Crossocerus

Crossocerus
Crossocerus elongatulus

Crossocerus elongatulus

Systematik
Ordnung: Hautflügler (Hymenoptera)
Überfamilie: Apoidea
ohne Rang: Grabwespen (Spheciformes)
Familie: Crabronidae
Unterfamilie: Crabroninae
Gattung: Crossocerus
Wissenschaftlicher Name
Crossocerus
Lepeletier & Brulle, 1835

Crossocerus ist eine Gattung der Grabwespen (Spheciformes) aus der Familie Crabronidae. Es sind etwa 200 Arten bekannt, das Hauptverbreitungsgebiet ist vor allem die Paläarktis, aber auch die Nearktis. Eine Art, Crossocerus annulipes ist in der Holarktis verbreitet.[1] In Europa kommen 37 Arten vor,[2] bevorzugt im kühleren Klima von Mitteleuropa, weniger im Süden.[1]

Merkmale

Die Grabwespen sind klein bis mittelgroß und häufig schwarz. Manche Arten haben gelbe Flecken am Hinterleib. Der Körper ist häufig fein punktförmig strukturiert und schwach skulpturiert und hat auch glatte, glänzende Bereiche. Insbesondere die Oberseite des Propodeums ist bei allen Arten glatt und glänzend. Die Punktaugen (Ocelli) sind in einem gleichschenkeligen Dreieck angeordnet.[1]

Lebensweise

Die Gattung wird in mehrere Untergattungen unterteilt. Die Arten der Untergattungen Crossocerus und Hoplocrabro legen ihre Nester im Boden an, die übrigen Arten bauen sie in Holz oder in hohlen Stängeln. Bei letzteren Arten ist bei den Weibchen die Pygidialplatte verengt. Die Brut wird meist mit kleinen Fliegen, daneben auch mit Staubläusen und Blattflöhen versorgt. Crossocerus walkeri jagt Eintagsfliegen, Crossocerus annulipes ist auf Schnabelkerfe spezialisiert. Außerhalb Europas gibt es auch Arten die Kleinschmetterlinge, Staubläuse und Schnabelfliegen jagen. Die Beute wird mit der Bauchseite nach oben transportiert und mit den mittleren Beinen festgehalten. Bei Schnabelkerfen werden die Fühler zusätzlich mit den Mandibeln gepackt. [1]

Arten (Europa)

  • Crossocerus acanthophorus (Kohl 1892)
  • Crossocerus adhaesus (Kohl 1915)
  • Crossocerus annulipes (Lepeletier & Brulle 1835)
  • Crossocerus assimilis (F. Smith 1856)
  • Crossocerus barbipes (Dahlbom 1845)
  • Crossocerus binotatus Lepeletier & Brulle 1835
  • Crossocerus capitosus (Shuckard 1837)
  • Crossocerus cetratus (Shuckard 1837)
  • Crossocerus cinxius (Dahlbom 1838)
  • Crossocerus congener (Dahlbom 1844)
  • Crossocerus denticoxa (Bischoff 1932)
  • Crossocerus denticrus Herrich-Schaeffer 1841
  • Crossocerus dimidiatus (Fabricius 1781)
  • Crossocerus distinguendus (A. Morawitz 1866)
  • Crossocerus elongatulus (Vander Linden 1829)
  • Crossocerus exiguus (Vander Linden 1829)
  • Crossocerus guichardi Leclercq 1972
  • Crossocerus heydeni Kohl 1880
  • Crossocerus italicus Beaumont 1959
  • Crossocerus leucostoma (Linnaeus 1758)
  • Crossocerus lindbergi (Beaumont 1954)
  • Crossocerus lundbladi (Kjellander 1954)
  • Crossocerus megacephalus (Rossi 1790)
  • Crossocerus nigritus (Lepeletier & Brulle 1835)
  • Crossocerus ovalis Lepeletier & Brulle 1835
  • Crossocerus palmipes (Linnaeus 1767)
  • Crossocerus podagricus (Vander Linden 1829)
  • Crossocerus pullulus (A. Morawitz 1866)
  • Crossocerus quadrimaculatus (Fabricius 1793)
  • Crossocerus styrius (Kohl 1892)
  • Crossocerus subulatus (Dahlbom 1845)
  • Crossocerus tarsatus (Shuckard 1837)
  • Crossocerus toledensis Leclercq 1971
  • Crossocerus vagabundus (Panzer 1798)
  • Crossocerus varus Lepeletier & Brulle 1835
  • Crossocerus walkeri (Shuckard 1837)
  • Crossocerus wesmaeli (Vander Linden 1829)

Belege

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3  Manfred Blösch: Die Grabwespen Deutschlands: Lebensweise, Verhalten, Verbreitung. 1. Auflage. Goecke & Evers, 2000, ISBN 3-931374-26-2, S. 289f.
  2. Crossocerus. Fauna Europaea, abgerufen am 23. Juli 2010.

Literatur

  •  Manfred Blösch: Die Grabwespen Deutschlands: Lebensweise, Verhalten, Verbreitung. 1. Auflage. Goecke & Evers, 2000, ISBN 3-931374-26-2.

Das könnte dich auch interessieren