Goodenien

Goodenien
Goodenia ovata

Goodenia ovata

Systematik
Kerneudikotyledonen
Asteriden
Euasteriden II
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Goodeniengewächse (Goodeniaceae)
Gattung: Goodenien
Wissenschaftlicher Name
Goodenia
Sm.

Die Goodenien (Goodenia) sind eine Pflanzengattung aus der Ordnung der Asternartigen (Asterales). Die meist krautigen Arten sind fast ausschließlich auf Australien beschränkt.

Goodenia ramosissima

Merkmale

Die Arten sind krautige Pflanzen oder kleine Sträucher. Die Blätter sind vielgestaltig.

Die Blütenstände sind Thyrsen, Trauben oder Ähren. Die Blüten sind zwittrig. Der Kelch ist frei oder verwachsen. Die verwachsene Krone ist bei manchen Arten gespornt, und meist zweilippig. An der Oberseite (adaxial) ist die Kronröhre tief gespalten. Die Oberlippe besteht aus zwei Lappen, die kürzere Unterlippe aus drei Lappen. Die Staubblätter sind frei. Der Fruchtknoten ist oberständig und meist zweifächrig. Die anatropen Samenanlagen stehen in zwei Reihen pro Fach oder über verstreut, selten einzeln. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten (Entomophilie).

Die Frucht ist meist eine Kapselfrucht, selten eine kleine, einsamige Nussfrucht, oder eine große, harte, viersamige Steinfrucht. Die Samen sind reich an öligem Endosperm, flach und meist geflügelt.

Die Chromosomengrundzahl ist x = 8.

Verbreitung

Mit Ausnahme der auf Java endemischen Art Goodenia konigsbergeri kommen alle Arten in Australien vor. Das Areal der Arten Goodenia armstrongiana, Goodenia purpurascens und Goodenia pumilio reicht bis Neuguinea, das von Goodenia pilosa erstreckt sich bis Indonesien, Südchina und zu den Philippinen. Alle anderen Arten der Gattung sind in Australien endemisch.

Systematik

Die Gattung wurde vom britischen Botaniker James Edward Smith 1793 nach dem Erzbischof von Carlisle Samuel Goodenough (1743–1827), Mitglied der Linnean Society, benannt.[1]

In der Gattung wurden 179 Arten beschrieben. In der Flora of Australia wird die Gattung wie folgt gegliedert:

  • Untergattung Monochila (G.Don) Carolin: Mit 10 Arten in Westaustralien.
  • Untergattung Goodenia
    • ohne Sektionszuordnung
      • Subsektion Caeruleae (Benth.) Carolin: Mit 17 Arten.
      • Subsektion Porphyranthus G.Don: Mit 15 Arten
    • Sektion Amphichila DC.: Mit zwei Arten in Nordaustralien
    • Sektion Goodenia : Mit 135 Arten
      • Subsektion Goodenia
      • Subsektion Ebracteolatae K.Krause
      • Subsektion Borealis Carolin

Belege

Weblinks

 Commons: Goodenien (Goodenia) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Vorlage:Commonscat/WikiData/Difference

Einzelreferenzen

  1. Spec. Bot. New Holl. 15, 1793).

Diese Artikel könnten dir auch gefallen

Die News der letzten 7 Tage

13.05.2021
Botanik | Klimawandel | Biodiversität | Bioinformatik
Mit Smartphones den ökologischen Wandel erfassen
Smartphone-Apps zur Pflanzenbestimmung wie „Flora Incognita“ können nicht nur Pflanzenarten erkennen, sie erfassen auch großräumige ökologische Muster.
13.05.2021
Genetik | Evolution | Immunologie
Neue Erkenntnisse über die Evolution des Immunsystems
Der menschliche Körper verfügt, wie alle anderen Lebewesen auch, über ein sogenanntes angeborenes Immunsystem.
13.05.2021
Toxikologie | Biochemie | Insektenkunde
Meerrettich-Erdfloh: Geschützt mit den Waffen seiner Nahrungspflanze
Wenn Meerrettich-Erdflöhe an ihren Wirtspflanzen fressen, nehmen sie nicht nur Nährstoffe, sondern auch Senfölglykoside, die charakteristischen Abwehrstoffe des Meerrettichs und anderer Kreuzblütengewächse, auf.
13.05.2021
Toxikologie | Insektenkunde | Land-, Forst- und Viehwirtschaft
Die Achillesferse eines Käfers: Glyphosat
Der Getreideplattkäfer lebt in enger Gemeinschaft mit symbiotischen Bakterien.
13.05.2021
Zoologie | Ökologie
Globaler Atlas soll große Tierwanderungen bewahren
Wildtiere soweit das Auge reicht: Millionen von Gnus ziehen gemeinsam mit Zebras, Gazellen und Antilopen durch das grüne Gras weiter Ebenen in Ostafrika.
11.05.2021
Zytologie | Physiologie | Bioinformatik
Wie man als Einzeller ans Ziel gelangt
Wie ist es ohne Gehirn und Nervensystem möglich, sich gezielt in die gewünschte Richtung zu bewegen? Einzellern gelingt dieses Kunststück offenbar problemlos.
11.05.2021
Ökologie
Studie zur Funktionsweise aquatischer Ökosysteme
Die Funktionen wassergeprägter Ökosysteme können durch hydrologische Schwankungen erheblich beeinflusst und verändert werden.
11.05.2021
Klimawandel | Meeresbiologie
Mit Bakterien gegen die Korallenbleiche
Korallen sind das Rückgrat mariner Ökosysteme der Tropen.
11.05.2021
Zoologie | Ökologie
Afrikanische Wildhunde als Botschafter für das weltweit grösste Naturschutzgebiet
Das weltweit grösste Landschutzgebiet liegt im Süden Afrikas und umfasst 52039000 Quadratkilometer in fünf Ländern.