Graufuchs

Graufuchs
Graufuchs

Graufuchs

Systematik
Ordnung: Raubtiere (Carnivora)
Überfamilie: Hundeartige (Canoidea)
Familie: Hunde (Canidae)
Tribus: Echte Füchse (Vulpini)
Gattung: Graufüchse (Urocyon)
Art: Graufuchs
Wissenschaftlicher Name
Urocyon cinereoargenteus
(Schreber, 1775)
Verbreitungskarte des Graufuchs

Der Graufuchs (Urocyon cinereoargenteus) ist neben dem Rotfuchs und dem Kitfuchs die dritte wichtige Fuchsart Nordamerikas. Zur Unterscheidung vom Insel-Graufuchs wird er manchmal auch Festland-Graufuchs genannt.

Merkmale

Graufüchse haben eine charakteristische Fellzeichnung: Ihr Rücken ist grau, Flanken, Hals und Beine sind gelbbraun, und die Unterseite ist weiß. Ein schwarzer Streifen zieht sich über Rücken und Schwanz; auch die Schwanzspitze ist schwarz. Die Kopfrumpflänge beträgt 65 cm, hinzu kommen 35 cm Schwanz; der Graufuchs wiegt etwa 5 kg. Im Schnitt sind Männchen etwas größer als Weibchen.

Lebensraum

Verbreitet ist der Graufuchs vom südlichen Kanada über die USA und Mittelamerika bis nach Kolumbien und Venezuela. Er ist ein Bewohner von Laubwäldern, der das offene Gelände meidet. Aus diesem Grunde ist er im mittleren Westen der USA nur sehr lückenhaft verbreitet.

Lebensweise

Graufuchs
Der Insel-Graufuchs hat sich als eigenständige Art aus dem Graufuchs entwickelt

Als einzige Hunde können Graufüchse (und ihre Verwandten, die Insel-Graufüchse) auf Bäume klettern. Sie werden deshalb in Nordamerika auch tree foxes genannt. Sie steigen auf Bäume, wenn sie von Feinden gejagt werden, aber auch aus eigenem Antrieb, zum Beispiel auf der Nahrungssuche. Die wichtigste Nahrung sind wohl baumbewohnende Hörnchen, aber Graufüchse jagen auch Mäuse, Kaninchen, Vögel und Insekten, und fressen nebenher Beeren, Früchte und andere Pflanzenkost.

Der Graufuchs gräbt keinen eigenen Bau, sondern sucht sich für den Tag Unterschlupf in hohlen Bäumen, Felsspalten oder Murmeltierbauen. Bei Nacht werden sie aktiv. Graufüchse sind wahrscheinlich monogam und bleiben ein Leben lang paarweise zusammen. Im Wurf befinden sich im Schnitt vier Welpen.

Evolutionsgeschichte

Vom Graufuchs stammt der auf den Kanalinseln von Kalifornien beheimatete Insel-Graufuchs ab. Während der letzten Eiszeit gelangten Graufüchse auf die nördlichen drei Kanalinseln und entwickelten sich dort evolutionär weiter. Insel-Graufüchse sind ein typisches Beispiel für Inselverzwergung - diese Füchse sind nicht wesentlich größer als eine Hauskatze.

Weblinks

 Commons: Graufuchs (Urocyon cinereoargenteus) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Vorlage:Commonscat/WikiData/Difference
  • Urocyon cinereoargenteus in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2006. Eingestellt von: Cypher et al, 2004. Abgerufen am 11. Mai 2006
  • Grisfuchsfell

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