Saarbrücker Zoo

Zoologischer Garten der Landeshauptstadt Saarbrücken
Vollständiger Name: Zoologischer Garten der Landeshauptstadt Saarbrücken
Motto: Hallo im Zoo
Besonderheiten: Nachtzoo im Afrikahaus und Hängebrücke
Ort: Graf-Stauffenberg-Straße
66121 Saarbrücken
Fläche: 15 Hektar (wird auf 13-14 Hektar verkleinert)
Eröffnung: 1956
Tierarten: 160 Arten
Individuen: 1054 Tiere
Arten Schwerpunkte: Tierarten aus Afrika, Südamerika und Madagaskar
Besucherzahlen: 200.000
Organisation
Leitung: Richard Francke (Direktor)
Förderorganisationen: Freunde des Saarbrücker Zoo e.V.
Haupteingang des Saarbrücker Zoo-18Feb2008.jpg

Haupteingang des Saarbrücker Zoos

http://zoo.saarbruecken.de/
49.2307611111117.0395805555556Koordinaten: 49° 13′ 50,7″ N, 7° 2′ 22,5″ O

Der Saarbrücker Zoo ist mit über 200.000 Besuchern im Jahr und über 1.000 Tieren der größere der beiden saarländischen Zoos.

Geschichte

Auf dem Gelände existierte schon um 1870 ein Steinbruch, bis 1926 auch eine Seilbahn. Ursprünglich 1932 gegründet, wurde der Saarbrücker Zoo im Zweiten Weltkrieg vollständig zerstört. 1956 wurde er am Südhang des Saarbrücker Stadtteiles Eschberg auf einem 15 Hektar großen Gebiet neu erbaut. Errichtet wurde der Zoo an einer steilen Stelle des Eschberges. Ende 2005 wurde der langjährige Direktor Vaclav Ceska des Amtes enthoben. Der damit verbundene politische Streit blockierte über Jahre fast alle Investitionen, so dass der Saarbrücker Zoo mittlerweile den Anschluss an die Zoowelt verloren hatte. Aufgrund sinkender Besucherzahlen wurde der Nordeingang geschlossen. 2 Hektar des nördlichen Zoogeländes werden momentan zu einem Wohngebiet umgebaut. Seit 2008 wird jedoch wieder an der Umsetzung verschiedener Projekte gearbeitet. Der Zoo Saarbrücken hat für zukünftige Projekte im Rahmen dieses Investitionsprogamms 2014 einen Masterplan erarbeitet, womit er wieder aufgewertet und attraktiver gestaltet werden soll. Fertig geworden sind mittlerweile eine neue Anlage für Kängurus und Emus, Pinselohrschweine, Mandrills und ein neues Erdmännchen-Gehege. Das Afrikahaus wurde neu isoliert und ein neues Gepardenhaus fertiggestellt. Im Oktober 2012 wurde das neue Seehundbecken eröffnet. Es sollen bald Humboldt-Pinguine einziehen und das Gorillagehege vergrößert werden. Der Zoo plant des Weiteren die Reptilienanlagen zu erneuern, eine Nashornsavanne zu errichten und eine Tigerschlucht zu gestalten. Insgesamt stehen dem Zoo dafür drei Millionen Euro zu Verfügung.

Tiere

Übersicht

Der Saarbrücker Zoo beherbergt insgesamt über 1.000 Tiere 160 verschiedener Arten. Der Fokus liegt hierbei auf Tieren der afrikanischen Steppe (Giraffen, Steppenzebras, Elenantilopen, Geparde und Kronenkraniche), der afrikanischen Regenwälder (wie Gorillas, Schimpansen, Mandrills, Pinselohrschweine, Servale und Krokodile) sowie des Amazonas-Regenwaldes (Jaguare, Flachlandtapire, Krallenäffchen, Pakas und Anakondas) und der Anden (Guanakos und Nandus). Darüber hinaus beinhaltet der Zoo aber auch Tiere aus dem südostasiatisch-ozeanischen Raum, beispielsweise Gibbons, Javaneraffen, Schlankloris, Kängurus, Emus und den Malaien-Hornvogel. Es ist geplant, dass Pinguine in den Zoo einziehen.

Selten gehaltene Tiere

Als größte Besonderheit des Saarbrücker Zoos gelten die Lemuren, die mit insgesamt neun Arten bzw. Unterarten vertreten sind, sowie das im Saarbrücker Zoo geborene Weißkopf-Büscheläffchen Callithrix.

Tierhäuser

Das größte Tierhaus im Zoo ist das Afrikahaus mit Nachtzoo. Der Zoo verfügt auch über ein Südamerikahaus mit Tapiren, Lisztaffen, Piranhas und Sonnensittichen, ein Raubtierhaus mit Jaguaren, ein Asienhaus für Vögel wie die Hornvögel, ein Menschenaffenhaus und ein Reptilienhaus, in dem man auch Lemuren antreffen kann, sowie das Europahaus mit Eulenvolieren.

Zuchterfolge

Der Saarbrücker Zoo nimmt wie alle wissenschaftlichen Zoos am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) teil, das europaweit Zuchtprogramme koordiniert. Als besondere Zuchterfolge können das Weißkopf-Büscheläffchen Callithrix, die australischen Schnabeligel, aber auch die Poitou-Esel gelten, eine seltene Haustierrasse. Im September 2010 kamen drei Jaguare auf die Welt. Das 2009 geborene Jaguarweibchen wurde verstoßen und mit der Flasche aufgezogen.

Zoopädagogik

Das Zoopädagogik-Team bietet Führungen und Projekte an. Themen sind zum Beispiel Artenschutz und Ernährung der Zootiere. Ein außergewöhnliches Spektakel ist der Zoo bei Nacht - wo Kinder im Zoo übernachten können und sehen, wie sich die Tiere in der Nacht verhalten - das Ferienprogramm und die Fotosafaris. Der Saarbrücker Zoo bietet auch Sprachführungen in Englisch und Französisch an. Ebenfalls bietet der Zoo das Zoobuch, zum Weiterlesen, und ein Malbuch an, auch in Französisch.

Literatur

  • Eugen Grittmann: 80 Jahre Saarbrücker Zoo. 1932–2012. Hrsg.: Zoologischer Garten Saarbrücken. Saarbrücken 2012.

Weblinks


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