Zoo

Dieser Artikel befasst sich mit zoologischen Gärten. Zu weiteren Bedeutungen siehe Zoo (Begriffsklärung).
Fütterung der Robben im Tierpark Hagenbeck

Zoo (altgr. ζῷον [dzɔ̂ːon], „Lebewesen, Tier“) ist die Kurzform für zoologischer Garten und bezeichnet eine große, meist parkartige Anlage zur Haltung und öffentlichen Zurschaustellung verschiedener Tierarten.[1] Synonym sind Tiergarten und Tierpark – diese Bezeichnungen werden meist von Zoos gewählt, die eine weite Parklandschaft besitzen. Auf Grundlage der geschichtlichen Entwicklung gelten vor allem wissenschaftlich geleitete Parks als Zoo. In der breiten Öffentlichkeit werden aber auch andere Tierhaltungen wie größere Wildgehege und Volierensammlungen als Zoo verstanden. Zoos dienen der Bildung, Forschung, Erholung und dem Naturschutz, zum Beispiel durch Nachzucht seltener Tiere und deren Auswilderung, sind aber ausgehend von einer Tierschutz- oder Tierrechtsposition umstritten.

Im deutschen Recht ist der Begriff Zoo legaldefiniert in § 42 Bundesnaturschutzgesetz als „dauerhafte Einrichtung, in der lebende Tiere wild lebender Arten zwecks Zurschaustellung während eines Zeitraumes von mindestens sieben Tagen im Jahr gehalten werden“, ausgenommen sind unter anderem Zirkusse und Tierhandlungen.

Geschichte

Blick auf den Zoologischen Garten London, Gemälde von 1835

Die frühesten überlieferten zooähnlichen Tierhaltungen stammen aus China, wo bereits um 2000 v. Chr. am Hof eines Kaisers der Xia-Dynastie Tiere gehalten wurden. Einen weiteren Park ließ Wu-Wang, der Ahnherr der Zhou-Dynastie, um 1150 v. Chr. anlegen.[2] Die auch Park der Intelligenz genannte Anlage bestand noch um die Mitte des 4. Jahrhunderts v. Chr. und beherbergte Säugetiere, Vögel, Schildkröten und Fische.[3] Im Alten Orient wurden exotische Tiere schon früh unter Herrschern ausgetauscht oder dienten als Tribut. So waren unter dem Tribut von Sidon und Arwad an den mittelassyrischen Herrscher Tiglat-pileser I. eine Äffin und ein Krokodil, Aššur-bēl-kala erhielt eine Äffin und einen „Flußmann“ (amīl nāri, vielleicht ein Ichneumon oder eine Robbe) als Geschenk des ägyptischen Pharaos[4]. Wildrinder (burḫis und tešēnu) und Kamele handelte er aus den Bergen des Ostens ein[5].

Bekannt wurde auch die den späteren europäischen Menagerien ähnliche Anlage des Aztekenherrschers Moctezuma II. (1465–1520), von der Meyers Konversations-Lexikon schreibt:

„Die Spanier wurden bei der Eroberung von Mexiko durch den Anblick der kaiserlichen Menagerie, einer langen Reihe von Wasserbehältern, Vogelhäusern und Käfigen mit wilden Tieren, überrascht. Besonders ausgezeichnet waren die Schmuckvögel aus allen Teilen des Aztekenreichs, doch fehlte es auch nicht an Schlangen. Den Raubvögeln dienten 500 Truthähne täglich zur Nahrung. 300 Menschen waren mit der Pflege der Wasservögel, welche auf zehn Teichen gehalten wurden, ebensoviel mit der der Raubtiere beschäftigt.“

Meyers Konversations-Lexikon 1889[6]

Datei:Denkmalloewe.jpg
Löwe im Zoologischen Garten Berlin, der das Vorbild für die Löwenstatuen des Kaiser-Wilhelm-Nationaldenkmals war, um 1899.

In Europa hielten sich Klöster einen kleinen Tierbestand, so im 10. Jahrhundert das Kloster St. Gallen. In den dortigen Zwingern war allerlei Wild und Geflügel, wie solches teils in den nahen Alpen hauste oder als Geschenk fremder Gäste dem Kloster verehrt worden war, untergebracht.[7]

Darüber hinaus sind im Mittelalter unzählige Tiergehege zu Jagdzwecken unterhalten worden, z. B. der Hirschgraben zu Frankfurt am Main. Neben der Jagd war das Zurschaustellen der wichtigste Zweig bei der Gründung von Menagerien. Menagerien waren zumeist an den Hof eines Adeligen gebunden. Die wohl bedeutendste war die königliche Menagerie im Tower of London, die 1235 unter Heinrich III. von England (1207–1272) ihren Anfang nahm. Im 16. Jahrhundert begann auch die italienische Aristokratie, in den Gärten ihrer Residenzen am Rande der Städte „exotische“ Tiere zu halten. Zu einer regelrechten Blüte kamen die Menagerien, nachdem Ludwig XIV. (1638–1715) den Jagdpavillon im Schlosspark von Versailles 1662 zu einem Komplex aus Gehegen für „exotische“ Tiere hatte ausbauen lassen.

Ausgehend von den höfischen Menagerien und verbunden mit wissenschaftlichem Forschungsdrang entwickelte sich im ausgehenden 18. Jahrhundert der Anspruch, lebende Tiere genauer erforschen und beobachten zu können. Da die Haltungsbedingungen in den höfischen Menagerien zum Teil den Lebensgewohnheiten der meist wild gefangenen Tiere widersprachen und diese dahinvegetierten, waren sie für wissenschaftliche Forschungen ungeeignet. Hinzu kam, dass der Zutritt zu diesen Menagerien reglementiert war und sich die Forderung erhob, die Menagerien auch für die Allgemeinheit zu öffnen. Die sich um 1800 nach der sukzessiven Auflösung der fürstlichen Privatmenagerien bildenden wandernden Tiersammlungen verfolgten als kommerzielle Unternehmen zunächst ähnliche Ziele wie die ersten öffentlichen Menagerien, verschrieben sich indes im Verlauf des 19. Jahrhunderts im Gegensatz zu den Intentionen der Zoos der Schaulust des Publikums.

