | Meeresbiologie
Mit Bakterien gegen die Korallenbleiche
Korallen sind das Rückgrat mariner Ökosysteme der Tropen.
11.05.2021
Zoologie | Ökologie
Afrikanische Wildhunde als Botschafter für das weltweit grösste Naturschutzgebiet
Das weltweit grösste Landschutzgebiet liegt im Süden Afrikas und umfasst 52039000 Quadratkilometer in fünf Ländern.