Andreas Gminder

Andreas Gminder (* 1964 in Stuttgart) ist ein deutscher Mykologe. Sein botanisch-mykologisches Autorenkürzel lautet „Gminder“.

Leben

Andreas Gminder ist seit 1990 Pilzberater und Mitglied der DGfM. Zwischen 1991 und 2001 war er Schriftführer des Vereins der Pilzfreunde Stuttgart sowie ab 1993 Ko-Redakteur der Südwestdeutschen Pilzrundschau. Seit 1999 ist Gminder Referent für Pilzberaterfortbildung bei der DGfM. Im selben Jahr wurde er im mykologischen Herbarium im Naturkundemuseum Stuttgart tätig, wo er bis zu seinem Umzug nach Jena im Jahr 2003 beschäftigt war. Dort wurde er im selben Jahr Mitglied der Thüringer Arbeitsgemeinschaft Mykologie (ThAM) und Beisitzer im Vorstand.

Wirken

Gminder konzentriert sich in seiner Arbeit unter anderem auf die Kartierung der Pilzvorkommen, ehemals auch in Zusammenarbeit mit German J. Krieglsteiner. Außerdem beschäftigt er sich intensiv mit der Gattung Mollisia. Seit Oktober 2004 bietet er freiberuflich Pilzkurse, Vorträge und die Erstellung von Gutachten an.

Auszeichnungen

Publikationen

Schriften (Auswahl)

  • Pilze der Missen bei Oberreichenbach (Landkreis Calw, Nordschwarzwald). In: Beihefte zu den Veröffentlichungen für Naturschutz und Landschaftspflege in Baden-Württemberg. 73. 1993. S. 507–518.
  • Die trockenstieligen Arten der Gattung Limacella in Europa. Z. Mykol. 60 (2), 1994. S. 377–398.
  • Die Pilzflora im Landkreis Calw. In: Jahrbuch des Landkreises Calw 1994. S. 97–111.
  • Studien in der Gattung Mollisia s.l. I. Z. Mykol. 62 (2), 1996. S. 181-194.
  • Beiträge zur Kenntnis der Lepiotaceae in Baden-Württemberg, I. Lepiota subsekt. Helveolinae M. Bon & Boiffard und L. brunneoincarnata Chodat & Martin. In: Beiträge zur Kenntnis der Pilze Mitteleuropas XII. 1999. S. 63–74.
  • Studies in the genus Mollisia s.l. II: Revision of some species of Mollisia and Tapesia decribed by J. Velenovský (part 1). Czech Mycology 58 (1–2), 2006. S. 125–148.

Beiträge in Sammelwerken

  • Boletales. In Krieglsteiner (Hrsg.): Die Großpilze Baden-Württembergs. Band 2. Ulmer, Stuttgart 2000, ISBN 3-8001-3531-0.
  • Tricholomataceae: Armillaria, Arrhenia, Chrysomphalina, Clitocybe, Cystoderma, Gamundia, Haasiella, Hygrophoropsis, Lepista, Omphalina, Ossicaulis, Phaeolepiota, Phytoconis, Pseudoclitocybe, Pseudoomphalina, Rickenella, Ripartites, Squamanita. In Krieglsteiner (Hrsg.): Die Großpilze Baden-Württembergs. Band 3. Ulmer, Stuttgart 2001, ISBN 3-8001-3536-1.
  • Lepiotaceae, Bolbitiaceae, Strophariaceae. In Krieglsteiner (Hrsg.): Die Großpilze Baden-Württembergs. Band 4, Ulmer, Stuttgart 2003, ISBN 3-8001-3281-8.
  • Crepidotaceae. In Krieglsteiner (Hrsg.): Die Großpilze Baden-Württembergs. Band 4. Ulmer, Stuttgart 2003, ISBN 3-8001-3281-8. (zusammen mit G. J. Krieglsteiner)

Bücher

Weblinks

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