Eingangstor Zoo Antwerpen, gegründet 1843

Der älteste noch bestehende Zoo der Welt ist der 1752 durch Franz I. Stephan begründete Tiergarten Schönbrunn in Wien. Er war zunächst eine höfische Menagerie mit privatem Charakter und öffnete erst 1778 seine Tore für die breite Öffentlichkeit. Der Tiergarten Schönbrunn ist zugleich der einzige Zoo, in dem in noch erhaltenen, inzwischen der modernen Zootierhaltung angepassten barocken Menageriegebäuden Tiere gepflegt werden. Seinem Selbstverständnis und der aktuellen internationalen Selbstdefinition der Tiergärten zufolge ist er heute ein wissenschaftlich geführter Zoologischer Garten, der seine Hauptaufgabe im Arten- und Naturschutz sowie im gesetzlich vorgegebenen Bildungsauftrag sieht. Die erhaltenen Teile des barocken Ensembles, die seit einigen Jahren mit Elementen der modernen Zooarchitektur ergänzt werden, vermitteln trotzdem immer noch einen guten Eindruck von den Menageriebauten des 18. Jahrhunderts nach dem Vorbild von Versailles.

Als ältester wissenschaftlich geführter Zoo gilt die Ménagerie du Jardin des Plantes in Paris, die 1793 nach der endgültigen Auflösung der Versailler Menagerie entstand. Sie stand von Anfang an jedermann offen und bot namhaften Naturwissenschaftlern jener Zeit – unter ihnen Georges Cuvier, Étienne Geoffroy Saint-Hilaire, La Cépède und Jean-Baptiste de Lamarck – die Möglichkeit, „exotische“ Tiere zu erforschen.

Die Bezeichnung „Zoologischer Garten“ fand erstmals 1828 beim Londoner Zoo Verwendung. Am 1. August 1844 eröffnete der älteste fortbestehende Zoo in Deutschland, der Zoologische Garten in Berlin seine Pforten. Seit den 1860er Jahren folgte eine Welle bürgerlicher Zoogründungen in fast allen großen Städten.

Die 1896 von Carl Hagenbeck erfundene gitterlose Tierhaltung wurde in Hagenbecks Tierpark in Hamburg erstmals umgesetzt. Darin versuchte er, nach Möglichkeiten auf Gitter zu verzichten und die Gestaltung der Umgebung der Tiere an ihre Lebensräume anzulehnen. Sie hat sich als Paradigma in der Zoogestaltung im Verlauf des 20. Jahrhunderts etabliert.

Vom ausgehenden 19. bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts war es üblich, im Rahmen sogenannter Völkerschauen als „exotisch“ empfundene Menschen zur Schau zu stellen. Dies fand häufig in Zoos statt. Etwa 300 verschiedene nichteuropäische Menschengruppen wurden in „anthropologisch-zoologischen Ausstellungen“ unter starker, Unterhaltungszwecken geschuldeter Verfremdung ihrer Gebräuche im Sinne von Klischeevorstellungen und völkischem Chauvinismus ausgestellt. 1875 öffnete Carl Hagenbeck eine der ersten Völkerschauen. Weitere kommerziell erfolgreiche Aussteller folgten.[8] Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es vereinzelt Veranstaltungen in Zoos, die mit den heute als rassistisch bewerteten Völkerschauen in Verbindung gebracht wurden. Das „African Village“, eine Idee des Augsburger Zoos im Jahre 2005, wurde in diesem Zusammenhang kontrovers diskutiert.[9]

Eine weitere Zoogründungswelle gab es im Europa der 1930er Jahre. Mit wachsender Mobilität der Bevölkerung entstanden seit den 1960er Jahren auf dem Land viele kleinere Anlagen.

Hauptaufgaben

Zoologischer Garten. Gemälde von August Macke
Przewalskipferde im Zoo von Prag

Die Schwerpunktaufgaben eines Zoos haben sich im Laufe der Geschichte von der einfachen Ausstellung „exotischer“ Tiere hin zur Erforschung von Tierarten sowie der Erhaltungszucht verschoben. Der Begründer der Tiergartenbiologie, Heini Hediger, definierte schon vor fast 60 Jahren die Hauptaufgaben der Zoos als

Daran hat sich bis heute nichts geändert. Vor allem der Natur- und Artenschutz steht bei den weitaus meisten wissenschaftlich geführten Zoos heute im Vordergrund. So betreuen und finanzieren viele Zoos eigene Schutzprojekte in Situ, also im Lebensraum der Wildtiere. Im deutschsprachigen Raum haben sich über 45 Zoos in der Stiftung Artenschutz zusammengetan, um gemeinsam für Artenschutzprojekte zu werben.

Eine internationale Dachfunktion verschiedener Erhaltungszuchtprogramme führt die World Association of Zoos and Aquariums WAZA aus, der 22 regionale oder nationale Zoo- und Aquarienverbände sowie 213 individuelle Zoos und Aquarien in 46 Ländern als institutionelle Mitglieder angehören.

Tierarten, die ohne Erhaltungszuchtprogramme zoologischer Gärten bereits ausgestorben wären, sind zum Beispiel: Wisente, Przewalskipferde, Mhorrgazellen, Kalifornische Kondore, Davidshirsche (Milus) und Oryxantilopen.

Zoos aus museologischer Sicht

Zoos mit ihren Spezialformen Sealife Centers, Ozeanarien, Wildparks, Terrarien und Aquarien sind nicht nur aus Sicht des internationalen Museumsdachverbandes ICOM Museen, sondern auch aus Sicht der Museologie. Das bedeutet, dass es trotz einiger Unterschiede mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede zwischen den Institutionen gibt. Heutzutage vermischen sich die Grenzen auch zunehmend: So findet man zum Beispiel in der Masoala-Halle des Zoos Zürich Ausstellungselemente.

