Faces-Symbol-Test

Der Faces-Symbol-Test (Abkürzung FST) ist ein neuropsychologischer Screening-Test zur Erfassung kognitiver Störungen bei Multipler Sklerose (MS), der Konzentration, Aufmerksamkeit, Arbeitsgedächtnis und Exekutivfunktionen beansprucht und ein Maß für Informationsverarbeitungsgeschwindigkeit liefert.[1] Daten, die mit funktioneller Kernspintomographie (FMRT) erhoben wurden, zeigen, dass zerebrale Netzwerke von dem Test-Paradigma in Anspruch genommen werden, welche oft bei MS gestört sind.[2] Verglichen mit anderen Screening-Tests bietet der „FST“ ein günstiges Verhältnis von Test-Aufwand zu Test-Güte.[3][4]

Literatur

  • Scherer P, Penner IK, Rohr A, u.a.: The Faces Symbol Test, a newly developed screening instrument to assess cognitive decline related to multiple sclerosis: first results of the Berlin Multi-Centre FST Validation Study. In: Multiple Sclerosis. 13/2007, Nr. 3, 2007, ISSN 1352-4585, S. 402-411.
  • Scherer P: Cognitive screening in multiple sclerosis. In: Journal of Neurology . 254 Suppl 2/2007., 2007, 0340-5354 ISSN 0340-5354, S. II26-29.
  • Grabner R, Popotnig F, Ropele S, u. a.: Brain activation patterns elicited by the Faces Symbol Test. A pilot fMRI study.. In: Multiple Sclerosis. 14/2008., Nr.3, 2008, ISSN 1352-4585, S.354-363.
  • Calabrese P: Multiple Sklerose und Kognition. Georg Thieme Verlag, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-13-133771-9.

Quellen

  1. Scherer P, Penner IK, Rohr A, u.a.: The Faces Symbol Test, a newly developed screening instrument to assess cognitive decline related to multiple sclerosis: first results of the Berlin Multi-Centre FST Validation Study. In: Multiple Sclerosis. 13/2007, Nr. 3, 2007, ISSN 1352-4585, S. 402-411.
  2. Grabner R, Popotnig F, Ropele S, u. a.: Brain activation patterns elicited by the Faces Symbol Test. A pilot fMRI study.. In: Multiple Sclerosis. 14/2008., Nr.3, 2008, ISSN 1352-4585, S.354-363.
  3. Scherer P: Cognitive screening in multiple sclerosis. In: Journal of Neurology . 254 Suppl 2/2007., Suppl 2, 2007, 0340-5354 ISSN 0340-5354, S. II26-29.
  4. Calabrese P: Multiple Sklerose und Kognition. Georg Thieme Verlag, Stuttgart 2007, 978-3-13-133771-9.

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