Goldmonaden

Goldmonaden
Ochromonas sp.

Ochromonas sp.

Systematik
ohne Rang: Chromalveolata
Unterreich: Stramenopile (Stramenopila)
Abteilung: Goldalgen (Chrysophyta)
Klasse: Goldbraune Algen (Chrysophyceae)
Ordnung: Goldmonaden
Wissenschaftlicher Name
Ochromonadales
Pascher 1910
Unterordnungen
  • Chromulineae
  • Isochrysidineae
  • Ochromonadineae

Die Goldmonaden (Ochromonadales, Syn.: Chrysomonadales) sind eine Ordnung der Goldalgen und zählen zum morphologischen Typ der Geißelträger (Flagellaten).

Beschreibung

Die Zellen der Goldmonaden sind nackt, mit Periplast, einer als Zellhülle verdickten Protoplasmaschicht (plasmatische Außenmembran) oder mit Hüllen oder Gehäusen, die vom Periplasten abgeschieden werden. Wenn Hüllen vorhanden sind liegen diese dem Protoplast eng an. Bei der Familie Coccolithophoridaceae existieren kieseligen Schuppen oder Kalkkörperchen als Ein- oder seltener als Auflagerungen. Einige Arten habe ein inneres Kieselskelett. Andere Gattungen bilden innerhalb ihrer Zellen endogene Zysten mit einer zumeist verkieselten Wand und einem Stüpselverschluss.

Die Goldmonaden besitzen gelbe bis braune Farbkörper und ein bis zwei Geißeln. Kolonien der Art Dinobryon sertularia aus der Familie der Ochromonadaceae finden sich häufig im Plankton nährstoffreicher Gewässer.

Innere Systematik

Die Ordnung der Goldmonaden teilt sich in drei Unterordnungen auf, diese enthalten insgesamt fünf Familien. Die Zuordnung der Familie Synuraceae ist allerdings umstritten.

  • Chromulineae
    • Mallomonadaceae
  • Isochrysidineae
    • Coccolithophoridaceae
    • Syncryptaceae
    • Synuraceae ?
  • Ochromonadineae
    • Ochromonadaceae
    • Synuraceae ?

Literatur

  • Werner Rothmaler: Exkursionsflora von Deutschland, Band 1, Niedere Pflanzen. 3. Auflage, Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 1994. Seiten 36-37. ISBN 3827406552
  • E. Strasburger (Begründer), F. Noll, H. Schenck, A. F. W. Schimper: Lehrbuch der Botanik für Hochschulen. 33. Auflage, Gustav Fischer Verlag, Stuttgart 1991. Seite 609. ISBN 3437204475
  • F. E. Fritsch: The structure and reproduction of the algae. Vol. I. Introduction, Chlorophyceae, Xanthophyceae, Chrysophyceae, Bacillariophyceae, Cryptophyceae, Dinophyceae, Chloromonadineae, Euglenineae, colourless Flagellata. Vol. I., Macmillan Co., New York 1935
  • Erwin Kamptner: Considerations on the systematics of calcareous flagellates, including a study of a new group of Chrysomonadales. in Arch Protistenkunde. 103(1/2). 1958. Seiten 54-116.

Diese Artikel könnten dir auch gefallen

Die News der letzten 7 Tage

06.05.2021
Anthropologie | Ethologie
Ältestes menschliches Begräbnis in Afrika
Eine neue Studie berichtet über die älteste bekannte Bestattung eines modernen Menschen in Afrika.
05.05.2021
Ethologie | Evolution
Verhaltensänderungen beim Eis-Essen
Wie Lernen und Evolution zusammenhängen, erforschen die Verhaltenswissenschaften seit über 100 Jahren. Bisher ohne allgemeingültige Antwort.
04.05.2021
Botanik | Klimawandel | Biodiversität
Klimawandel: Weniger Niederschläge, weniger Pflanzenvielfalt
Wasser ist in vielen Ökosystemen der Erde ein knappes Gut und dieser Mangel dürfte sich im Zuge des Klimawandels weiter verschärfen.
04.05.2021
Biodiversität | Land-, Forst- und Viehwirtschaft
Auf der Kippe: Brasiliens Küstenregenwald
Wissenschaftler haben den Einfluss der aktuellen Landnutzung auf die Vogel- und Amphibienwelt des Atlantischen Regenwalds im südöstlichen Brasilien untersucht.