Im Unterschied zu Biologie, Tiergartenbiologie und Tierpsychologie beschäftigt sich die Museologie als Gesellschaftswissenschaft mit der Tier-Mensch-Beziehung, wie sie in Zoos der verschiedenen Formen und Entwicklungsarten zum Ausdruck kommt. Dabei ist sie sich einig mit dem Begründer der Tiergartenbiologie, dem Schweizer Heini Hediger, der 1942 die Tier-Mensch-Beziehung, die Nahrung und den Raum als die tiergartenbiologischen Problemkreise von Zooinsassen definierte[10]. Durch die Lebendigkeit des Kulturguts des Zoos interagiert es zwischen Ausstellern und Besuchern: „Der Zoo ist eine Ausstellung an der Schnittstelle zwischen Natur und Kultur, Mensch und Tier, Zivilisation und Wildnis und zugleich ein architektonischer Raum, um diese Schnittstelle zu inszenieren.“[11]

Gestaltung

Die Zooarchitektur hat sich immer wieder verändert und dem wachsenden Verständnis für die Bedürfnisse der gehaltenen Tiere angepasst. Bauten in Zoos wurden abhängig von ihrer Zeit völlig unterschiedlich konzipiert und gestaltet.

Basierend auf der Architektur der höfischen Menagerien waren in den Zoos des 19. und frühen 20. Jahrhunderts die Tiere zum Teil Dekorationsobjekt für ungewöhnliche Bauten, wie das Antilopenhaus im Zoologischen Garten Berlin. Viele dieser architektonisch interessanten Bauten aus früher Zoogeschichte sind für heutige Zoos ein Problem, insbesondere wenn sie unter Denkmalschutz stehen und nur geringfügig geändert werden können. Der Widerstreit zwischen Denkmalschutz und Tierschutz schränkt die tiergärtnerischen Nutzungsmöglichkeiten erheblich ein. Ein Beispiel dafür ist der Tiergarten Schönbrunn, der zum Weltkulturerbe gehört und der sich in seinen engen geografischen Grenzen der modernen Zootierhaltung anpassen musste, ohne die äußere Architektur zu verändern.[12]

Auch im Tierpark Berlin, dessen 1963 eröffnetes Raubtierhaus unter Denkmalsschutz steht und das seinerzeit das größte Raubtierhaus der Welt war, gab es nur geringe Möglichkeiten zum Ausbau der zum Haus gehörenden Außenanlagen: Die alten Käfigreihen an den Flügeln des Hauses durften zwar vergrößert werden, die exakte Anzahl und Ausrichtung musste aber erhalten bleiben, um den architektonischen Charakter des Hauses zu wahren.

Seit Mitte der 1990er Jahre beeinflusst eine aus den USA kommende Erlebnisarchitektur die Gestaltung zoologischer Gärten. Vielfach entstehen sogenannte Immersionsgehege, bei denen der Besucher tatsächlich oder scheinbar den natürlichen Lebensraum der Tiere betritt. Das Tier ist damit kein reines Ausstellungsobjekt mehr, sondern bewohnt (und verteidigt) sein Territorium. Je nach gestaltetem Lebensraum hat das Tier – mitunter zum Bedauern der Besucher – auch die Möglichkeit, sich dem Betrachter zu entziehen. Einer der ersten Zoos in Deutschland, der dieses Konzept erfolgreich umgesetzt hat, ist der Erlebnis-Zoo Hannover.

Eine besondere Art der Zoogestaltung ist der sogenannte Geozoo, in dem Tiere nicht nach systematischen, sondern nach geographischen Gesichtspunkten gehalten und auf gemeinsamen Anlagen vergesellschaftet werden.

Zootypen

Typ Beschreibung Angebot Gestaltung Beispiele
Zoo / Zoologischer Garten Der Zoo zeigt eine große Auswahl
an meist exotischen Tierarten
Vorwiegend exotische Arten Tieranlagen und Tierhäuser dominieren in einer Parklandschaft Zoo Basel, Zoologischer Garten Berlin, Zoo Frankfurt, Zoo Leipzig, Zoo Wuppertal, Hagenbecks Tierpark (Hamburg)
Tiergarten Der Tiergarten zeigt wie der Zoo auch exotische Tierarten, wobei die Artenzahl jedoch zugunsten der Parklandschaft geringer ist Vorwiegend exotische aber auch einheimische Arten Großzügige Parklandschaft Tierpark Berlin, Tiergarten Nürnberg, Tiergarten Schönbrunn, Wien
Tierpark Der Tierpark zeigt exotische Tierarten genauso wie einheimische Exotische und einheimische Arten Park- und Waldlandschaft Tierpark Dählhölzli, Bern, Tierpark Sababurg, Tier- und Naturpark Schloss Herberstein, Tierpark Neumünster, Heimat-Tierpark Olderdissen
Wildpark Der Wildpark zeigt vor allem einheimische Tierarten Einheimische Arten, einzelne Exoten Park- und Waldlandschaft Wildpark Lüneburger Heide, Wildpark Schwarze Berge, Wildpark Eekholt, Wildpark Langenberg

Besonderheiten sind Zoos, die sich auf bestimmte Lebensräume spezialisiert haben wie Aquarien, Delfinarien, Meeres-Themenparks, Schmetterlingszoos, Reptilienzoos, Vogel- und Safariparks.

Eine weitere Besonderheit sind Streichelzoos, in denen die Tiere angefasst und meist auch gefüttert werden dürfen. Streichelzooanlagen finden sich auch in vielen größeren Zoos als zusätzliches Angebot für Kinder.

Hinzu kommen Zoos, die sich schwerpunktmäßig bestimmten Tierarten widmen wie beispielsweise der Affenzoo Apenheul und der Alpenzoo in Innsbruck.

