Kreuzblumengewächse

Kreuzblumengewächse
Schopfige Kreuzblume (Polygala comosa)

Schopfige Kreuzblume (Polygala comosa)

Systematik
Eudikotyledonen
Kerneudikotyledonen
Rosiden
Eurosiden I
Ordnung: Schmetterlingsblütenartige (Fabales)
Familie: Kreuzblumengewächse
Wissenschaftlicher Name
Polygalaceae
R.Br.

Die Kreuzblumengewächse (Polygalaceae) sind eine Pflanzenfamilie in der Ordnung der Schmetterlingsblütenartigen (Fabales), die mit etwa 21 Gattungen und etwa 1000 Arten fast weltweit verbreitet ist.

Beschreibung

Die Familie enthält krautige Pflanzen oder verholzende Pflanzen: Bäume, Sträucher, seltener Lianen. Einige Arten sind Wurzelparasiten. Die wechsel- oder gegenständigen Laubblätter sind krautig bis ledrig. Nebenblätter können vorhanden sein oder fehlen.

Blüten von Polygala myrtifolia.
Blütendiagramm von Polygala myrtifolia.

Die Blüten stehen in sehr unterschiedlich aufgebauten Blütenständen zusammen. Die zwittrigen, vier- oder fünfzähligen Blüten sind kleine bis mittelgroße, zygomorpheSchmetterlingsblüten“; sie sind ganz anders aufgebaut als die der Fabaceae. Sie haben je vier oder fünf verwachsene Kelchblätter und verwachsene Kronblätter. Sie haben meistens acht, oder selten zehn, Staubblätter. Meistens zwei (selten bis zu acht) Fruchtblätter sind zu einem oberständigen Fruchtknoten verwachsen. Sie bilden Kapselfrüchte, seltener Steinfrüchte oder Nüsse. Die Samen enthalten Öl.

Systematik und Verbreitung

Die Familie Kreuzblumengewächse (Polygalaceae) kommt fast weltweit vor, außer den Polarregionen, Polynesien und Neuseeland, und enthält 21 Gattungen mit etwa 1000 bis 1300 Arten.

Die Familie wird gegliedert in vier Tribus:

  • Tribus Xanthophylleae Chodat (Früher eigene Familie Xanthophyllaceae (Chodat) Gagnep. ex Reveal & Hoogland): Mit nur einer Gattung:
    • Xanthophyllum: Mit etwa 95 Arten, in Südostasien, auf dem Indonesischen Archipel und in Indien. Die Pflanzen akkumulieren Al-Ionen.
  • Tribus Carpolobieae Eriksen: Mit nur zwei Gattungen und sechs Arten im tropischen Afrika:
    • Atroxima
    • Carpolobia
  • Tribus Moutabeae Chodat (früher eigene Familien Moutabeaceae Endl. und Diclidantheraceae J. Agardh): Mit vier Gattung und 15 Arten, in der Neotropis und von Neuguinea bis Neukaledonien:
    • Moutabea
    • Diclidanthera
Monnina xalapensis, eine strauchige Art mit Steinfrüchten
Buchs-Kreuzblume (Polygala chamaebuxus)
  • Tribus Polygaleae Chodat: Mit 13 Gattungen und etwa 830 Arten:
    • Badiera
    • Balgoya
    • Barnhartia
    • Bredemeyera: Mit etwa 15 Arten.
    • Comesperma: Mit etwa 30 Arten.
    • Epirixanthes
    • Eriandra
    • Monnina: Mit etwa 150-180 Arten, z.B.:
    • Muraltia
    • Nylandtia
    • Phlebotaenia
    • Kreuzblumen (Polygala): Mit etwa 500 Arten.
    • Salomonia: Mit etwa fünf Arten.
    • Securidaca: Mit etwa 80 Arten.

Die Artenverteilung auf den Kontinenten: 400 Amerika, 206 Afrika, 32 Europa, 70 Asien und 12 Australien.

Stammbaum:


Fabales

Quillajaceae


     

Fabaceae


     

Surianaceae


Polygalaceae


Xanthophylleae


     

Polygaleae


     

Carpolobieae


     

Moutabeae








Quellen

Weblinks

 Commons: Kreuzblumengewächse – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Vorlage:Commonscat/WikiData/Difference

Diese Artikel könnten dir auch gefallen

Die News der letzten 7 Tage

06.05.2021
Anthropologie | Ethologie
Ältestes menschliches Begräbnis in Afrika
Eine neue Studie berichtet über die älteste bekannte Bestattung eines modernen Menschen in Afrika.
05.05.2021
Ethologie | Evolution
Verhaltensänderungen beim Eis-Essen
Wie Lernen und Evolution zusammenhängen, erforschen die Verhaltenswissenschaften seit über 100 Jahren. Bisher ohne allgemeingültige Antwort.
04.05.2021
Botanik | Klimawandel | Biodiversität
Klimawandel: Weniger Niederschläge, weniger Pflanzenvielfalt
Wasser ist in vielen Ökosystemen der Erde ein knappes Gut und dieser Mangel dürfte sich im Zuge des Klimawandels weiter verschärfen.
04.05.2021
Biodiversität | Land-, Forst- und Viehwirtschaft
Auf der Kippe: Brasiliens Küstenregenwald
Wissenschaftler haben den Einfluss der aktuellen Landnutzung auf die Vogel- und Amphibienwelt des Atlantischen Regenwalds im südöstlichen Brasilien untersucht.