Kritik

Schimpanse im Zoo von Warschau / Juni 2006

Einige Tierschützer kritisieren die Haltung von Wildtieren in zoologischen Gärten. Den meist nicht domestizierten Tieren werde es in den Käfigen und Gehegen unmöglich gemacht, ihre natürlichen Verhaltensweisen auszuleben.[13] Bei wissenschaftlichen Untersuchungen von Zootieren wurden vereinzelte Verhaltensstörungen festgestellt, die als Folge dieser Haltung angesehen werden können.

Weiter wird kritisiert, dass noch immer wilde Tiere für zoologische Gärten gefangen und exportiert würden, dass überzählige Jungtiere getötet und manche Tierarten – wie Elefanten – gewaltsam dressiert würden. Diese Kritikpunkte beziehen sich meist auf Zoos im Allgemeinen und berücksichtigen nur zum Teil die Entwicklungen der letzten Jahrzehnte weg von der Zurschaustellung in engen Käfigen hin zur artgerechten Haltung in großen Tieranlagen mit Versteckmöglichkeiten. Diese Entwicklungen sind aber längst nicht abgeschlossen und stehen in einigen Zoos auch noch am Anfang. Zum Teil lassen sich diese Entwicklungen sogar auf Aktionen und Maßnahmen des Tier- und Umweltschutzes zurückführen. Tierschützer wie Hanno Würbel fordern aber ein generelles Umdenken hin zum Haltungsverzicht einiger Tierarten wie Eisbären und Elefanten, deren Haltung in Zoos dem Leben in freier Wildbahn in keiner Weise ähnlich sei.[14]

Dale Jamieson argumentiert in seinem Essay „Against Zoos“ für die Abschaffung von Zoos: Demnach erforderten die Moral und „unser“ eigenes Überleben, dass „wir“ lernen, als „eine Art unter vielen“ zu leben. Zoos lehrten aber den Unterschied zwischen Menschen und Tieren und damit ein falsches und gefährliches Verständnis „unseres“ Platzes in der natürlichen Ordnung. Deshalb wäre es sowohl für Menschen wie Tiere besser, wenn Zoos abgeschafft würden.[15]

Eine von der amerikanischen Association of Zoos and Aquariums im Jahr 2007 veröffentlichte und von Zoos und Aquarien vielfach zitierte Studie, die nahelegte, dass Zoos erhöhte Aufmerksamkeit und Verhaltensänderungen in der Öffentlichkeit bezüglich Arten- und Umweltschutz bewirken, wurde 2010 seitens mehrerer Wissenschaftler auf ihre Stichhaltigkeit geprüft. Die Wissenschaftler kamen zu dem Ergebnis, dass die Studie aufgrund methodologischer Mängel nur sehr geringe Aussagekraft besitze und dass es bis heute keine Hinweise gebe, dass Zoos und Aquarien das Verhalten und die Einstellungen von Besuchern hinsichtlich Naturschutz positiv beeinflussen.[16]

Seit 2011 veröffentlicht die Tier- und Artenschutz-Organisation Born Free Foundation Länderberichte über eine Reihe von Zoos in der EU. Darin werden Verstöße gegen die EU-Richtlinie „1999/22 Über die Haltung wildlebender Tiere in Zoos“[17] dokumentiert und anschließend Empfehlungen abgegeben.[18]

Mediale Berichterstattung

In der öffentlichen Wahrnehmung tauchen meist nur die Zoos aus der jeweiligen Region auf. Dies ist oft mit Werbung (z. B. für Fotoausstellungen, Familientagen und Ähnlichem) verbunden. Des Weiteren wird in lokalen Medien häufig über kürzliche Geburten von Jungtieren regionaler Zoos berichtet.

Liebling der Medien: Eisbärenbaby Knut

Überregionale Berichterstattung ist eher selten und beschränkt sich zumeist auf züchterische Erfolge. Die weltweite Berichterstattung über den Eisbären Knut aus dem Zoologischen Garten Berlin ist eine Ausnahmeerscheinung. Ein anderer Anlass für überregionale Berichterstattung sind Unglücksfälle, wie sie sich unter anderem 2004 und 2006 im Tierpark Chemnitz oder 2002 und 2005 im Tiergarten Schönbrunn ereigneten.

Einen besonderen Stellenwert in der öffentlichen Wahrnehmung nehmen die Fernsehdokumentationen aus Zoos ein, von denen Elefant, Tiger & Co. die erfolgreichste und langlebigste ist. Die am 1. April 2003 gestartete Serie berichtet über die Tiere im Leipziger Zoo, ähnliche Formate wurden in den letzten Jahren auch für andere deutsche Zoos entwickelt (ARD, ZDF, VOX). Neu war die Einbindung des Tierpflegepersonals in das Konzept, sodass der Zuschauer Anteil am Beruf des Tierpflegers nehmen kann. Bereits Jahre zuvor waren mit der Radiosendung Im Tierpark belauscht mit Karin Rohn und der Fernsehsendung Zoo Teletreff aus dem Tierpark Berlin (DDR-Fernsehen) sowie Ein Doc für alle Felle (WDR), Lebensraum Tierpark und Zoo und Co (BR) ähnliche Formate populär geworden. Verschiedene Zoos stellte schon Bernhard Grzimek regelmäßig in den frühen Folgen von Ein Platz für Tiere vor, später die Reihen Zoos der Welt, Zoobummel international (mit Heinrich Dathe) und bis heute Zoo-Geschichten und Abenteuer Zoo. Hinzu kommen eine große Zahl für Kinder gedachte Formate wie Arche Noah und Wombaz, die aus unterschiedlichen Zoos berichten.

Trivia

  • Die größte zoologische Einrichtung der Welt ist der San Diego Zoo Safari Park. Er erstreckt sich auf einer Fläche von ca. 700 Hektar.
  • Mit einem Tierbestand von 15.912 Tieren in 1.468 Arten ist der Zoologische Garten Berlin mit seinem angeschlossenen Zoo-Aquarium der artenreichste Zoo der Welt (Stand: 31. Dezember 2009).[19]
  • Das größte von Tieren bewohnte Gebäude steht im Tierpark Berlin-Friedrichsfelde; das Alfred-Brehm-Haus nimmt eine Grundfläche von 5300 m² ein.
  • Als größtes Schauaquarium der Welt gilt das Georgia Aquarium in Atlanta. Es besitzt ein Fassungsvermögen von ca. 30.000.000 Litern.

Literatur

  • Utz Anhalt: Tiere und Menschen als Exoten: Die Exotisierung des "Anderen" in der Gründungs- und Entwicklungsphase der Zoos. VDM, Saarbrücken 2008, ISBN 978-3-639-01800-4 Volltext
  • Werner Kourist, Klaus Honnef: 400 Jahre Zoo. Im Spiegel der Sammlung Werner Kourist, Habelt, Bonn 1976, ISBN 3-7927-0311-4 (Ausstellungskatalog).
  • Annelore Rieke-Müller, Lothar Dittrich: Der Löwe brüllt nebenan. Die Gründung Zoologischer Gärten im deutschsprachigen Raum 1833-1869. Böhlau, Köln / Weimar / Wien 1998, ISBN 3-412-00798-6.
  • Eric Baratay, Elisabeth Hardouin-Fugier: Zoo. Von der Menagerie zum Tierpark. Wagenbach, Berlin 2000, ISBN 3-8031-3604-0.
  • Schwerpunktthema: Zoologische Gärten und Naturschutzzentren. In: Museum-Aktuell. Nr. 154, Dezember 2008 / Januar 2009, Chr. Müller, München 2009, ISSN 1433-3848
  • Jürg Meier: Handbuch Zoo. Haupt, Bern 2009. ISBN 978-3-258-07448-1
  • Dagmar Schratter (Hrsg.): Von Kaiser bis Känguru. Neues zur Geschichte des ältesten Zoos der Welt. In: Tiergarten Schönbrunn - Geschichte. Band 1, Braumüller, Wien 2005, ISBN 978-3-7003-1497-4.

Siehe auch

Weblinks

Wikimedia
 Commons: Zoos – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Vorlage:Commonscat/WikiData/Difference
Wiktionary Wiktionary: Zoo – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Webportale
  • zoo-infos.de – rund 800 Zoos in Deutschland kurz vorgestellt mit allen wichtigen Infos (Non-Profit-Projekt)
  • zootierliste.de – eine Datenbank mit fast allen europäischen Zootierhaltungen
  • zoo-24.de – Infoportal rund ums Thema Zoo: Details zu vielen Zoos, berühmte Zootiere und mehr
  • tiergaerten.de – Informationen zu Preisen, Öffnungszeiten, Tierbeständen und weiteren Details zu deutschen Zoos, Fotogalerie
  • zoo-ag.de – studentische Arbeitsgruppe zur Zoobiologie mit Exkursionsberichten und Hintergrund-Infos
  • zooliste.de – Infos darüber, in welchem Zoo man fotografieren und die Bilder anschließend nicht-kommerziell in Communitys zeigen darf
Verbände, Vereine
Zookritik

Einzelnachweise

  1. Zoo. In: Duden – Deutsches Universalwörterbuch, 6. Auflage, Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG, Mannheim 2007. ISBN 978-3-411-05506-7 Onlineversion
  2. Heinz Sielmann, Martin Kluger: Mit Heinz Sielmann im Zoo, Berlin/München 1991, S. 31.
  3. Meyers Konversations-Lexikon. Eine Encyklopädie des allgemeinen Wissens. 4., gänzlich umgearbeitete Auflage, Band 16, Leipzig (1889), S. 964.
  4. Betina Faist, Der Fernhandel des assyrischen Reiches zwischen dem 14. und dem 11. Jahrhundert vor Christus. AOAT 265, Münster, Ugarit Verlag 2001, 47
  5. RIMA 2, A.0.89.7
  6. Meyers Konversations-Lexikon. Eine Encyklopädie des allgemeinen Wissens. 4., gänzlich umgearbeitete Auflage, Band 16, Leipzig (1889), S. 964–965.
  7. Meyers Konversations-Lexikon. Eine Encyklopädie des allgemeinen Wissens. 4., gänzlich umgearbeitete Auflage, Band 16, Leipzig (1889), S. 965.
  8. A. Dreesbach: Gezähmte Wilde – Die Zurschaustellung „exotischer“ Menschen in Deutschland 1870–1940, Campus, Frankfurt/Main (2005). ISBN 3-593-37732-2 (Rezension bei ak)
  9. Jörg Schallenberg: Heiße Luft aus Afrika im Augsburger Zoo In: taz.de vom 11. Juni 2005 (abgerufen am 26. Oktober 2009)
  10. Stinn, Kornelia: Von der Antike bis heute: ein museologischer Blick auf das ausgestellte lebende Tier. In: MUSEUM AKTUELL, Nr. 154, Dez. 08/Jan. 09, S. 21
  11. Anhalt, Utz: Zoos – Das Exotische vor der Haustür. In: MUSEUM AKTUELL, Nr. 154, Dez. 08/Jan. 09, S. 10
  12. vgl.: Christof Rührmair: Wildnis im Weltkulturerbe; In: Die Zeit Nr. 18 26. April 2007 62. Jahrgang, S. 36–37.
  13. vgl. Stellungnahme auf www.tierrechte.de abgerufen am 6. März 2012
  14. vgl.: Leidet der Eisbär? In: Die Zeit Nr. 18, 26. April 2007, 62. Jahrgang, S. 38–39. (Streitgespräch zwischen Gunther Nogge und Hanno Würbel)
  15. Dale Jamieson, Peter Singer (Hrsg.): Against Zoos In: In defence of animals, 1. Auflage, S. 117; Blackwell 1985. ISBN 978-0-631-13896-9 Volltext
  16. Marino, L., Lilienfeld, S.O., Malamud, R., Nobis, N., Brogliod, R. (2010): Do Zoos and Aquariums Promote Attitude Change in Visitors? A Critical Evaluation of the American Zoo and Aquarium Study. Society and Animals, Vol. 18, 126-138.
  17. 1999/22
  18. EU-Zoo-Reports verschiedener Länder
  19. Tierstatistik 2009. Zoo Berlin, abgerufen am 20. November 2010.

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Botanik | Zoologie | Genetik | Ökologie
Der Speiseplan tropischer Raupen
Eine aktuelle Studie von SNSB-Zoologen untersucht die Nahrung der Raupen tropischer Schmetterlinge – durch die genetische Analyse ihres Darminhaltes. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun in der wissenschaftlichen Fachzeitschrift PLOS ONE.
20.01.2020
Genetik | Paläontologie | Evolution
Weichtier-Chaos aufgeräumt: Die frühe Evolution der Mollusken
Weichtiere (Mollusken) sind stammesgeschichtlich älter als gedacht - und Muscheln und Schnecken doch nicht so nahe miteinander verwandt.
14.01.2020
Genetik | Ethologie | Biochemie
Wie Prachtbienen Parfüms unterscheiden
Prachtbienenmännchen stellen in speziellen Hinterbeintaschen Parfüms zusammen, die sie für ihr Balzverhalten einsetzen.
11.12.2019
Ethologie | Ökologie
Beleuchtung von Höhlen vertreibt Fledermäuse – die Farbe des Lichts spielt nur untergeordnete Rolle
Forscherinnen und Forscher des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) und des Max-Planck-Instituts für Ornithologie (MPIO) haben untersucht, wie sich die Beleuchtung von Fledermaushöhlen auf das Verhalten der Tiere auswirkt und ob die Farbe des Lichts dabei eine Rolle spielt.
29.11.2019
Paläontologie
Plesiosaurier - Taucher der Vergangenheit
Im Erdmittelalter, etwa 250 bis 65 Millionen Jahre vor unserer Zeit bevölkerte eine Vielfalt großer Reptilien die Ozeane.
11.11.2019
Zoologie | Taxonomie | Video
Nach 28 Jahren wiederentdeckt und erstmals in der Wildnis fotografiert und gefilmt: Das Vietnam-Kantschil
In Zeiten massiver Verluste an biologischer Vielfalt sind Nachrichten vom Aussterben von Tier- und Pflanzenarten die Regel.
30.10.2019
Zoologie | Ökologie | Vogelkunde | Land-, Forst- und Viehwirtschaft
Wilderei ist eine stärkere Bedrohung für die Tierwelt Südostasiens als die Degradierung des Regenwalds
Über Jahrzehnte hinweg galten Lebensraumverlust und -degradierung als wichtigste Ursachen für den Verlust vieler Tierarten in tropischen Regenwäldern.
29.10.2019
Primatologie
Leipziger Primatenforschende initiieren weltweite Zusammenarbeit
Um evolutionäre Fragestellungen zu erforschen, benötigen Wissenschaftler möglichst große und vielseitige Stichproben.
24.10.2019
Genetik | Taxonomie
Ausgestorbene Krim-Eidechse war Italiener / 120-jähriges Sammlungsstück anhand mitochondrialer DNA entlarvt
Senckenberg-Forscher haben gemeinsam mit einem ukrainischen Kollegen das 120 Jahre alte Sammlungsstück einer Krim-Eidechse untersucht.
07.10.2019
Ökologie | Vogelkunde
Nähe zu Wegen und Straßen ist eine Belastung für Seeadler
Der Seeadler ist als Vogelart bekannt, die sensibel auf Störungen reagiert.
12.09.2019
Taxonomie | Ökologie | Video
Lebensraum in Flammen: Neu entdeckte Froschart bedroht
Senckenberg-Wissenschaftler haben in einer im Fachjournal „Vertebrate Zoology“ erschienenen Studie die neue Froschart Dendropsophus rozenmani beschrieben.
25.07.2019
Zoologie | Physiologie | Video
Stark wie eine Maschine: Forschungsteam untersucht die Raspelzunge der Gefleckten Weinbergschnecke
Schnecken verfügen mit der sogenannten Radula über ein komplexes Mundwerkzeug.
15.07.2019
Anthropologie | Zoologie | Genetik
Blutproben aus dem Zoo helfen bei der Vorhersage von Krankheiten beim Menschen
In den Zoos von Saarbrücken und Neunkirchen leben Pinguine, Asiatische Elefanten und viele andere Tierarten.
09.07.2019
Zoologie | Physiologie
Jung gepaart?
-Dann klappt’s auch mit dem Geparden-Nachwuchs.
02.07.2019
Taxonomie | Paläontologie
Fossiler Wasserfloh erwacht zum Leben / Ausgestorben geglaubte Krebsart wiederentdeckt
Senckenberg-Wissenschaftler Kay Van Damme hat in Zusammenarbeit mit einem internationalen Team einen als ausgestorben geglaubten Wasserfloh in einem See in Finnland wiederentdeckt.
17.06.2019
Zoologie | Taxonomie | Ökologie
Luchse in der Türkei: Nicht-invasive Probensammlung liefert wichtige Erkenntnisse zu genetischer Vielfalt und Verhalten
Über den Kaukasischen Luchs (Lynx lynx dinniki) ist sehr wenig bekannt.
12.06.2019
Anthropologie
„Die Ära des Menschen und seiner Zivilisation“
Team von Wissenschaftshistorikern der Friedrich-Schiller-Universität Jena spürt den Ideengeber für die Bezeichnung „anthropozoisches Zeitalter“ (heute Anthropozän) auf.
22.05.2019
Ökologie | Paläontologie | Klimawandel | Meeresbiologie
Fossiles Zooplankton zeigt, dass marine Ökosysteme im Anthropozän angekommen sind
Der von Menschen verursachte Klimawandel wirkt sich auf die Artenvielfalt und Ökosysteme aus, und marine Ökosysteme sind keine Ausnahme.
21.05.2019
Genetik | Taxonomie | Insektenkunde
Namenlose Fliegen
Unsere heimischen Fliegen und Mücken zählen mit knapp 10.000 bekannten Arten zu einer der vielfältigsten Insektengruppen in Deutschland.
15.05.2019
Ethologie | Primatologie
Schimpansen graben mit Werkzeugen nach Futter
Forschungsteam filmt im Zoo erstmals, wie die Menschenaffen vorgehen, um an vergrabene Leckereien zu kommen.
29.04.2019
Taxonomie | Evolution | Insektenkunde
Ausgestorben oder nicht?
Auf den Spuren des größten Schwimmkäfers der Welt — Megadytes ducalis Sharp, 1882, misst fast 48 Millimeter Körperlänge und gilt als eines der seltensten Insekten der Welt.
09.04.2019
Fischkunde
Bionik: Elektro-Durchblick in trüben Gewässern
In Katastrophenfällen oder bei der Suche nach Gegenständen kommen meist Roboter oder Drohnen mit Kameras zum Einsatz.
04.04.2019
Zoologie | Ethologie | Vogelkunde
Nächtliche Orientierung migrierender Fledermäuse hängt von Richtung des Sonnenuntergangs ab
Ob Wale, Huftiere oder Fledermäuse – Millionen Säugetiere wandern mehrere tausend Kilometer im Jahr.
03.04.2019
Zoologie | Physiologie | Biochemie
Zoologie: Wanzenforschung zeigt, dass flüssige Ernährung den Geschmackssinn schmälert
Ob Tierblut oder Pflanzenfasern: Einfluss von Fressverhalten auf die Enzymvielfalt verschiedener Wanzenarten nachgewiesen.
02.04.2019
Taxonomie | Insektenkunde
Knallbunt: Neue Riesenstabschrecken in Madagaskar entdeckt
Wissenschaftler der Zoologischen Staatssammlung München (SNSB-ZSM) und der Universität Göttingen haben zwei neue Riesenstabschrecken entdeckt, die mit über 20 Zentimeter Körperlänge zu den größten Insekten Madagaskars gehören.
28.03.2019
Taxonomie
5 Zwerge: Neue Mini-Frösche in Madagaskar entdeckt
Ein internationales Forscherteam hat auf der Insel Madagaskar fünf neue Zwergfroscharten entdeckt.
27.03.2019
Zoologie | Ökologie
Künstliches Licht und Baumbestand beeinflussen die Aktivität von Fledermäusen in der Stadt
E
18.03.2019
Taxonomie | Ökologie
Eine neue Schlangenart in Bayern - die Alpen-Barrenringelnatter
Forscher der Zoologischen Staatssammlung München (SNSB-ZSM) haben in der Alpenregion Bayerns eine bisher übersehene Schlangenart entdeckt.
06.03.2019
Zoologie | Virologie | Immunologie
Nahrung spielt wichtige Rolle für Influenza-A-Infektionen bei afrikanischen Säugetieren
Obwohl Influenzaviren weit verbreitet sind, weiß man überraschend wenig über Infektionen bei wild lebenden Säugetieren.
28.02.2019
Zoologie | Ökologie
Lebensraum asiatischer Elefanten könnte schrumpfen
Die Erhaltung geeigneter Lebensräume ist eine wesentliche Voraussetzung für den Schutz bedrohter Tierarten; durch Klima- und Landnutzungswandel könnten die idealen Habitate von heute jedoch in 30 oder 50 Jahren nicht mehr passend sein.
22.02.2019
Ökologie | Video
Wie untersucht man Wildtierinteraktionen mit Kamerafallen?
I
13.02.2019
Taxonomie | Ökologie
Neu entdeckte Schildkrötenart steht kurz vor der Ausrottung
Senckenberg-Wissenschaftler Uwe Fritz hat gemeinsam mit einem internationalen Team eine neue Art aus der Familie der Weichschildkröten beschrieben.
17.01.2019
Mikrobiologie | Ökologie
Mieser Fraß: Wie Mesozooplankton auf Blaualgenblüten reagiert
Warnemünder MeeresforscherInnen ist es mithilfe der Analyse von stabilen Stickstoff-Isotopen in Aminosäuren gelungen, das rätselhafte Fressverhalten von Mesozooplankton in Gegenwart von Blaualgenblüten zu entschlüsseln.
09.01.2019
Zoologie | Physiologie
Zahnwechsel sorgt bei Elefanten für Jojo-Effekt
Das Gewicht von Zoo-Elefanten schwankt im Laufe ihres erwachsenen Lebens in einem Zyklus von etwa hundert Monaten, wie Forscher der Universität Zürich herausgefunden haben.
08.01.2019
Zoologie | Ökologie | Neobiota | Fischkunde
Gekommen, um zu bleiben: Drachenwels aus Ostasien in der bayerischen Donau
Die bayerische Donau ist inzwischen Heimat für viele Fisch- und andere Tierarten, die ursprünglich nie dort vorkamen – sogenannte eingeschleppte Arten oder Neozoen.
20.11.2018
Zoologie | Immunologie
Hyänen erholen sich nur langsam von einer Epidemie
Infektionskrankheiten können Wildtierbestände stark dezimieren und dadurch sowohl die Dynamik von Lebensräumen als auch die biologische Vielfalt (Biodiversität) beeinflussen.
20.11.2018
Zoologie | Ökologie
Gestreift und doch fast unsichtbar – dem bedrohten Annamitischen Streifenkaninchen auf der Spur
Das Truong-Son-Gebirge in Vietnam und Laos ist ein Biodiversitäts-Hotspot, viele der dort beheimateten Arten gibt es nirgendwo sonst auf der Welt.
24.10.2018
Ethologie | Primatologie
Schimpansen erschnüffeln Gruppenmitglieder und Verwandte
Primaten, uns Menschen eingeschlossen, verlassen sich normalerweise auf ihre Augen, weil sie über einen vergleichsweise schlechten Geruchssinn verfügen.
26.08.2018
Zoologie | Ethologie
Rotes Licht bei Nacht: eine potenziell fatale Attraktion für migrierende Fledermäuse
Weltweit nimmt nachts die Lichtverschmutzung rasant zu.
13.08.2018
Ethologie
Studie zum Verhalten kleiner Menschenaffen - Flexibel, flexibler, Gibbons
Große Menschenaffen sind schlau – kleine aber auch: Für eine Studie untersuchten Biologen der Universität Duisburg-Essen (UDE) das Verhalten von Gibbons im Zoo.
31.07.2018
Virologie | Immunologie
Eisbär Fritz war mit neuartigem Adenovirus infiziert, starb aber nicht daran
Bei der Suche nach der Todesursache des kleinen Eisbären Fritz aus dem Tierpark Berlin stießen die Forscher vom Leibniz-Institut für Zoo-und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) in Berlin auf ein bislang unbekanntes Mastadenovirus in dessen Blut und Gewebe.
09.07.2018
Zoologie | Ökologie | Vogelkunde | Insektenkunde
Insektenfressende Vögel verbrauchen so viel Energie wie die Stadt New York
Die insektenfressenden Vögel der Welt verspeisen jährlich 400 bis 500 Millionen Tonnen Beute und verbrauchen dabei so viel Energie wie die Grossstadt New York.
09.07.2018
Zoologie | Neurobiologie
Honigbiene formt durch Riechen ihr Gedächtnis
Honigbienen können ihre Gedächtnisleistung durch Gerüche konditionieren und auf diese Weise ihr Verhalten beeinflussen.
04.07.2018
Zoologie | Ökologie
Schnecken-Shuttle-Service – Milben werden gefressen, überleben, und breiten sich so schneller aus
Auf der Speisekarte von Nacktschnecken stehen nicht nur Moose, Flechten und Gartengemüse, sondern auch winzig kleine Hornmilben, die sie unweigerlich mit ihrer Nahrung aufnehmen.
28.06.2018
Zoologie
Gepardenmännchen: Häuslebauer und Mietnomaden
Berliner Forscher und Forscherinnen des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) haben das Raumnutzungsverhalten von Geparden aufgeklärt.
05.06.2018
Zoologie | Ökologie
Invasion giftiger Kröten bedroht Madagaskars Tierwelt
Die Einschleppung der asiatischen Schwarznarbenkröte nach Madagaskar lässt befürchten, dass die giftige Amphibie verheerende Auswirkungen auf die bereits stark bedrohte Tierwelt der Insel haben könnte.
09.05.2018
Zoologie | Ökologie
Kamerafallenstudie zeigt Einfluss von Regenwaldabholzung auf Wildrinder
In degradierten Regenwäldern ändert sich die Umgebungstemperatur.
08.05.2018
Zoologie
Leopardenmahlzeit – Weibchen speisen vielfältiger
Die Weibchen der großen Raubkatzenart haben ein weit größeres Beutespektrum als ihre männlichen Artgenossen.
Den Top-Beutegreifern der afrikanischen Savanne steht bekanntlich eine breite Palette an Beutetieren zur Verfügung.
07.05.2018
Zoologie
Raubtiere im Zoo gebären zur gleichen Jahreszeit wie in der Natur
Die Saisonalität der Fortpflanzung ist ein fixes Merkmal einer Tierart - auch Raubtiere im Zoo gebären gleichzeitig wie ihre Artgenossen in natürlicher Umgebung.
18.04.2018
Genetik | Evolution
Des Vaters Erbe: Die männliche Seite der Pferdedomestikation
Weltweit gibt es gegenwärtig etwa 60 Millionen Pferde – 12 Millionen Hengste und 48 Millionen Stuten.
10.04.2018
Zoologie | Taxonomie
In den Farben des Regenbogens
Madagaskar ist ein Paradies für Chamäleons.
04.04.2018
Zoologie | Genetik
Genetisch arm, aber gesund – die Schabrackenhyäne
Ein internationales Forscherteam unter Beteiligung der Universität Potsdam, des Tierparks Berlin und des Berliner Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) hat erstmals die Genetik der Schabrackenhyäne untersucht.
13.03.2018
Ethologie | Neurobiologie
Was ein -Haa- über eine Futterstelle verrät
Wenn Kolkraben (Corvus corax) an einer Futterstelle auf Probleme stoßen, äußern sie spezielle Futter-assoziierte Laute, um Angehörige derselben Art zu Hilfe zu rufen.
18.06.2016
Zoologie | Ethologie
Bei Tüpfelhyänen sind Nesthocker keine Verlierer
Männchen, die zu Hause bleiben, müssen keine Zweite-Klasse-Männchen sein, sondern können genauso viele Nachkommen zeugen wie ihre abenteuerlustigen, abwandernden Kollegen.
07.03.2016
Zoologie
Neues zum Sexleben der Graumulle: Bewusst enthaltsam
Sie könnten zwar Nachkommen zeugen, leben aber meistens enthaltsam: Das ist das Schicksal zahlreicher Männchen unter den Ansell-Graumullen (Fukomys anselli).
13.12.2015
Genetik | Taxonomie
Forscher der Universität Hamburg klären Herkunft der Bänderschnecken-Arten
Zu der Gattung der Bänderschnecken (Cepaea) wurden bisher vier Arten gerechnet.
22.02.2015
Taxonomie
1000 neue Arten wissenschaftlich beschrieben
Wissenschaftler am Zoologischen Forschungsmuseum Alexander Koenig in Bonn haben in den letzten zehn Jahren über tausend neue Arten beschrieben.
13.03.2014
Botanik | Ökologie
Lichtverschmutzung schlecht für Regenwälder
Zunehmende Lichtverschmutzung in tropischen Lebensräumen kann die Regeneration von Regenwäldern behindern. Nachtaktive, Samen verbreitende Tiere werden gestört. Zu diesem Ergebnis kamen Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) in Berlin.

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Student entwickelt ein neues Verfahren, um Millionen Jahre alte Ökosysteme zu rekonstruieren
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